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  • DE-40597 Düsseldorf, DE-40597 Düsseldorf
  • 03/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-271369)

Entwicklung des Areals Südlich Hildener Straße in Düsseldorf


  • 2. Preis

    Vogelperspektive

    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner, Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE)

    Erläuterungstext
    Stadträumliche Lage

    Das Outokumpu-Areal war bislang ein abgeschlossener Gewerbebereich, um den sich die Stadtentwicklung Benraths herum entwickelt hat. Durch das Freiwerden besteht nun die Möglichkeit diesen Ort stadträumlich zu integrieren. Er wird zukünftig Teil des städtischen Gefüges und übernimmt wesentliche Vernetzungsfunktionen zwischen den angrenzenden Stadt- und Grünbereichen.

    Ziel ist es einen Stadtbaustein mit eigener Identität zu schaffen, der als eigenständige städtebauliche Figur ablesbar ist und in Dialog zum angrenzenden Grünraum tritt. In Insellage und von Grün umspült entsteht ein neues Stadtquartier das sowohl dem Grünring seine Raumkanten gibt, als auch eine hohe Lagequalität für die Wohnnutzung besitzt.

    Neue Stadt- und freiräumlichen Verknüpfungen erfolgen über die ankommenden Wegebeziehungen, die wie selbstverständlich durch das Quartier und den Grünraum hindurch geführt werden. Das Quartier stellt hierbei keine stadträumliche Barriere dar, sondern ist verbindend und durchlässig.

    Das Konzept schafft einen familienfreundlichen naturbezogenen Stadtteil, der über eine hohe Freiraumqualität Gemeinschaft, Identität und Kommunikation fördert und somit die Voraussetzung für eine hohe Wohn- und Lebensqualität im Quartier schafft.

    Das neue Stadtquartier

    Das Bebauungskonzept besteht aus offenen Wohnhöfen die klare Raumkanten zum Grünring schaffen und geschützte Innenbereiche ausbilden. Die Baufelder lassen durch ihre Lage zueinander spannungsvolle Stadträume entstehen und bilden einen robusten Rahmen für die zukünftige bauliche Entwicklung.

    Dies ist die Voraussetzung für eine kleinteilige bauliche Entwicklung mit einem Höchstmaß an individueller Freiheit, was eine funktionale und strukturelle Vielfalt erzeugt. Durch wenige typologische Vorgaben wird sie die Grundstruktur für ein neues Stadtquartier geschaffen werden - stadträumlich integriert und flexibel für neue Konzepte.

    Eine Durchmischung der Baufelder kann flexibel mit Mehrfamilienhäusern und Stadthäuser auf unterschiedlichen Parzellengrößen und mit unterschiedlichen Eigentumsformen erfolgen. Dies gewährleistet eine bunte Bewohnerstruktur in überschaubaren Nachbarschaften. Am östlichen Randbereich befindet sich eine Schallschutzbebauung die hier mit durchgesteckten Grundrissen oder mit einer Laubengangerschließung auf die Lärmsituationen reagieren kann.

    Die Innenbereiche der Wohnhöfe besitzen gemeinschaftliche wohnungsnahe Spielflächen und dienen als Kommunikationsorte für die angrenzenden Bewohner. Über Zuwege wird eine Verbindung zum Stadtraum geschaffen, welche die Begegnung fördert und den Innenhof zu einem halböffentlicher Bereich macht. Die Anordnung der Gebäude mit dem Focus der „Grüne Mitte“ fördert die Identität und die Gemeinschaft der Bewohner.

    Das Konzept bildet so die bautypologische Voraussetzung für ein dichtes gemischtgenutztes Stadtquartier, für ein nebeneinander von unterschiedlichen Wohnformen, Arbeiten und Freizeit.

    Zentraler Quartiersplatz als Grüne Mitte

    Der zentrale Quartiersplatz bildet die Mitte des neuen Wohngebietes und dient als Ort für öffentliches und gemeinschaftliches Leben. Er funktioniert als nutzungsoffene Freifläche und besitzt mit zentralen Spielflächen eine hohe Aufenthaltsqualität für alle Altersgruppen.

    Der Platz wird mit Bäumen überstellt, die ihm durch ihre Besonderheit in Blüte und Herbstfärbung seinen eigenen Charakter verleihen. Große Bänke unter den Bäumen laden zum Verweilen ein und geben dem Platz den Charakter eines Wohnzimmers für die angrenzenden Bewohner des Quartiers.

    Ein Cafe, kleinere gewerbliche Flächen und die Kita beleben den Quartiersplatz und lassen Kommunikationsflächen zwischen den Bewohnern des Stadtteils und des neuen Wohnviertels entstehen. Ein Wasserspiel in Form eines bodenbündigen Fontänenfeldes lädt zum Spielen und Verweilen ein.

    Der Grünring

    Das Freiraumkonzept fügt sich wie selbstverständlich in die örtliche Situation ein. Das Landschaftsschutzgebiet und der renaturierte Bachlauf der Itter verbinden sich mit dem Grünring zu einem zusammenhängenden Freiraum. Hierüber erfolgt die fuß - und radläufige Erschließung der Stadtteile untereinander und die Anbindung an die Benrather Innenstadt. Es entsteht ein großer zusammenhängender Grünraum, in den das neue Quartier eingebettet ist.

    Spiel- und Freizeitangebote werden an den Rändern entlang der Wege angeordnet und schaffen eine hohe Aufenthalts- und Nutzungsqualität. Die Spielanlagen am Schwarzen Weg werden hierbei integriert und Teil des Grünrings. Kleine Platzsituationen am Randbereich zum neuen Quartier markieren die Quartierszugänge und bilden Treffpunkte am Grünring.

    Der Grünring wirkt als Pufferzone zwischen Wohnen und Gewerbe, wodurch eine hohe Wohnqualität für das Stadtquartier geschaffen wird.

    Nördlicher Entreeplatz

    Den nördlichen Auftakt bildet ein Entreeplatz, der ein repräsentatives Vorfeld zum neuen Stadtquartier ausbildet. Über einen einheitlichen Bodenbelag wird ein durchgängiger Stadtraum zwischen der Straßenbahn-Endhaltestelle und dem Quartiersplatz geschaffen wodurch die Wegeverbindung in das Quartier hinein gestärkt wird.

    Das zentrale Solitärgebäude mit Büros und Ateliers betont die Zugangssituation und bildet ein Merkzeichen an der Hildener Straße. Hier befinden sich erdgeschossig ein kleiner Laden sowie ein Bäcker die hier in attraktiver Lage den Übergang zum Grünring ausbilden. Rasenstufen zur Itter schaffen einen Uferzugang und bilden den Übergang zum renaturierten Bachlauf.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.