loading
  • DE-35390 Gießen, DE-35394 Gießen
  • 06/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-287264)

Neustrukturierung, Sanierung und Erweiterung der Gesamtschule Gießen-Ost


  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
    Anzeige


    TGA-Fachplaner
    innovaTec Energiesysteme GmbH, Ahnatal (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: foundation 5+ architekten landschaftsarchitekten, Kassel (DE)
    Tragwerksplaner: Karin Haberstroh Ingenieurbüro für Bauwesen, Kassel (DE)

    Preisgeld
    9.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Verfasser schlägt als Gebäudestruktur ein Cluster aus 6 Einzelgebäuden vor. Hierfür wurde das nördliche Bestandsgebäude mit zwei großzügigen Einschnitten in drei einzelne Gebäude unterteilt. Die Positionierung der südlichen Gebäude fügt sich gut in den vorhandenen Grundstückszuschnitt ein. Der südwestliche Neubau ragt aufgrund seiner 4-Geschossigkeit etwas störend aus dem Ensemble heraus.

    Die Einzelgebäude umschließen eine zentrale Halle, über die von dem Eingangshof folgerichtig über die erste Gebäudefuge erschlossen wird. Alle Gebäude sind einzeln erschlossen und funktionieren autark. Zusätzlich verbinden Stege, die die Halle überspannen, die einzelnen Gebäude miteinander. Dadurch werden auch horizontale Verbindungen in den Obergeschossen möglich. Die in unterschiedlichen Winkeln bewusst spielerische Anordnung der Brücken durch den Luftraum ist dabei teilweise eher graphisch als funktional.

    Im EG sind vor allem die besonderen Funktionsräume untergebracht, während die Lernlandschaften in den Obergeschossen organisiert sind. Als ungünstig wird der weite Weg zwischen dem Musik- und dem Aula- bzw. Bühnenbereich bewertet.
    Der Bestands-Südtrakt (Naturwissenschaften) bleibt weitgehend erhalten. Daneben soll ein Verwaltungsneubau entstehen, der jedoch aufgrund seiner dezentralen Lage als nicht ideal angesehen wird.

    Zwischen den Gebäuden entsteht eine mit Glas überdachte Pausenhalle als neues Zentrum der Schule. Die Hallenfläche lässt vielfältige Bespielungen zu. Dies wird positiv bewertet.
    Es wird jedoch als nachteilig empfunden, dass bis zum Erreichen dieses Zustandes die Gebäude mehr oder weniger isoliert nebeneinanderstehen. Auch die Größe des Glasdaches wirft Fragen für einen wirtschaftlichen Unterhalt auf. Ebenfalls kritisch wird die Belichtungs- und Belüftungsmöglichkeit von den an die Halle grenzenden Räume gesehen.

    Die Platzierung von Sanitärboxen auf den Freiflächen der Lernlandschaften wird unter pädagogischen Gesichtspunkten kritisch gesehen: der Raumzusammenhang wird unterbrochen und die Sichtbeziehung ist gestört.
    Die Konstruktionsweise und der Fassadenaufbau lässt eine gute Wirtschaftlichkeit erwarten.

    Fazit:
    Bei dem vorgelegten Vorschlag handelt es sich um einen insgesamt interessanten Beitrag zur gestellten Aufgabe des Wettbewerbs.


Anzeige