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  • 04/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-282861)

Objektplanung Gebäude / Objektplanung Freianlagen / Stadt-/ Gebietsplanung / Objektplanung Verkehrsanlagen

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  • 1. Preis

    Perspektive West, © czerner göttsch architekten

    Architekten, Stadtplaner
    czerner göttsch architekten architektur + stadtplanung, Hamburg (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Julian Maurer

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: LYSANN SCHMIDT Landschaftsarchitektin, Wismar (DE)

    Erläuterungstext
    Entwurfsteam: Alexandra Czerner, Julian Maurer und Jonas Witte (Visualisierungen).
    Aufgabe des Wettbewerbs war die Schaffung eines neuen Stadtquartiers auf einem ca. 11 Hektar großen Areal in Mölln. Aufgeteilt in mehrere Bauabschnitte entstehen auf 25.500m² Bruttogeschossfläche insgesamt 320 Wohneinheiten.
    barrierefrei - alternsgerecht - aktiv - nutzerfreundlich - flexibel


    Die Maßstabsentwicklung ist im direkten Dialog mit dem Bestand entwickelt und zielt auf eine eigenständige harmonische Quartiersidentität. Durch die Proportionen der Neubauten im Dialog mit der Umgebung und durch die rötlichen Klinker der Fassaden entsteht die Identität und eine vermittelnde Kleinteiligkeit der Differenzierung, bei Bekenntnis zu einer klaren, kostenbewussten, zeitgemäßen Formsprache. Durch den Einsatz der Flachdächer als kleinteilige Kuben wirken diese spielerisch und leicht - die Verschattung wird minimiert. Der prägende Maßstab ist die Dreigeschossigkeit. Am nördlichen Quartiersrand werden die Häuser auf zwei Geschosse abgestaffelt, als Überleitung zu dem Einfamilienhausbereich. Der Wunsch nach einem hochwertigen Quartierscharakter, sowie eine abschnittsweise Realisierung prägen die Gebäudeidee und die Raumbildungen. Das städtebauliche Konzept erfüllt die Ansprüche für ein identitätsstiftendes Quartier mit Räumen, Wegen, Achsen und Blickbeziehungen, vernetzt mit den benachbarten Stadträumen. Auf die Verkehrsbelastung am Wasserkrüger Weg wird standortbezogen mit zwei verknüpften Gebäudekörpern reagiert, die das Tor zur zentralen Fußwegachse ins neue Wohnquartier umfassen. Durch die Verknüpfung der Baukörper am Wasserkrüger Weg mit einem Eingangstor und den als „Schallschutzloggien“ ausgebildeten Balkonen, ist der Schallschutz des Innenhofes gewährleistet. Die Schlafräume sind zum Innenhof orientiert.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Maßstäblichkeit und Einbindung in die Nachbarschaften ist gelungen. Die Blockschließung im Wasserkrüger Weg mit Durchgang wird positiv bewertet. Ein zusätzlicher innerer Weg verbindet das neue Quartier mit seinen unterschiedlichen Freiraumgestaltungen, was vom Preisgericht kontrovers diskutiert wird.
    Die dreigeschossige Bebauung mit Staffelgeschossaufbauten wird begrüßt, der Übergang zur Einfamilienhausbebauung mit einer Zweigeschossigkeit ist positiv.
    Die Gesamtstruktur der Hochbauten wirkt trotz Wiederholung der einzelnen Baukörper nicht monoton, wozu unterschiedliche Ziegelmauerflächen beitragen.
    Die Wohnungsgrundrisse als Vierspänner erschlossen sind beherrscht und entsprechen im Wohnungsmix der Auslobung. Die Zugänge sind von der Blockinnenseite wie auch von der Straßenseite gegeben, was begrüßt wird.
    Die Fassaden sind durch leichte Baukörperrundungen und Rücksprünge in den Eckausbildungen vielfältig gegliedert.
    Der Vorschlag mit sechs getrennten Tiefgaragen entspricht der 1:1 Stellplatzvorgabe der Aufgabenstellung.
    Zugunsten einer größeren Wirtschaftlichkeit sollte dieses Konzept jedoch überprüft werden; ggf. in Kombination mit ebenerdigen Stellplätzen.
    Die Wiederholung gleicher Haustypen begünstigt die Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage. Eine sinnvolle, abschnittsweise Realisierung ist konzeptionell gut gegeben.