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  • 2. Preis

    Perspektive Haupteingang

    Architekten
    HWR RAMSFJELL Architekten, Dortmund (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Entlang der neu angelegten, von Nord nach Süd verlaufenden Kommunikationsachse der Universität wird mit vorgelagertem Grünland der neue Fachbereich für Biologie entstehen. Gegliedert in Anliegerstrasse, Rad- und Fußweg und begleitet von Wasserbecken und Bäumen wird die Achse eine wichtige Verbindungsfunktion für alle Gebäude auf dem Universitäts- Campus sein. Das neue Gebäude muss Bestand haben als signifikanter Einzelbaukörper, sich zugleich aber als weiteres Glied in der Kette der neuen Universitätsbauten verstehen.

    Der Entwurfsansatz entwickelt sich in einem vielfältigen Spannungsfeld
    - so will das Bauwerk gleichermaßen Offenheit und Introvertiertheit verkörpern
    - will die Polarität zwischen dem Gesamtinstitut und den einzelnen Abteilungen ablesbar machen
    - will einen allgemeinen Freiraum und abgeschirmte Arbeitsbereiche definieren.
    Der Eingang in das Gebäude ist eindeutig zur Campusmitte orientiert und bildet mit seiner gestalteten Vorzone ein attraktives Entree. Am anderen Ende des langgestreckten Baukörpers erreicht man den zentralen Anlieferhof und einen zweiten Zugang für Mitarbeiter und Besucher, die mit Fahrzeugen ankommen.

    Als Pendant zu dem öffentlichen Außenfoyer vor dem Eingang bildet sich im Inneren des markanten Gebäuderiegels eine großzügige zentrale Kommunikationszone, die interessante Blicke und Wege zu allen Ebenen öffnet und zu den Eingängen in die 3 Abteilungen mit den 13 Lehrstühlen hinführt. Unterstützt wird diese Atmosphäre durch die im Rhythmus der Abteilungen liegenden mehrgeschossigen Wintergärten und die darin angebotenen Treffpunkte für alle.

    Die wichtigen Publikumsräume liegen im Erdgeschoss ( Cafe, Hörsaal, Museum ) und über weitere Geschosse verteilt die übrigen zentralen Dienste. Auch die Räume für Studenten/innen verteilen sich am Übergang zu den Forschungsabteilungen mit Blick in die Höfe.

    Auf eine strikte Trennung zwischen allgemeinen zugänglichen Raumzonen und den abgeschirmten Forschungsabteilungen wurde geachtet. Dem Pavillon-Gedanken folgend, entwickeln sich die Abteilungen auf vier Ebenen mit überwiegend Nordorientierung der Labore und leicht kontrollierbarem Zugang. Die kammartige Struktur bietet auch abteilungsübergreifend überwiegend kurze und effiziente Kontaktmöglichkeiten. Das Angebot an Treffpunkten liegt dann folgerichtig vor der Abteilungstür in der Kommunikationszone oder im Wintergartentreff.

    Über einen zentralen Hof auf Untergeschossniveau wird angeliefert und zu den Lagerflächen verteilt. Der Verbindungsgang quer zu den Labortrakten erreicht sämtliche Aufzüge und Treppen. Auch sind auf dieser unterer Ebene die Sonderlabore, die Tierställe und die Vogelwarte angeordnet.

    Die Konstruktion ist im Prinzip einfach und leicht realisierbar. Das Lüftungskonzept in den Labortrakten verläuft über die mittlere Raumspange zu den zentralen Schächten und von dort zur Dachzentrale bzw. zu den Technikräumen im Untergeschoss.
    Die Gestaltung der Gebäudehüllen vermittelt zwischen dem Traditionellen des zentralen Baukörpers und der Leichtmetall- und Glasfassaden der Laborabteilungen. Durch das spannungsvolle Miteinander und unterstützt von den mehrgeschossigen Wintergärten entsteht eine einprägsame Einheit: der neue Fachbereich Biologie.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am
Zuletzt aktualisiert 25.10.2008, 23:19
Beitrags-ID 4-15581
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