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  • DE-52064 Aachen, DE-52080 Aachen
  • 02/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-260074)

Ortsmitte Haaren


  • 3. Rang

    Perspektive, © FILON. Landschaftsarchitektur & Visualisierung, Leipzig

    Landschaftsarchitekten
    Planergruppe GmbH Oberhausen, Essen (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Thomas Dietrich , Ute Aufmkolk

    Mitarbeit
    Marian Enders

    In Zusammenarbeit mit:
    Verkehrsplaner: brenner BERNARD ingenieure GmbH, Aalen (DE), München (DE), Berlin (DE)
    Visualisierer: Filon Architekturvisualisierung & Bildbastelei, Leipzig (DE)

    Erläuterungstext
    Erläuterungstext
    In der Ortsmitte Haaren werden die Landschaftsräume an den Gewässern mit den Straßen- und Platzräumen an Kirche und Markt zu einem Netz an öffentlichen Freiräumen verknüpft. Die Grün- und Erholungsbereiche an Wurm und Haar werden aufgewertet, erlebbar und sichtbar gemacht. Die „Haarbachpromenade“ schließt die Lücke im Freiraumgefüge der Ortsmitte zwischen Tuchmacherweg und Haarener Gracht. Der Haarbach wird offengelegt und von einer Baumreihe und einer breiten Zone für Fußgänger und Fahrradfahrer begleitet. Das Kirchumfeld wird zu einem Quartiersplatz umgebaut und über ein Freiraumband mit dem Park verknüpft.
    Grün- und Erholungsräume in der Wurm- und Haarbachaue
    Um das Wasser in der Stadt besser erlebbar zu machen, sollen durchgängige Wege entlang der Bäche geschaffen, die Ufer an mehreren Stellen zugänglich und die Bachläufe sichtbar gemacht werden. Wo möglich weichen die Ufermauern naturnah gestalteten und flacheren Uferbereichen, so dass breite Überschwemmungszonen entstehen. Partiell werden Uferbereiche über Querschwellen, Findlinge und Baumstämme spielerisch begehbar gemacht. Am Übergang zum Park wird das Ufer terrassiert ausgebildet, so dass Sitzmauern und flache Aufenthaltsbereiche entstehen
    Haarbachpromenade am Haarener Markt
    Am Haarener Markt und in der Haarener Gracht wird der Haarbach offengelegt. Der grüne Filter der Bäume, die den Verkehrslärm überlagernden Geräusche des Wassers und die positive Wirkung auf das Kleinklima verbessern die Aufenthaltsqualität auf dem Marktplatz deutlich. Neben den außengastronomischen Nutzungen werden Sitzmöglichkeiten unter den Bäumen angeboten. In regelmäßigen Abständen führen Sitzstufenanlagen zum tiefer liegenden Bach.
    Aus gewässerökologischer Sicht ist es notwendig, den Haarbach in den Bereichen, in denen die Öffnung nicht möglich ist, in regelmäßigen Abständen zu belichten. Diese Belichtungsöffnungen werden in ein Sitzmöbel integriert.
    Rund um St. Germanus
    Die Kirche wird freigestellt und auf eine große zusammenhängende Platzfläche gestellt. Der Baumbestand wird zugunsten einer besseren Sichtbarkeit der Kirche ausgelichtet und dabei die prägendsten und wertvollsten Bäume erhalten. Der südliche Teil des Platzes liegt geschützt vom Verkehr und orientiert sich in Richtung des Parks. Hier wird eine grünere Platzgestaltung in Verbindung mit ruhigem Aufenthalt und Außengastronomie umgesetzt. Die nördliche Platzhälfte öffnet sich zur Alt-Haarener-Straße und ist damit vom ihrem Trubel des Geschäfts- und Verkehrstreibens geprägt. Die Platzfläche wird durchgehend befestigt und steht damit als multifunktionaler Platz zur Verfügung.
    Alt-Haarener Straße
    Der Stadtraum wird gestalterisch aufgewertet und so für die nichtmotorisierten Nutzer ange-nehmer nutzbar. So viele Baumpflanzungen wie funktional möglich begrünen den Stadtraum und mindern die Folgen von Abgasemmissionen und Lärmbelastung. Der öffentliche Raum wird attraktiver durch die Ausstattung mit neuen Oberflächenbelägen, neuer Beleuchtung und neuer Möblierung. Durch die Offenlegung des Haarbachs entsteht zusammen mit der beglei-tenden Baumreihe eine räumliche Fassung des Marktplatzes, die wie ein Filter gegenüber dem Verkehrsstrom der Straße wirkt und dadurch den Marktplatz zum attraktiven Aufent-haltsort macht.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.