loading
  • DE-48268 Greven, DE-55120 Mainz
  • 06/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-305464)

Stadtquartier Zollhafen Mainz Wohngebäude mit Kindertagesstätte Rheinallee IV


  • 2. Preis

    Lageplan, © lad+ Landschaftsarchitektur diekmann / Fischer Architekten

    Landschaftsarchitekten
    lad+ landschaftsarchitektur diekmann, Hannover (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Martin Diekmann

    Mitarbeit
    Maren Leyendecker, Leonie Wiemer

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Stadtplaner: Fischer Architekten, Mannheim (DE), Köln (DE), Berlin (DE), Dubai (AE)

    Preisgeld
    12.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die markante plastische Gliederung des Gebäudes entlang der Rheinallee, die im engen Rahmen der baurechtlichen Vorgaben dennoch umsetzungsfähig erscheint, wird durch die Jury ausgesprochen positiv gewürdigt. Diese Gliederung gelingt insbesondere durch das Vorspringen der luftumspülten Gänge der Sicherheitstreppenräume vor die Fassaden an der Rheinallee als untergeordnete Bauteile sowie durch geschickt platzierte Rücksprünge im obersten Geschoss, die in ihrer Länge und Tiefe ebenso als untergeordnete Bauteile angesehen werden können. Dadurch entsteht eine Gliederung des Volumens in fünf einzelne »Häuser«, die als städtebaulich wohltuend empfunden wird. Zugleich entspricht diese Gliederung auch der dahinterliegenden Gebäudestruktur und den zugeordneten Hauseingängen. Dadurch wird auch eine sehr gute Adressbildung erzielt. Die hafenseitige Gliederung und Gestaltung der Baukörper wird hingegen als eher zu schwach differenziert empfunden und müsste verstärkt werden. Das Konzept setzt (mit Ausnahme des Punkthauses) vollständig auf außen liegende Sicherheitstreppenräume und verzichtet auf die Anlage von Laubengängen.
    Die Kindertagesstätte wird erdgeschossig um den nördlichen Innenhof vorgeschlagen; der Eingang an der dortigen Stichstraße sinnvoll platziert. Die Gliederung des Sockelgeschosses wird insgesamt als zu einförmig kritisiert; weder die Kindertagesstätte noch das Vermietungsbüro im EG sind in ihrer Besonderheit ablesbar. Die in großem Umfang im südlichen Bereich EG vorgeschlagenen Abstellräume werden als Nutzung dort kritisch gesehen.
    Die vorgeschlagenen Wohnungen erscheinen in ihrer Struktur überarbeitungsbedürftig: So weisen die Studentenwohnungen deutlich zu große gemeinschaftliche Bereich auf. Diese müssten an die Anforderungen des Auslobers angepasst werden, ebenso wie die Gebäudestruktur auf die angestrebte Schottenbauweise. Beides erscheint grundsätzlich möglich. Auch die nach Nordwesten orientierten Loggien im mittleren Querriegel sollten noch einmal überdacht werden. Die Kennwerte sowie die gewählten Gestaltungsmittel lassen ein grundsätzlich wirtschaftliches Gebäudekonzept erwarten. Abschließend wird der Entwurf durch seine hohe Plastizität und markante Gliederung zur Rheinallee als besonders positiver Beitrag gewertet, der in Bezug auf die Wohntypologien jedoch in Bezug auf die Anforderungen des Auslobers noch optimiert werden müsste.