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  • DE-22113 Oststeinbek
  • 05/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-278115)

Neubau einer vierzügigen Grundschule in Oststeinbek


  • 2. Preis

    Lageplan Dachaufsicht (Originalmaßstab 1:500), © 360grad+/GHP Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    GHP Landschaftsarchitekten, Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Nikolaus Gurr

    Mitarbeit
    Sandra Grüneberg, Stefanie Graze, Zaneta Ogrodowicz

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: 360grad+ architekten GmbH, Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Den Entwurf zeichnet in seiner Landschaftsarchitektur eine großzügige Freianlage im Süden des Gebäudes aus. Der Wall wird nach Südosten verlängert, so dass sich eine sinnfällige Anbindung an das Versorgungszentrum, die Turnhalle und den Hort ergibt.

    Die gleiche Großzügigkeit zeichnet das Schulgebäude aus. Alle Klassenräume liegen im Obergeschoss, was einerseits konzeptionell konsequent, andererseits aber nicht vollständig den Nutzerinteressen nach einer zumindest teilweise erdgeschossigen Anlage der Klassenräume entspricht.

    Schön und gleichzeitig funktional sinnvoll ist die dadurch mögliche Anordnung von Oberlichtern zur zweiseitigen Belichtung und Belüftung.

    Genauso sinnvoll sind die überdachten Außenbereiche im Erdgeschoss, die sich gut für die witterungsunabhängige Pausennutzung eignen. Die klare Zonierung der Funktionen innerhalb des Gebäudes führt zu einer Abfolge von öffentlichen über halböffentliche Bereiche, die am Ende zu den Klassenzimmern führen, die letztendlich die Heimat der Schüler darstellen. Diese räumliche Choreografie ist einer Grundschule mehr als angemessen, obwohl der radikale Ansatz und die Maßstäblichkeit des Gebäudes für eine Grundschule im Preisgericht kontrovers diskutiert werden.

    Der zunächst überdimensioniert erscheinende Zwischenraum im Obergeschoss entpuppt sich beim nähermn Hinsehen als eine geschickte räumliche Komposition, die durch die drei Themenhöfe und eingestellte Funktionskuben gegliedert wird. Die weiten Wege, die sich im Gebäude ergeben, sind aus Nutzersicht ungünstig.

    Die äußere Anmutung wirkt durch den schwebenden Charakter des Gebäudes einerseits sehr elegant, andererseits durch die verwendeten Holzstämme im Bereich der Laubengänge bodenständig, was ästhetisch reizvoll und eigenständig erscheint.

    Der durchschnittliche Anteil von Nutz- und Verkehrsflächen, sowie der leicht überdurchnittliche A/V-Faktor und BRI versprechen eine Wirtschaftlichkeit, die im mittleren Bereich angesiedelt ist.

    Insgesamt stellt der Entwurf einen wertvollen Wettbewerbsbeitrag dar, der Fach- wie Sachpreisrichter gleichermaßen fasziniert wie polarisiert.


INFO-BOX

Angelegt am 07.06.2018, 11:14
Zuletzt aktualisiert 08.06.2018, 17:48
Beitrags-ID 4-157789
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