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  • DE-72622 Nürtingen, DE-72622 Nürtingen
  • 06/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-281030)

Wohnbaugebiet Bergäcker in Nürtingen


  • 4. Preis

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    Stefan Fromm Landschaftsarchitekten, Dettenhausen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Hähnig + Gemmeke Freie Architekten BDA, Tübingen (DE)
    Stadtplaner: Kiderlen Architektur Städtebau, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    6.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf besticht durch sein robustes städtebauliches und freiraumplanerisches Konzept. Zum Stadtteil Lerchenberg wird eine grüne Fuge ausgebildet, die Weiterführung der angrenzenden Straßen über weitgehend auf Fuß- / Radwege reduzierte Verbindungen ermöglicht dennoch eine Verknüpfung. Die Körnung und Höhe der Bebauung ist angemessen und vermittelt zur bestehenden Bebauung im Osten. Mit ihrer typologischen Vielfalt bieten die Baufelder Möglichkeiten zur Bildung attraktiver Nachbarschaften. Insbesondere der Vorschlag einer verdichteten Form erdgebundenen Wohnens wird begrüßt. Der Ausbildung der Innenhöfe müsste große Aufmerksamkeit geschenkt werden, damit diese die angestrebte Vitalität erreichen. Der Entwurf zeigt, dass eine verdichtete Bauweise mit hoher Qualität in diesem Kontext möglich ist. Das Quartier wird durch eine offene Bebauung abgeschlossen. Dieser Abschluss durch Punkttypologien wird kritisch diskutiert, ebenso wie die Bebauung zum bestehenden Schulcampus.
    Die Erschließung erfolgt in einem netzartigen ausdifferenzierten System. Die Haupterschließung von der Südumgehung wird zur zentralen Quartiersachse. Die von den erforderlichen Versorgungsangeboten flankiert wird. Konsequenterweise ist hier die Führung des Busses wie auch die zentrale Parkierungsanlage angeboten. Den Auftakt bildet der Kindergarten mit vorgelagertem Platz. Im Norden abgeschlossen wird die Quartiersachse durch den zentralen Quartiersplatz, der durch eine angemessene Größe und gute Lage mit Anschluss an den umgebenden Landschaftsraum und Blickbeziehung auf die Stadt überzeugt. Die Jury kritisiert die Nutzung des Akazienwegs für den motorisierten Individualverkehr. Die notwendige Erschließung für den landwirtschaftlichen Verkehr ist gut gelöst. Die Unterbringung der Stellplätze in gemeinschaftliche Tiefgaragen wird begrüßt, die Lage von Besucherstellplätzen ausschließlich in der zentralen Parkierungsanlage wäre zu überprüfen.
    Der Entwurf bietet das Potenzial für eine Weiterentwicklung auf Basis des vorliegenden robusten qualitätsvollen Konzepts. Der gestalterischen Ausformulierung der Freiflächen und der Bebauung müsste im Weiteren große Aufmerksamkeit geschenkt werden damit die angestrebte eigene Identität des Quartiers entwickelt wird.