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  • 2. Preis

    Lageplan 1:500

    Landschaftsarchitekten
    Kienleplan GmbH, Leinfelden-Echterdingen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner, Architekten: ANPB Architekturbüro für nachhaltiges Planen und Bauen - Arnulf Schmidtke, Stuttgart (DE)
    Architekten: Bürklein Architekten

    Preisgeld
    24.000 EUR

    Erläuterungstext
    Städtebauliche und freiräumliche Konzeption

    Die städtebauliche Grundkonfiguration orientiert sich im Wesentlichen am städtebaulichen Vorentwurf. Der rechteckige Baukörper des Pflegeheimes und die Punkthäuser passen sich mit ihrem Volumen in die vorhandene Bebauung ein, und vermitteln zwischen den Wohntürmen im Süden und den geplanten Gebäudevolumen im Norden.

    Der Neubau des Pflegeheimes zeigt sich mit seinem gläsernen Sockelgeschoss offen und einladend zum angrenzenden Platz.

    Die Gemeinschaftsflächen orientieren sich zum Platz hin und geben in den Obergeschossen an der gegenüberliegenden Bebauung vorbei Ausblicke mit verschiedenen Erlebnisqualitäten.

    Die Eingänge der Punkthäuser sind auf dem Niveau des 1. Obergeschosses des Pflegeheimes und können sich so gut mit Ihren privaten Bereichen gegenüber der Straße abgrenzen.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen für das Pflegeheim einen viergeschossigen rechteckigen Baukörper vor. Westlich davon werden zwei Punkthäuser für Wohnungen angeordnet. Die Vorgaben des städtebaulichen Rahmenplans sind eingehalten. Alle drei Gebäude stehen parallel zur Brahmsstraße und deffinieren so den Straßenraum. Der Hauptzugang in das Pflegeheim befindet sich auf der Westseite und wird durch eine großzügige Verglasung transparent. Westlich dieses Zugangs ist ein großer Platz mit Pergola und Bäumen geplant. Die Pergola fasst den entstehenden Freiraum gut. Das Preisgericht sieht auch positiv, dass dieser Platz auf Straßenniveau geplant ist. Die weitere Einbindung des nördlich des Entwurfsgebiets liegenden Quartiers über eine Treppenanlage wird jedoch kritisch gesehen. Hier wäre eine barrierefreie Zuwegung wünschenswert. Zumal eine barrierefreie Durchwegung des gesamten Entwurfsgebiets nur über den Umweg Beethovenstraße möglich ist.

    Positiv wertet das Preisgericht, dass die Punkthäuser zur Straße hin 4-geschossig geplant sind. Die zweigeschossige Staffelung hin zu der angrenzenden nördlichen Wohnbebauung nimmt deren Maßstab auf und gewährleistet einen harmonischen Übergang zu den dazwischen geplanten neuen Freiflächen.

    Negativ gesehen wird die Erschließung der Punkthäuser von Norden, da dadurch die Adressbildung von der Brahmsstraße erschwert wird. Die Grundrisse der Wohnungen werden als sinnfällig und positiv gesehen.

    Kritisch wertet das Preisgericht die zum Teil nur wenig ausgearbeitete Darstellung der Freianlagen. Hier müsste in der weiteren Überarbeitung differenzierter gedacht und geplant werden.

    Die Eingangssituation im Erdgeschoss des Pflegeheims wird grundsätzlich als gut betrachtet. Die Jury wünscht sich jedoch die Geschlossenheit zur Straße an der Südwestecke zu öffnen.

    Die Anordnung der zentralen Erschließung im EG ist gut, so auch die Anbindung der drei Pflegegeschosse über die zentrale Aufzugs- und Treppenanlage.

    In den Pflegegeschossen wird die Platzierung und Orientierung der gemeinschaftlichen Wohn-/ Aufenthaltsbereiche an der südwestlichen Gebäudeseite als sehr positiv gewertet. Für die Bewohner ist der Blick zur Straße und auf den Vorplatz attraktiv. Die Möglichkeit des „Zusammenschaltens“ für Feste und Feiern wird grundsätzlich möglich.

    Kritisch wird diskutiert, dass in den Wohnbereichen darüber hinaus keine weiteren Sitz-/Aufenthaltsbereiche geplant sind.

    Problematisch ist, dass die Verfasser vorsehen, die auf den Wohnbreichen noch fehlenden Gemeinschaftssflächen mittels eines zentralen Saals im Erdgeschoss nachzuweisen. Dieser im Inneren des Gebäudes angeordnete Raum lässt sowohl hinsichtlich Nutzung als auch Zweckmäßigkeit Fragen offen.

    In allen drei Pflegegeschossen werden eine Anzahl Bewohnerzimmer zum Innenhof orientiert. Das Preisgericht stellt fest, dass die ausreichende Besonnung und Belichtung insbesondere der Zimmer im 1. und 2. Obergeschoss zu prüfen ist.

    Auf den ersten Blick ist die klare und eindeutige Sprache der Entwurfsverfasser zu erkennen. Sowohl in städtebaulicher als auch in architektonischer und funktionaler Hinsicht erkennt das Preisgericht einen guten Wettbewerbsbeitrag.