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  • DE-16547 Birkenwerder, DE-16547 Birkenwerder
  • 06/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-290291)

Entwicklung der Ortsmitte Birkenwerder mit einem Bildungs- und Kulturcampus sowie weiteren soziokulturellen Angeboten


  • 3. Preis

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    Landschaftsarchitekten
    gruppe F Landschaftsarchitekten, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: Herwarth + Holz, Freischlad + Holz, Planung und Architektur, BDA, Berlin (DE), Darmstadt (DE)

    Preisgeld
    6.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die städtebauliche Gesamtkonzeption mit einer straßenbegleitenden Bebauung überzeugt, die sich weitgehend an der Maßstäblichkeit der vorhandenen Bebauung der Ortsmitte orientiert. Dies wird unterstrichen durch die Abfolge derjenigen Nutzungen, die die Ortsmitte qualifizieren. Der Entwurf setzt zur Stärkung der Ortsmitte auf eine verdichtete Baustruktur im Rathausumfeld. Allerdings erscheint die vorgeschlagene Massivität der neuen Bebauung im Rathausumfeld unangemessen und setzt das Rathaus in seiner Bedeutung für die Ortsmitte zurück.
    Positiv aufgenommen wird die moderate Verdichtung in der zweiten Reihe, die sich durch eine kleinteilige und sich zu den Grünbereichen öffnende Bebauung auszeichnet.
    Die herausragenden landschaftsräumlichen Qualitäten, der Brieseflusslauf, Mönchssee, Erlenbruch, werden überwiegend behutsam erschlossen. Lediglich die massive Überformung des Obermühlengrundstücks wird kritisch gesehen, da sie eine Zäsur des nördlichen und südlichen Bereichs des Brieseverlaufs darstellt, auch wenn die Achse ein interessanter Ansatz ist.
    Die Ergänzung des Schulcampus durch die konzentrierte Anordnung der schul- und bürgernahen Nutzungen zwischen Schule und Hauptstraße überzeugt. Dadurch erhält der Freiraum der Briese eine neue Wertigkeit. Sie geht sensibel auf Kubaturen / Giebelstellung der alten Schule ein. Durch die neue Bebauung gelingt es dem Entwurf, eine neue Blocksituation entstehen zu lassen. Bedauert wird jedoch, dass sich dieser Platz zur Feuerwehr und nicht zum Landschaftsraum öffnet.
    Bemängelt wird, dass durch die massive Bebauung der Grünzug entlang der Briese beeinträchtigt wird.
    Die Bebauung beiderseits des Alten Krugsteigs orientiert sich an den Vorgaben des Grünordnungsplans und kommt mit sparsamer Erschließung aus. Allerdings werden die Potentiale des Gesamtareals für eine weitere bauliche Arrondierung nicht ausreichend genutzt.
    Kritisch gesehen wird die teilweise Bebauung der Bürgerwiese im Bereich der B96, die nur schmale Durchblicke zu den großen Freiräumen zulässt. Die Anbindung an den Landschaftsraum ist nicht überzeugend gelöst.
    Die Weiterentwicklung des Bahnhofsquartiers zum 'Mobilityhub' ist eine interessante Idee die weiterentwickelt werden sollte.
    Positiv wird die Spiegelung des Bahnhofsgebäudes durch einen Gewerbebau auf der östlichen Gleisseite gesehen.
    Bedauert wird, dass der August-Bebel-Platz durch seine Umnutzung zu einer Buswendeschleife in seiner Nutzungsqualität eingeschränkt wird. Die Positionierung der Erschließung der Tiefgarage und der Park&Ride-Anlage wird kritisch betrachtet. Insgesamt stellt die Arbeit einen guten und konsistenten Diskussionsbeitrag zur Klärung der städtebaulichen Aufgabe in Birkenwerda dar.