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  • DE-78464 Konstanz
  • 03/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-297842)

Wohnbebauung „Am Pfeiferhölzle“ in Konstanz


  • ein 3. Preis

    kein Bild vorhanden
    Architekten
    Hähnig + Gemmeke Freie Architekten BDA, Tübingen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: werkbüro Freiraum + Landschaft, Nürtingen (DE)
    Bauunternehmer: Emil Steidle GmbH & Co.KG, Sigmaringen (DE)

    Preisgeld
    8.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Wettbewerbsbeitrag entwickelt mit seiner städtebaulichen Struktur eine bewusste Eigenständigkeit in Bezug auf die Umgebungsbebauung. Die Bebauung formuliert sich in drei polygonal geformten Baukörpern entlang der Straße „Am Pfeiferhölzle“ und wird durch einen weiteren Baukörper in zweiter Reihe ergänzt. Die Positionierung des rückwärtigen Gebäudekörpers wird allerdings kritisch gesehen, da sie die Orientierung des straßenseitigen Gebäudes überlagert und insgesamt den Entwurf überfrachtet. Die vier Gebäude nutzen geschickt die Topographie des Geländes aus. Das Untergeschoss bindet im südlichen Bereich in die Topographie ein und bildet einen fließenden und harmonischen Übergang zwischen den bestehenden Geländeniveaus.

    Weitestgehend auf Straßenniveau erfolgt der Zugang zu den drei nördlichen Gebäuden. Die in die Gebäude integrierten Nebenräume (Fahrräder und Müll) sind in diesem Bereich funktional und ebenerdig zugänglich angeordnet. Die zweigeteilte Tiefgarage erscheint nur eingeschränkt wirtschaftlich. Die Feuerwehrzufahren und -aufstellflächen sind nicht dargestellt und wären nochmals zu überprüfen.

    Zur Straße hin treten die Gebäude 6- und 7- geschossig in Erscheinung, wobei das oberste Geschoss jeweils als Staffelgeschoss ausgebildet ist und so gefällig zur Proportionierung der Gebäudestruktur beiträgt.

    Der Freiraum teilt sich in der Höhenlage in zwei Niveaus, das Eingangsniveau auf Straßenebene und die großzügigen südlichen Freiflächen auf Friedhofsniveau. Die Erschließungsflächen sind zugunsten der Freiraumqualität knappgehalten, die vorgelagerten Parkplätze schwächen dabei die Eingangssituationen, ebenso die beiden direkt ins Gebäude geführten Tiefgarageneinfahrten. Der geforderte Baumabstand an der Straße wird nur zum Teil eingehalten.

    Durch die Positionierung der Gebäude entstehen im Freiraum an der kleinen Platzsituation fragliche Engstellen und mögliche Konflikte bei der Nutzung. Die großzügige barrierefreie neue Wegeverbindung zum Friedhof wird begrüßt, in der Ausformung wirkt sie allerdings etwas wuchtig und urban. Die Spielflächen sind abgerückt von den Privaten Gärten sinnvoll platziert, die Verzahnung nach Osten wird dabei nicht aufgenommen.

    Die Wohnungen profitieren von großzügigen Sichtbeziehungen in den südlichen angrenzenden Freiräumen und den hohen Anteil an privaten Grünflächen und Balkone. Die Wohnungen sind weitestgehend nach Süden ausgerichtet und weisen in der Regel eine gute Wohnqualität auf. Das Angebot mit 78 Wohnungen liegt im oberen Bereich.

    Insgesamt stellt die Arbeiten einen guten Beitrag zur gestellten Aufgabe dar, allerdings wird die Entscheidung, die Wohnungen auf vier Baukörper aufzuteilen städtebaulich kritisch gesehen.