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  • DE-77887 Sasbachwalden
  • 04/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-284492)

„Kirchweg“ in Sasbachwalden


  • 2. Preis

    © Stefan Fromm Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    Stefan Fromm Landschaftsarchitekten, Dettenhausen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Lieb + Lieb Architekten BDA, Freudenstadt (DE)

    Preisgeld
    9.350 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Anordnung der drei Gebäude an der Einmündung Kirchweg an der Talstraße macht bereits an der Talstraße deutlich, hier spielt die Musik, hier ist Leben. Die vorgeschlagene Treppenanlage ist eine gute Möglichkeit den Höhenunterschied spielerisch zu überwinden. Die Treppenanlage wird als deutlich zu breit empfunden. Die drei Gebäude sind maßstäblich und orientieren sich an der Körnigkeit und Typologie der örtlichen Bebauung. Allerdings wären bei der vorgeschlagenen Nutzung als Mehrgenerationengebäude Aufzüge notwendig. Zudem sind die vorgeschlagenen Fassaden wenig überzeugend. Interessant ist die Idee des vierten Gebäudes, auch wenn dieses nicht im Wettbewerbsgebiet liegt. Die vorgeschlagenen Nutzungen im Erdgeschoss versprechen eine Belebung des Dorfplatzes.

    Ökonomisch vielleicht verständlich, aber gestalterisch in Frage zu stellen, ist der Belagswechsel zwischen den Bereichen Dorfplatz, Kirchenvorbereich und Rathausplatz mit Bitumenbelägen.

    Der „Kirchplatz“ erscheint nicht wirklich als Platz, ist viel eher ein Vorbereich der Kirche und könnte durchaus kleiner, angemessener sein.

    Die Verfasserinnen und Verfasser haben sich differenzierte Gedanken gemacht zu den verschiedenen Verkehren. Es gibt gut platzierte Fahrradstellplätze und eine Ladestation am Dorfplatz. In den großzügig gepflasterten Bereichen wird durch Entwässerungsrinnen der Bereich für den PKWVerkehr markiert. Die Straßenkurve vor dem Rathaus schwächt den Rathausplatz, auch wenn die klare Trennung der Verkehre als Vorschlag verstanden, aber die Verhältnismäßigkeit in Frage gestellt wird.

    Der Grünbereich ist nachvollziehbar gegliedert in Bewohnergärten und öffentliche Spielbereiche. Die Vorschläge erscheinen angemessen. Der Solitärbaum vor der Hauptfassade des Rathauses wird nicht verstanden und kritisiert.

    Das Plätzchen an der Kreuzung Langertbach / Talstraße ist zwar nicht sehr differenziert ausformuliert, wird aber als nicht unwesentlicher Bereich gesehen.

    Insgesamt stellt die Arbeit einen interessanten Beitrag für die gestellte Aufgabe dar, auch wenn manchmal die Mittel etwas kritisch gesehen werden.