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  • DE-14476 Potsdam, DE-14469 Potsdam
  • 03/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-276491)

Wohnen in Potsdam Krampnitz


  • 3. Preis

    Lageplan Gesamtgebiet

    Landschaftsarchitekten
    Agence Ter, Karlsruhe (DE), Paris (FR), Barcelona (ES) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: MARS Metropolitan Architecture Research Studio, Esch-Sur-Alzette (LU), Kaiserslautern (DE)

    Erläuterungstext
    Naturquartier Krampnitz
    Wohnen zwischen Wasser, Wald und Wiesen

    Das Projekt Naturquartier Krampnitz ist städtebaulich gekennzeichnet durch die Gliederung in Teilquartiere mit typischen Eigenschaften und einem implementierten Grün-System mit ausdifferenzierten Aufenthalts- und Aktivitätsmöglichkeiten. Beides zusammen ist komponiert zu einem facettenreichen urbanen Gewebe mit Respekt für die Natur, eingebettet zwischen Hügeln Heide und Seen. Die großmaßstäblichen Freiraumqualitäten der Umgebung werden durch Angebote im städtischen Maßstab im Gebiet selbst ergänzt und sind unabdingbarer Teil des dennoch urbanen Gefüges.

    Die Grünbereiche bilden eine Raum-und Erlebnis-Sequenz ausdifferenzierter Freiräume. Vom aktiven, betriebsamen Gartenband über die offen-atmende Sport-Wiese hin zum räumlich gefasst-gedämpften Waldcarre, welches die Verbindung zum historischen (Bau)Bestand und zur Geschichte des Ortes in zentraler Position der Gesamtanlage darstellt.
    Der historische Außenraum formt die Vermittlung und den Dialog an zentrale Stelle als Begegnung von Geschichte und Zukunft des Gebietes.

    Die spezifische Atmosphäre des Freiraums der ehemaligen Kaserne ergibt sich durch das Zusammenspiel von historischem Gebäudebestand, alten Baumalleen, weite heideähnliche Grünflächen und starken Wegeachsen.
    Durch die unmittelbare Nachbarschaft zu verschiedenen Naturräumen und die lange Zeit des Brachliegens hat sich eine große Vielfalt innerhalb der Kaserne entwickelt: Das Freiraumkonzept für die verschiedenen Quartiere greift diese spezifischen Atmosphären auf und integriert diese durch drei große Parkanlagen sinnfällig in die Stadtstruktur. Die wichtigen Achsen und Alleen des bestehenden Bewegungssystems werden erhalten, aufgegriffen und weitergeführt. Dadurch entsteht ein engmaschiges Netz aus Bestandsalleen, Freizeitwegen und Bewegungsräumen, welches das Quartier mit den Freiraumpotenzialen der Umgebung vernetzt.

    Der großzügige Freiraum der Döberitzer Heide und des Ferbitzer Bruchs prägt mit seinen von Wasserflächen durchzogenen Naturflächen das neue Stadtquartier im Norden. Ein Naturpark gliedert durch eingestreute Landschaftselemente, die unterschiedliche Funktion haben, das Zusammenspiel von Stadt und Landschaft und ermöglicht so eine Abschichtung der Nutzungen. Lineare Gehölzstrukturen, Baumgruppen oder Hoch- und Tiefpunkte sind zum einen Rückzugsraum für Tiere (Aufschüttungen als Habitat für Eidechsen, Wasserpunkte für Libellen, Insekten) und ökologische Ausgleichsfläche, zum anderen aber auch ein Erlebnisraum für Menschen (Aussichtspunkte, Naturerlebnispfade, Naturspielplatz u.a.). Der Landschaftspark vermittelt dabei zwischen den naturschutzfachliche Anforderungen mit der Möglichkeit die Natur erlebbar zu machen und schafft einen spezifischen identitätsstiftenden Freiraum für die Bewohner von Stadt und Natur.

    Der Charakter der westlich angrenzenden Felderlandschaft wird im Gartenband aufgegriffen und in das Stadtgefüge integriert. Im Gartenband wechseln sich öffentliche Parks im Baumbestand mit gemeinschaftlichen Flächen zum Gärtnern und Begegnen ab. Kleingärten, Urban Gardening und Pocket Parks verbinden in Nord-Süd Richtung die unterschiedlichen Quartiersstrukturen und münden im Waldkarree im denkmalgeschützten Kasernenbereich. Das Waldkarree ist nicht nur Raum für Freizeit und Sport sondern auch eine Schnittstelle der unterschiedlichen Quartiersbereiche von Bestand zu Neuplanung. Der Baumbestand und der Lichtungscharakter bleiben erhalten und die neuen Freiflächennutzungen in der Mitte konzentriert.

    Im Kernbereich des Quartiers wird durch die grüne Mitte ein Möglichkeitsraum für das gesamte Quartier geschaffen. Der sich nach Norden hin öffnende Park wird durch die vielfältigen Wegeverbindungen strukturiert und vernetzt die verschiedenen Quartiere. Eine Pavillonwiese lädt zum Verweilen und erholen ein und bietet aber auch genug Raum für besondere Veranstaltungen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.