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  • DE-51491 Overath
  • 06/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-8589)

:kennenlernenumwelt | Gut Eichthal


  • Ankauf

    Gesamtlageplan

    Architekten
    behet bondzio lin architekten, Münster (DE), Leipzig (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: wbp Landschaftsarchitekten GmbH, Bochum (DE)

    Erläuterungstext
    Park
    Die Agger bildet den Schwerpunkt des neuen Parkareals. Die beiden Halbinseln nördlich und südlich der Agger werden als ein zusammenhängendes Parkareal in der Flusslandschaft entwickelt. Der Fluss und die Flusspromenade auf dem neuen Sommerdeich des nördlichen Parks und dem vorhandenen Sommerdeich des Landschaftsgartens werden zur markanten Orientierungsstruktur dieser Parklandschaft. Vorhandene und neue Sport- sowie Erholungsangebote werden an der Ost- und Nordseite des neuen Parks konzentriert, um auf der anderen Seite den Blick über offene Grünlandflächen in Richtung Fluss oder Hügellandschaft zu ermöglichen. Stadt, Schule und Tennisanlage werden, neben der Flusspromenade und dem Hauptweg durch ein ergänzendes neues Wegenetz an Park und Fluss herangeführt. Durch die Aufweitung des Bachbetts (Zurückverlegung des Deichs) erhält der Fluss wieder einen natürlicheren Charakter und wird gleichzeitig zugänglich.
    Der offene Parkraum zwischen Gut und Sommerdeich südlich der Agger wird erhalten. Alle baulichen und nutzungsintensiveren Ergänzungen werden daher in Nachbarschaft der vorhandenen Baulichkeiten angeordnet. Die vorhandenen prägnanten Vegetationsstrukturen werden ergänzt bzw. freigestellt. Die vorhandene und z.T. historische Wegeführung wird mit neuen Wegebeziehungen behutsam ergänzt.

    Brücken
    Die beiden Halbinseln werden durch einen Weg/Steg mit einer Brücke verbunden, Landschaftspark und Gutsareal über eine zweite Brücke mit der Siedlungszelle Broich. Die Brücken werden ausgebildet als über dem Landschaftraum schwebender Steg, der sich als horizontales Element in die Landschaft einpasst und den Besuchen das Höhenspiel und den Wechsel des Landschaftsraumes subtil erleben lässt. Insbesondere die Schutzwürdigkeit des Auwaldes wird durch die Wegeführung über den Steg betont.

    Pavillons
    Die neuen Pavillons werden ressourcensparend in unmittelbarer Nachbarschaft zu den vorhandenen Gebäuden des Guts angeordnet. Somit wird der sensible Landschaftsraum des Auwaldes gänzlich von Bebauung freigehalten. Neben dem vorhandenen „privaten“ Hof des Guts entsteht durch die Anordnung ein zweiter „öffentlicher“ Hof. Die drei Pavillons haben jeweils quadratische Grundrisse und präsentieren sich dem Nutzer als einfache, gläserne Kuben. Eingestellt sind jeweils zwei holzverkleidete Boxen als Funktionseinheiten. Räumlich schützen diese Holzboxen vor störenden Einblicken aus den öffentlichen Bereichen. Die beiden Lernpavillons öffnen sich einmal zum Auenwald, einmal zum Schulgarten. Der Infopavillon hat einen deutlich öffentlicheren Charakter und orientiert sich zum Platz und Steg. Im Infopavillon werden als eine Art „Landschaftsgedächtnis“ Relikte unterschiedlichster Art über die Landschaft gesammelt und präsentiert. Das Platzzentrum wird von einem so genannten „Geschichtsteppich“ gebildet, der leicht abgesenkt und von einer Sitzkante gefasst wird.

    LandschaftsBilderBogen
    Der sanft gebogene Weg durch die Landschaft verbindet den vorhandenen Landschaftsgarten mit dem neuen Park und zeigt entlang des Weges in verschiedenen Perspektiven die umliegende Kulturlandschaft wie in einem “Bilderbogen“, dessen Elemente die Frühzeit, das Mittelalter bis zur Neuzeit , die Industrialisierung und das Bürgertum sind, sowie die heutige und zukünftige Kulturlandschaft in Zusammenhang mit dem Projekt KennenLernenUmwelt. Sitzelemente mit einem davor liegenden Teppich aus Cortenstahl lenken den Blick auf diese Landschaftsbilder. Die Entwicklung der Kulturlandschaft von gestern wird anhand von Wegepunkten mit historischen Bildern (Siebdruck) im Belag aufgezeigt und fördert einen vergleichenden Blick auf die Landschaftsentwicklung von gestern zu heute. Ergänzend zum „LandschaftsBilderBogen“ werden regionaltypische Landschaftselemente als Lernorte mit einfachen Mitteln betont. Die Grünen Klassenzimmer liegen in der Flusslandschaft, im Auwald und in der Kulturlandschaft des Guts.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.