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  • DE-81667 München, DE-81667 München
  • 05/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-276718)

Generalsanierung Gasteig in München


  • ein 1. Preis Zur Überarbeitung aufgefordert

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    Brandschutzplaner
    Kersken + Kirchner GmbH, München (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Auer Weber, Stuttgart (DE), München (DE)
    Landschaftsarchitekten: grabner huber lipp landschaftsarchitekten und stadtplaner partnerschaft mbb, Freising (DE), Hamburg (DE)
    Akustikplaner, Bauphysiker: Müller-BBM GmbH, Planegg/München (DE), Berlin (DE), Dresden (DE), Frankfurt (DE), Gelsenkirchen (DE), Hamburg (DE), Karlsruhe (DE), Köln (DE), Nürnberg (DE), Reutlingen (DE), Stuttgart (DE), Weimar (DE)
    Tragwerksplaner: Mayr | Ludescher | Partner Beratende Ingenieure, München (DE), Stuttgart (DE)
    TGA-Fachplaner: Ingenieurbüro Hausladen GmbH, Kirchheim (DE), München (DE)
    TGA-Fachplaner: Raible + Partner GmbH & Co. KG - Planungsbüro für Elektro- und Kommunikationstechnik, Eningen u. A (DE), Ditzingen (DE), Wittenberg (DE), Unterschleißheim (DE), Frankfurt am Main (DE)
    sonstige Fachplaner: Kunkel Consulting International GmbH, Bürstadt (DE)
    Verkehrsplaner: PSLV Planungsgesellschaft Stadt-Land-Verkehr GmbH, München (DE)
    Lichtplaner: pfarré lighting design, München (DE)
    Designer: integral ruedi baur, Zürich (CH), Paris (FR)
    sonstige Fachplaner: Reisner & Frank GmbH, Ingenieure und Unternehmensberater, Gräfelfing (DE), Karlsruhe (DE)
    Modellbauer: Grüne Modellbau, Wolfratshausen (DE)
    Visualisierer: 3DWAY architectural graphics, München (DE)

    Preisgeld
    210.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit zeigt insgesamt eine eigenständige Idee und eine prägnante Ausformung
    der Institute durch eigene Baukörper, welche durch die Überhöhung der
    Philharmonie stark pointiert wird.
    Der Gasteig wird als „Stadt in der Stadt“ gedacht, wobei die einzelnen Häuser
    durch Foyerflächen umzogen werden.
    Die Institutsnutzungen sind klar und in sich schlüssig dargestellt.
    Die Erschließung erfolgt einerseits über eine großzügige Treppenanlage entlang
    der Straße ‚Am Gasteig‘ und andererseits über einen neu zu errichtenden
    S-Bahn-Ausgang an der Ostseite des Kulturinstituts. Die Treppenskulptur von
    Südwesten ist in ihrer Massivität eine dem Baukörpervolumen angemessene
    Geste. Auch der Platz entspricht in seiner Dimensionierung den Nutzungsanforderungen.
    Die Anlieferung erfolgt über einen Gebäudestich an der Ecke ‚Am Gasteig‘ und
    durchquert das Gebäude im 1. UG. Die Ausfahrt erfolgt über die Rosenheimer
    Straße. Die bestehende Fahrzeugrampe an der Kellerstraße für die Erschließung
    der Bücherbusse wird geschlossen. Stattdessen ist eine neue Erschließung
    für die Busse, ebenso wie die Erschließung der PKW- Tiefgarage über die
    Rosenheimer Straße geplant.

    Die symmetrische Saalaufteilung der Philharmonie lässt eine übersichtliche und
    gute Beziehung der Zuhörer untereinander zu, schafft zugleich auch eine gute
    und gerichtete Orientierung zur Bühne. Die Saaltiefe wird reduziert und dadurch
    die Abstände zu den hinteren Zuhörern verringert; die Ränge werden neustrukturiert.
    Entfallende Sitzplätze werden auf den seitlichen Rängen und Balkonen
    positioniert. Eine gute Akustik erscheint machbar. Der Saal ist ausreichend proportioniert.
    Die Foyers im Bereich der Philharmonie bieten eine attraktive Lösung,
    die Grundrisse wirken sehr aufgeräumt. An vielen Stellen werden
    Sitztreppen angeboten. Der Raum der Philharmonie erscheint als ansprechende
    Lösung.

    Die einzelnen Funktionen der Stadtbibliothek sind grundsätzlich schlüssig angeordnet,
    auch wenn die Jugendbibliothek im 1. UG nur über einen Lichtschacht
    belichtet wird. Der Carl-Amery-Saal befindet sich im 2. OG. Der Hauptzugang
    für die Stadtbibliothek über das EG wird positiv bewertet. Das Restaurant ‚gast‘
    wird an die Stelle der jetzigen Kinder- und Jugendbibliothek gesetzt. Die Integration
    der Kinderbetreuung in die Kinderbibliothek wird begrüßt.

    Die Räumlichkeiten der Volkshochschule sind im Nord-Osten in einem Baukörper
    angeordnet. Der neue Multifunktionssaal ist im EG angegliedert. Einzelne
    Räumlichkeiten sind ohne Tageslichtbezug.
    Problematisch wird die Trennung des Einschreibebereiches von der Eingangszone
    im EG gesehen.

    Auch die Hochschule für Musik und Theater ist in einem einzelnen Baukörper
    untergebracht. Die meisten Übezellen sind um einen Lichtschacht angeordnet,
    einige müssen ohne Tageslicht auskommen.

    Die Büroräume der Gasteig München GmbH sind auf dem Dach in einer neuen
    Ebene untergebracht. Die Kulturvermittlungsräume sind vereinzelt in mehreren
    Geschossen angesiedelt. Das Restaurant ‚a la carte‘ ist im Freisitzbereich nur
    über den Stehempfang erreichbar. Die Warenanlieferung hierzu erfolgt über
    den Personenaufzug. Vorverkaufs- und Abendkassenflächen wurden nicht berücksichtigt.

    Die Diskussion innerhalb des Preisgerichtes zeigt die Polarisationskraft des
    Entwurfes. So steht die klare Gliederung der Institute in einzelnen Baukörpern
    einer Sorge der Abgrenzung der einzelnen Nutzung zueinander gegenüber.

    Hierzu wird auch das Bild einer „Stadt in einer Stadt“ als unpassend erkannt.
    Eine Schwäche wird in der Umsetzung von gemeinsamen Flächenangeboten
    gesehen. Dies bedarf einer deutlichen Akzentuierung, auch in den Foyerflächen.
    Die Überhöhung des philharmonischen Baukörpers erscheint zu wuchtig an dieser
    Stelle. Die Höhenfestsetzung zur Kellerstraße im Bereich Bibliothek und
    Philharmonie sind deutlich überschritten. Die gelochte Blechfassade lässt keinen
    Bezug der dahinter liegenden Nutzung zur Stadt zu. Der eigentliche Wille,
    einen Ausblick auf die Stadt zu schaffen wird dadurch erschwert. Auch das Zusammenspiel
    der Lochbleche mit der bestehenden Ziegelfassade bleibt offen.
    Der Kostenrahmen wird nach Einschätzung der Vorprüfung deutlich überzogen.


INFO-BOX

Angelegt am 23.05.2018, 10:36
Zuletzt aktualisiert 23.05.2018, 14:51
Beitrags-ID 4-157160
Seitenaufrufe 7

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