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  • DE-53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, DE-53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
  • 04/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-282570)

Landesgartenschau 2022 Bad Neuenahr-Ahrweiler


  • 4. Preis

    Lageplan M2500, © RMP

    Landschaftsarchitekten
    RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn (DE), Hamburg (DE), Köln (DE), Mannheim (DE), Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Stephan Lenzen

    Mitarbeit
    Volker Lescow, Sabelo Jeebe, Kristine Isahakyan, Vera Öztürk

    In Zusammenarbeit mit:
    Visualisierer: LINDENKREUZ EGGERT | Bildermacherei & Utopografie, Dresden (DE)

    Preisgeld
    14.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser überraschen mit einer konsequenten Interpretation des Bearbeitungsgebietes als durchgehender Landschaftspark in einem einheitlich-verbindenden Duktus. Dieser Ansatz lässt „Park“ jenseits eines eingeschränkten, flussbegleitenden Grünzugs erstaunlich weit in die Tiefe erstreckt erscheinen. Die wesentlichen städtebaulichen Fugen und Anknüpfungen werden stimmig aufgegriffen und in ein ansprechend verbindendes Wegenetz im Park fortgeführt. Sinnfällig erscheint die konsequente Verortung der wesentlichen Sportarten auf dem Nordufer, gepaart mit dem einladend freien wie nutzungsoffen Parkband entlang des Südufers – eine Offenheit, die allerdings erst durch die erstaunliche Wegnahme des Centercourts, eine ansprechende Neuinterpretation von Denkmal und die nicht nachvollziehbare Umwidmung des Schwanenteichs entstehen kann. Als interessanter Beitrag zur Einbeziehung des Flusses wird die skulpturale Ahr-Lichtung von der Jury gewürdigt.

    Der Umgang mit dem Umfeld Kurgartenbrücke als prägende Kreuzung von Stadt und Landschaft wird in der grundsätzlichen Haltung gewürdigt, wenngleich die funktionalen Bezüge, wie auch die Verortung des Wasserspielplatzes, noch Fragen offen lassen. Die Ansätze, die historischen Strukturen des Gartendenkmals „Kurpark“ aufzugreifen, werden anerkannt. Die vorgeschlagenen Nutzungsüberlagerungen und Überformungen werden als zu starker Eingriff in die Denkmalsubstanz gewertet.

    Konsequent – beispielsweise durch den stimmigem Entfall übermäßiger Verkehrsflächen im Bereich Uhlandstrasse - wird der Uferpark auch in den westlichen Bereichen fortgeführt. Bedauerlicherweise ist diese im konzeptionellen Ansatz überzeugende Haltung in der detaillierenden Durcharbeitung nicht entsprechend erkennbar. Die Intarsien wirken oft zu beliebig platziert, die Räumlichkeit der Parkräume lassen atmosphärische Kraft vermissen. Die vorgeschlagene gestalterische Interpretation des tradierten Bildes „Landschaftspark“ wird hinsichtlich einer ansprechend eigenständigen wie zeitgemäßen Formensprache kritisch hinterfragt.

    Das Ausstellungskonzept verortet zwar die erforderlichen Inhalte, lässt aber ein verbindendes oder gar aus dem neuen Park entstehendes tragfähiges wie überzeugendes Leitbild vermissen.

    Die Arbeit stellt so einen spannenden Beitrag zur Suche nach einem durchgehenden, den Fluss begleitenden Park dar, dem es jedoch nicht gelingt, auch in der dargestellten detaillierenden Durcharbeitung entsprechend überzeugende Bilder zu entwickeln.