loading
  • 07/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-302240)

Stadt-/ Gebietsplanung

Titel der Ausschreibung für Mitglieder sichtbar. Jetzt Mitglied werden.

  • Gewinner Zur Überarbeitung aufgefordert


    Architekten
    BRIEN • WESSELS • WERNING, Lübeck (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Andreas Werning

    Mitarbeit
    Lars Schwitlick

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: Meyer Steffens Architekten und Stadtplaner BDA, Lübeck, Lübeck (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Konzept stellt eine deutliche Weiterentwicklung dar, die Anregungen aus der
    Zwischenpräsentation wurden aufgenommen und weiterverfolgt.
    Die Platzausbildung an der St. Philippus Kirche ist positiv hervorzuheben. Die Verschwenkung der Straße ermöglicht eine Blickbeziehung aus Richtung Schlutup kommend auf die Kirche. Die angedachte Unterbringung von Einrichtungen wie Altenwohnen, Kita, Läden usw. unterstützen die Identitätsbildung im neuen Wohnquartier.
    Über den Quartiersplatz bleiben die Durchwegung und die Beziehung zur Tankstelle
    intakt. Die Anordnung der oberirdischen Stellplätze im inneren Bereich des Baublocks am
    Quartiersplatz ist zu überdenken.
    Die geplante Lage der Kita wird positiv gesehen, dadurch wird der Quartiersplatz belebt
    und der „Hol- und Bringe-Verkehr“ nicht ins Wohnquartier hineingezogen. Die geplanten Gebäude an der Schlutuper Straße reagieren angemessen auf die Lärmbelastung durch den Fahrverkehr, die Baukörper weisen einen ruhigen Innenhof auf.
    Die Empfehlungen bezüglich des Kittner-Geländes auf eine Wohnnutzung insbesondere
    im nördlichen Teilbereich zu verzichten, ist nachvollziehbar begründet worden, der Plangeber weist u.a. auf die Lärmbelastung (Straßen-, Sportlärm) und die städtebauliche
    Ausprägung (Lage und Grundstückszuschnitt) hin.
    Die aufgezeigte Verdichtung und damit Loslösung von der klassischen Einfamilienhausstruktur wird befürwortet. Die mittige grüne Achse ist ein gutes Instrument zur Identitätsstiftung im Quartier. Die grüne Achse ist gut in die Hofstruktur mit ihren Wegeverknüpfungen einbezogen und erlaubt ein Durchqueren ohne Unterbrechungen durch Fahrverkehr.
    Bezüglich der Nutzung als Retentionsfläche ist die unmittelbare Nähe zur Wohnbebauung zu überprüfen. Der Entwurf entspricht der modernen Form einer Gartenstadt.
    Der Entwurf lässt in seiner Flexibilität verschiedene Wohnformen und Wohnnutzungen
    zu. An der östlichen Erschließungsseite sind Neben- und Stellplatzanlagen sowie
    Gebäudeköpfe abwechselnd angeordnet, so dass die überdachten Stellplatzanlagen
    prägend auf das Straßenbild wirken. Gute Verzahnung der unterschiedlichen Gebäudetypen. Die Klärung der Zugehörigkeit der öffentlichen, gemeinschaftlichen und privaten Freiflächen im Innern der Höfe, ist bezüglich des Verkaufes (Realteilung) kompliziert, da Gemeinschaftseigentum gebildet werden müsste. Dies trifft insbesondere bezüglich der Mischung mit Geschosswohnungsbau zu. Die Baustruktur eröffnet die Möglichkeit der Bildung von Baugemeinschaften und der Aufteilung in unterschiedliche Bauabschnitte.
    Die Gestaltungsidee „gelber Klinker“ , Flachdächer sowie gestaltete Einfriedungen
    sollte mittels Festsetzungen im B-Plan und in einem Gestaltungsplan als Anlage zum
    Kaufvertrag geregelt werden. Gewollt ist eine Identitätsbildung durch einen einheitlichen
    Gebietscharakter. Das Zusammenfassen der Stellplätze in Gemeinschaftsanlagen sowie die Schaffung von zumutbaren Distanzen zum eigenen Stellplatz ist ein gewolltes städtebauliches Prinzip, welches der Stärkung der Nutzung von Car-Sharing-Angeboten, ÖPNV usw. dient. Hier hebt sich der städtebauliche Entwurf von klassischen Baugebieten bewusst ab.

    Der Entwurf [...] hebt sich aufgrund seiner Ausgewogenheit und der differenzierten Berücksichtigung vieler Aspekte von der Platzausbildung an der St Philippus Kirche
    über die variablen Bautypen bis hin zur landschaftlichen Einbindung deutlich hervor
    und bietet in seiner vielfältigen Durchmischung große Chancen. Die gemachten Gestaltungsvorschläge lassen auf eine Stadterweiterung hoffen, die dem Areal den gewünschten prägenden Charakter verleihen. Insgesamt ist die Ausbildung der südlichen Achse eine gute Reaktion auf die vorhandene Grünverbindung, lediglich eine Aufweitung der Zugänge sollte geprüft werden.