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  • 1. Preis

    © gernot schulz : architektur GmbH

    Architekten
    gernot schulz : architektur GmbH, Köln (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Prof. Gernot Schulz , André Zweering

    Mitarbeit
    Johanna Köck

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: urbanegestalt, Köln (DE)

    Preisgeld
    55.000 EUR

    Erläuterungstext
    Ordnung im Spielerischen – Einfachheit in der Komplexität
    Die Schule als Dorfgemeinschaft

    Der räumlichen Komplexität einer Schule für 1700 Schülerinnen und Schüler sowie 200 Lehrerinnen und Lehrer wird mit einer möglichst einfachen Grundstruktur für die neue Schule begegnet. Das einfache Auffinden aller Orte auf möglichst kurzen und einfachen Wegen und der Kontakt mit der Offenheit, Luftigkeit und Vielfalt des umgebenden Landschaftsraums soll das Schulleben im neuen Haus prägen.

    Wie in einem Dorf ist es nicht Ziel, auf allen Wegen allen „Dorfbewohnern“ täglich zu begegnen. Auf die Typologie einer großen inneren Halle wurde daher bewusst verzichtet. Um sich in einer Schule der vorgegebenen Größe heimisch zu fühlen werden es eher die kleinen Gemeinschaften sein, die Gassen, Wege und Plätze, die man bewusst aufsucht, um in Kommunikation mit Anderen zu treten.

    Ein ringförmiger Schulboulevard bindet alle Funktionen zusammen und bildet gemeinsam mit dem Foyer und der Aula das „Herz der Schule“. Dieser Boulevard ist als „Wegraum“ angelegt, indem er vielfältige Nutzungen ermöglicht: Arbeitsnischen, Gruppentische, Präsentationsflächen auf Wänden und in Vitrinen, Treffpunkte und Rückzugsbereiche. In den ringförmigen Boulevard eingeschrieben liegt der Eingang über einen großen Eingangshof, um dem allmorgendlichen Ankommen der Schulgemeinschaft Raum und Atmosphäre zu geben. Über den Eingangshof ist auch der Schulhof direkt zugänglich (oder zu diesem verschließbar), ebenso wie die Sporthallen und die Mensa von hier aus direkt erreichbar sind.

    Die Organisation des Raumprogramms ist denkbar einfach umgesetzt und somit einer schnellen Orientierung im Haus förderlich:
    - Alle Sonder- und Gemeinschaftsflächen befinden sich im Erdgeschoss und sind vom ringförmigen Boulevard aus direkt zu erreichen. Der Rhythmus der Klassenhäuser und Höfe vereinfacht die Orientierung und das Auffinden von Bereichen. Verglaste Flurwände des Bibliotheks-/Ganztagsbereichs stellen Sichtverbindungen zum Schulhof her.
    - Die Jahrgänge sind zu – vom Lärm und den Bewegungen anderer Bereiche der Schule abgeschirmten – Clustern zusammengefasst. Sichtverbindungen aus den Klassenräumen zu den Flurzonen und Differenzierungsbereichen innerhalb des Clusters sind angelegt.
    - Die Jahrgangsstufencluster der Sek I befinden sich in den Klassenhäusern 1-3 im 1. und 2. Obergeschoss. Hierbei bilden die 5./6., 7./8. und 9./10. Jahrgangsstufen jeweils räumliche Einheiten. Schrittweise erfolgt somit der Übergang aus dem Klassenraum, in das Cluster des Jahrgangs, das „Haus“ der Jahrgangsstufe und die Gemeinschaftsbereiche.
    - Das Klassenhaus der Sek II bildet im Klassenhaus 4 eine eigene räumliche Einheit.

    Auf die Erfüllung der gewünschten Synergien und räumlichen Nähen wurde geachtet.
    - Foyer und Aula können zusammengeschaltet werden und funktionieren aufgrund der hier angeordneten WC-Einheit auch abgetrennt vom sonstigen Schulgebäude, z.B. bei Abendveranstaltungen.
    - Verwaltungs- und Beratungsräume befinden sich direkt am Eingangshof, sind somit gut zu erreichen und diskret aufsuchbar.
    - Die Fachunterrichtsräume sind auf einer Ebene im EG angeordnet. Von den Hausanschlussräumen in der Nähe sind es kurze Wege zu den Fachräumen.
    - Der Musikbereich ist in direkter Beziehung zur Aula positioniert, zwei Musikräume können mit der Aula zusätzlich zusammengeschaltet werden.
    - Bibliothek, Berufsinformationszentrum und Ganztagsbereich sind in direkter Nähe zum Eingang und erdgeschossig mit Schulhofbezug angeordnet.

    Weitere funktionale Synergien sind angelegt:
    - Das Raumkontinuum aus Eingangshof, Foyer und Aula kann abgetrennt von allen anderen Funktionen genutzt werden (Bsp. Musikabende, Elterninformationsabende, Abiturverabschiedungen, Podiumsdiskussionen etc.)
    - Die Mensa legt sich als Spange zwischen das Foyer der Sporthallen und den Pausenhof, ist somit sowohl separat nutzbar (und verpachtbar) als auch im Verbund mit der Sporthalle (Sport- und Schulfeste, Tag der offenen Tür o.ä.) zu öffnen. Die Anordnung der Küche im Süden ermöglicht die für den Schulbetrieb störungsfreie Anlieferung und Entsorgung von der Straße „An der neuen Bult“. Ein Hof zur auch optischen Trennung der Themen Anlieferung und Müll ist angelegt.
    - Die Dachfläche des Boulevards wird zum erweiterten Schulhof, so dass der Weg aus den Klassen-Clustern auf direktem Weg auf die Schulhoffläche führt.
    - Kunst- und Musikbereich verfügen über eigene Hofflächen, was zusätzlich Freiraumaktivitäten und –projekte ermöglicht.
    - Die „short-cut“-Verbindungen der Klassenhäuser im Norden dienen dem kurzen Weg der Lehrkräfte von Klassenhaus zu Klassenhaus, haben aber ebenso die Funktion des zweiten Fluchtwegs aus den Clustern und können – falls notwendig – mit einer Prallscheibenverglasung, die schallabweisend aber dennoch luftdurchlässig ist, nach Norden vor evtl. Lärm schützen.
    - Bewusst soll im Bibliotheks-/Ganztagsbereich für die Zeit außerhalb des Klassenverbands eine offenere räumliche Atmosphäre im Vergleich zu den Klassenraum-Clustern erzeugt werden und enger Außenraumbezug das Verlagern von Aktivitäten ins Freie ermöglicht werden. Hier lädt die große Freitreppe, die oberes und unteres Schulhofniveau verbindet zum „Bespielen“ oder auch einfach nur zum Aufhalten/Treffen/Lesen ein.


    Den besonderen städtebaulichen Rahmenbedingungen aus den Aspekten des Natur- und Klimaschutzes, als auch des Lärmschutzes nach Norden und Westen wird wie folgt begegnet:
    - Es werden ab dem 1.OG nur Einzelbaukörper entwickelt, um eine hohe Luft- und Winddurchlässigkeit zu erreichen.
    - Die Gebäudehöhen werden auf max. drei Vollgeschosse begrenzt.
    - Die Sporthallen bilden nach Westen einen Lärmpuffer, bilden aber gleichzeitig das Schulleben über großzügige Verglasungen zur Theodor-Heuss-Straße ab.
    - Die Klassenräume des 1. Clusters, die zur Theodor-Heuss-Straße orientiert sind und die nach Norden ausgerichteten Räume erhalten falls aufgrund des Schallschutznachweises notwendig eine Lüftungsanlage und zusätzlich optional eine Prallscheibenverglasung.
    - Der diagonal verlaufende Bestands-Gehölzstreifen in Schulhofmitte wird auf seine großen Einzelbäume reduziert und impulsgebend mit Baum-Neupflanzungen Richtung Norden ergänzt, so dass für den nördlichen Schulhofbereich insgesamt eine parkähnliche Freifläche entsteht. Der südliche Grundstücksbereich nimmt die Sportflächen auf. Es wird vorgeschlagen, den Sportplatzgröße auf 100 x 50 m zu reduzieren, um die großen Einzelbäume des diagonalen Bestands-Gehölzstreifen in Schulhofmitte erhalten zu können.

    Folgende Nachhaltigkeitskriterien wurden im Entwurf angelegt:

    Hoher Holzanteil in Rohbau, Fassade und Ausbau

    Holz als nachwachsender und regional gewinnbarer Baustoff hat gegenüber Beton, Mauerwerk, Gipskarton und Metall einen wesentlich geringeren Energieaufwand in Gewinnung und Einbau und ist nach Ablauf der Lebensdauer des Hauses erneut ohne erheblichen Energieaufwand wieder verwertbar. Ein hoher Holzanteil beim Bau eines Hauses hat erheblichen Einfluss auf eine positive GWP- (Global Warming Potential – Treibhauspotential) Ökobilanz des Hauses. Die Schule als „dritter Pädagoge“ wird somit Anschauungsbeispiel für alle Nachhaltigkeitsaspekte des Unterrichts.
    Der Rohbau wird in Holz-Beton-Hybridbauweise erstellt. Erschließungskerne, Stützen und Gründung werden in Ortbeton konstruiert, sämtliche Decken in Holz-Beton-Verbundbauweise. In den Klassen- und Fachraumbereichen kommen Fertigteile aus Brettstapelplatten und Aufbeton (so genannte Elementdecken) zur Anwendung. In den Großräumen (Sporthallen, Mensa und Aula) werden ebenfalls Holz-Beton-Elementdecken auf Holzbalkenlagen verbaut.
    Sämtliche Fassaden werden als Holz-Rahmenbauelemente geplant. Diese sind teil-vorgefertigt und hochdämmend. Die Holzverkleidung der Fassaden werden vor Ort – nach allen Abdichtungsmaßnahmen – erstellt. Somit sind diese z.B. auch bei späteren Ausbesserungsmaßnahmen einfach und lokal eingegrenzt einfach und kostengünstig zu ersetzen. Sämtliche Fassadenhölzer bleiben chemisch unbehandelt.
    Neben dem Aspekt der Nachhaltigkeit wird die Raumatmosphäre durch die Holzoberflächen der Deckenansichten und Fassaden und dem von den Holzoberflächen ausströmenden Geruch und Einfärbung des reflektierenden Tageslichts positiv beeinflusst.

    Nicht zuletzt verkürzt der hohe Anteil an Vorfertigung der Deckensysteme und Fassaden sowie der Verzicht auf Gerüststandzeiten für die Decken (Brettstapelplatten der Elementdecken wirken als Zugbewehrung UND verlorene Schalung) die Bauzeit des Projekts.

    Falls in den Kosten für das Projekt abbildbar wird angestrebt Dämmstoffe aus ökologischem Material (z.B. Zellulose) zu verwenden. Fußböden sind als Holzpflasterbelag und Linoleum angedacht und somit ebenfalls aus Materialien geplant, die nach Ablauf der Nutzzeiten dem Naturkreislauf rückführbar sind.

    Da nahezu alle Nutzräume über die Fassaden entfluchtbar sind und die Cluster sowohl zwei bauliche Fluchtwege haben, als auch in Einheiten kleiner als 400qm teilbar sind, wird seitens des vorbeugenden Brandschutzes angestrebt, alle Flurwände ohne Brandschutzklassifizierung erstellen zu können. Auch hier können somit einfache Holz-Ständerwerke zum Einsatz kommen.


    Energieversorgung mit hohem Grad an erneuerbaren Energien:

    Die Energieversorgung der neuen Schule soll aus einem System aus geothermischer Wärme- und (bei Bedarf) Kälteversorgung und einer PV-gestützten Stromversorgung sicher gestellt werden.
    Die Bodensonden werden im Bereich des Schulhofs eingebracht. Die PV-Anlage auf dem Dach des Sporthallengebäudes. Ein Teil der Solarpaneele wird als solarthermische Anlage zur Erzeugung des Warmwassers für die Duschen genutzt. Es wird ein PV-Ertrag von 100% zur Abdeckung des Stromverbrauchs der Schule angestrebt.
    Die natürliche Lüftung sämtlicher fassadengebundener Räume wird angestrebt. Dort wo aus Lärmschutzgründen oder Nutzungsintensität erforderlich, kommen kontrollierte Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung und dezentralen Lüftungszentralen auf den Dächern zum Einsatz.
    Sämtliche Dächer erhalten einen wasserspeichernden Substrataufbau, so dass Regenmengen vor Abführung in die Leitungen „eingelagert“ werden und deren Verdunstungskühle für das Mikroklima genutzt wird.
    In die Brüstungen der obergeschossigen Laubengänge vor den Klassenräumen sind Bepflanzungskästen integriert, die von den Schülerinnen und Schülern gepflegt werden und sich ebenfalls positiv auf das Mikroklima und die Atmosphäre der Räume auswirken.

    Sämtliche Glasflächen erhalten zusätzlich zu den Dachüberständen einen außenliegenden Sonnenschutz aus Aluminium-Horizontallamellen, die gleichzeitig Lichtlenkfunktion übernehmen.


    Geringe Betriebskosten

    Der hohe Anteil an erneuerbaren Energien sichert geringe Energiekosten für den Schulneubau. Da alle Glasflächen der Fassaden ebenerdig zugänglich sind, können diese kostengünstig gereinigt werden. Reparaturen an den Holzfassaden sind immer punktuell möglich. Mittels effektivem konstruktivem Holzschutz (grosse Bereiche der Holzfassaden sind z.B. durch Dachüberstände vor direkter Bewitterung geschützt, in erdnahen Bereichen wird der Spritzbereich als „Opferholz“ ausgeführt) wird eine lange Lebensdauer der Holzfassaden angestrebt.

    Freiraumkonzept
    Die Freiräume des Gymnasiums finden auf zwei Ebenen statt, der große Schulhof liegt eingebettet in die umliegende Stadtlandschaft, zusätzlich bietet ein Dachgarten auf +1 neue ortsspezifische Qualitäten.Der Dachgarten verläuft südlich und zwischen den Klassen-Häusern im 1. Obergeschoss. Er ist einerseits ein Bewegungsraum, andererseits wirklich ein Garten. Mehr als die Hälfte der Fläche ist intensiv begrünt, Wiesenbereiche liegen leicht erhöht, intensive Bepflanzungen sind mit holzverkleideten Trögen auf ein Brüstungsniveau angehoben. Um den Charakter des Dachgartens unmissverständlich lesbar zu machen, werden die Bewegungsflächen mit Kunstrasen ausgelegt, es ist also sehr grün dort.
    In unmittelbarer Nähe der Klassen-Häuser bieten sich so unter offenem Himmel zwei Gärten und drei Gartenkabinette an, die jeweils gerahmt durch Pflanzungen aus einigen Meter hochwachsenden Gehölzen wie Eisenbaum, Stauden und Gräsern sind. Sie dienen als grüne Klassenzimmer, Sonderzonen für AGs und Lerngruppen, sowie als Freistundenorte. Die Innen- und Lichthöfe des Sockelgeschosses sind vom Dachgarten wie Beetflächen erlebbar.
    Eine großzügige Freitreppe verbindet den Dachgarten mit dem Schulhof, der im Norden und Westen durch Gebäude gefasst, sich nach Süden und Osten orientiert. Der Eingangshof ist durch einen breiten Durchgang mit dem Schulhof zusammengeschlossen, durchgängig erlebbar und gestaltet. Eine große Bewegungszone aus Asphalt mit eingelegten Steinbändern wird von polymorphen Inseln durchbrochen. Die Inseln sind jeweils mit Baumhain, Weidenhalle und Lindenpavillon bestückt, baubotanische Objekte, die neben dem praktischen Nutzen, Lehr- und Experimentierflächen für die Schüler darstellen. Die Anordnung der Inseln erlaubt zudem einer Vielzahl an Gruppen den Aufenthalt.
    Der Schulhof wird über eine gewellte Grenzlinie in zwei Bereich geteilt. Der oben beschriebene harte Schulhof grenzt an die Bauwerke an, ein weicher Schulhof nimmt Sport- und Aufenthaltsfunktionen auf. Neben den geforderten Sportfeldern finden in diesem weichen Schulhof Flächen für weitere Sportarten und unbestimmte Zonen Platz.
    Der Grenzbereich zwischen den zwei Flächen wird gestalterisch hervorgehoben, indem hier Mobiliar und kleinteilige Spielangebote an einer über 100m langen Linie aufgereiht werden, diese Anordnung erlaubt Vielfalt, Redundanz und Übersicht.
    Während die Vegetation des Dachgartens von fremdländischen Gehölzen und Gräsern bestimmt ist und die Inseln mit baubotanischen Objekten eine stark überformte Natur anbieten, wird im weichen Schulhof die vorhandene Stadtlandschaft fortgeschrieben. Aufgeastete Linden, wassergebundene Flächen und Rasenstücke erzeugen einen vielfältig nutzbaren, schattenreichen Ort.
    Die hervorragenden Qualitäten des Ortes, nämlich die angrenzende Rennbahn und das Regenbecken sind mit ähnlichen einfachen landschaftlichen Mitteln ausgestattet, der Schulhof geht so nahtlos in dieser Stadtlandschaft auf.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Leitidee: „Die Schule als Dorfgemeinschaft“ ist die Leitidee, auf der die Verfasser die gesamte Grundstruktur ihres Konzeptes aufbauen. Inhaltlich geht es um die Gemeinschaft in der Schule, Kommunikation auf dem gesamten Campus, das Leben in kleinen Gruppen, die sich in verschiedenen räumlichen Figurationen und Atmosphären treffen.

    Städtebau: Ein ringförmiger Schulboulevard verbindet den Eingangshof mit dem eingeschossigen Sockelgeschoss und dem zweigeschossigen Mensa-Sportbereich und führt zugleich einen großzügigen Eingangsbereich, in dessen Achse sich das zentrale Foyer mit der erweiterbaren Aula befindet. Sämtliche Sonder- und Verwaltungsflächen sind im Erdgeschoss vorgesehen. Südlich vom Eingangshof führen die Eingänge in den Sportbereich und in die Mensa am Schulhof.

    Kritisch hinterfragt wird die Erschließung der Schule von Norden, die Adressbildung zur Bushaltestelle müsste weiter ausgebildet werden. Mit einer weiteren städtebaulichen Setzung entwickeln sich vier zweigeschossige Lerncluster oberhalb des Sockelgeschosses entlang der nördlichen Grundstücksgrenze; dazwischen angeordnete Höfe werden mit Jahreszeitenthema belegt. Auf dem Dach des Sockels wird der Schulhof erweitert – zu der gradlinigen Architektur stehen die frei formulierten Außenflächen im Kontrast; das Wechselspiel der Formen bildet eine Spannung. Spielfläche und Tartanbahn sind im Süden angeordnet.

    Architektur: Die Metapher des Dorfes mit Gassen, Plätzen und Wegen spiegelt sich in der Grundriss- Organisation wieder – für das pädagogische Konzept lässt dies verschiedenste Möglichkeiten zu und fordert die Schulgemeinschaft heraus über mögliche neue Lernformen nachzudenken.

    Die Clustergrundrisse in den Jahrgangsstufen sind über Laubengänge miteinander verbunden – diese müssten zu den Klassenräumen zugehörig parzelliert werden. Die innere Organisation zeigt geschicktes Umgehen von Bewegungs- zu Nutzfläche und spielt mit dem Thema: Ausblicke, Durchblicke, Einblicke. Das Erschließungssystem ist gut organisiert– sämtliche wichtigen Fachbereiche und Räume sind gut auffindbar, die Raumzuschnitte sind gut proportioniert.

    In der Fassade spiegelt sich das Leitbild wieder; Holz, Beton und Metall umschreiben die Materialität des Gebäudes. Zusätzlich wird im Bereich der Loggia mit Streckmetall innerhalbder Brüstungsbereiche gearbeitet und mit den Blumenkästen eine moderne „Raffe Attitüde“erzählt.

    Im Innenraum arbeiten die Verfasser mit Holzoberflächen an den Decken um eine behaglicheAtmosphäre herzustellen.Energie: Die Energieversorgung der Schule soll weitgehend mit regenerativen Energien erreicht werden.

    Insgesamt stellt die Arbeit einen wertvollen Betrag dar, der Schule innovativ in der Konzeptionbeschreibt und Möglichkeiten für die „zukünftige Schule“ aufzeigt. Dieses spiegelt sich in Ausformulierung und Anmutung der Architektur wieder.