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  • DE-58507 Lüdenscheid, DE-58507 Lüdenscheid
  • 05/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-266311)

Altstadt Lüdenscheid – Neugestaltung der öffentlichen Räume


  • Anerkennung

    Perspektive Gasse, © capattistaubach Landschaftsarchitekten

    Architekten, Landschaftsarchitekten
    capattistaubach Landschaftsarchitekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Thomas Steinborn

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Grundidee des Entwurfs, einen insgesamt ruhigen und weitgehend homogenen Bodenbelag als verbindendes Element für die Altstadt zu entwickeln, wird begrüßt. Folgerichtig werden zwei Bereiche definiert: Die untere Wilhelmstraße wird in Fortsetzung des Granitbelages des Sternplatzes bis zum westlichen Altstadteingang mit einer mittig geführte Rinne und Traufstreifen barrierefrei geführt. Der Bereich der Altstadt, obere Wilhelmstraße, wird mit gesägtem Porphyr barrierearm gestaltet. Die Altstadtgassen in gleicher Ausführung können aufgrund der wasserführenden Schlitzrinne sowie der Größe und Verlegeart der Pflastersteine nicht überzeugen. Der vollständige Rückbau des historischen Belags nimmt den Altstadtgassen viel von der vorhandenen Atmosphäre und überformt die historische Prägung der Beläge.
    Die Sanierung der Kirchmauer und die neuen Sitzauflagen verbessern die visuelle Integration des Kirchumfeldes in
    die Stadt und erhöhen die Aufenthaltsqualität. Die sogenannte Tree-Bühne ist ein angemessener Vorschlag für die Gestaltung des kleinen Dreiecksplatzes an der Turmstraße. Das Element Wasser erscheint gut positioniert. Der Brunnen wird an die historische Stelle zurückversetzt und lässt damit ausreichend Raum für die multifunktionale Bespielung des Alten Marktes. Die Markierungen der Altstadteingänge mit Schriftzugstreifen sind eher zurückhaltend. Die Aufwertung des Burgspielplatzes durch ein Holzfachwerk und Verbesserung der Spielmöglichkeit wird kontrovers diskutiert. Der Graf-Engelbert-Platz als wesentliches räumliches Funktionsglied der Altstadt kann durch die mittig aufgebrachten Granitplatten nicht überzeugen.
    Die Arbeit hat sich intensiv mit der Oberflächengestaltung auseinandergesetzt und verfolgt in der Bespielung von Gassen und Wilhelmstraße einen eher modern anmutenden Ansatz. Dies führt nach Ansicht der Jury zu einer starken Überformung der historischen Prägung. Durch den sehr intensiven Eingriff in die Flächengestaltung erscheint die Einhaltung des Kostenbudgets fragwürdig.