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  • DE-42109 Wuppertal, DE-42103 Wuppertal
  • 06/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-306386)

Neugestaltung Wuppertal Döppersberg - Teilgebiet „Wupperpark“


  • 3. Preis

    © rendertaxi GmbH / ACMS Architekten GmbH

    Architekten
    Architektur Contor Müller Schlüter, ACMS Architekten GmbH, Wuppertal (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: KRAFT.RAUM., Krefeld (DE), Düsseldorf (DE)

    Preisgeld
    2.500 EUR

    Erläuterungstext
    ACMS Architekten gewinnen gemeinsam mit KRAFT.RAUM. Landschaftsarchitekten den dritten Preis im Wettbewerb Wupperpark. Das Teilgebiet Wupperpark ist der letzte Projektbaustein der Gesamtmaßnahme Neugestaltung Döppersberg in Wuppertal. Ziel der Baumaßnahme ist die städtebauliche und funktionale Aufwertung des gesamten Bahnhofsumfeldes. Die auf der Fläche des Wupperparks vorgesehenen Gebäude sollen sich in Bezug auf ihre Architektur in das Gesamtprojekt Döppersberg einfügen.

    Wuppertal hat sich der besonderen Topographie folgend aus verdichteten Siedlungsstrukturen entlang der Wupper entwickelt. Die daraus resultierenden Überlagerungen und Brüche sind nicht nur situationsbedingt sondern zeichnen vielerorts auch besondere Stadträume aus. Sie sind prägend für das Stadtbild. Auf eine solche Weise reagiert der Entwurf auf die Vorgaben der Auslobung und den Ort. Auf einer Stadtfläche von 2.200 m² sollen zusätzlich zum Wupperpark Bauwerke mit einer Bruttogrundfläche von insgesamt ca. 3.200 m² für den Kulturbunker, den Info-Pavillon mit Café, sowie das Café Cosa mit Außenflächen organisiert werden. Dies ist nur möglich, wenn die unterschiedlichen Funktionsbereiche in der Stadtlandschaft dreidimensional strukturiert werden.

    Der unterirdische Bunker erhält Erweiterungen. Neben den Versorgungs- und Erschließungsbauwerken werden auch die beiden neu zu errichtenden Pavillons wie eine Ergänzung der im Wupperufer eingelassenen Bauwerke entworfen. Sie schieben sich punktuell in die oberirdische Parklandschaft und lassen so Verfaltungen und Brüche entstehen. Über diese Öffnungen werden Sicht- und Wegebeziehungen zwischen der Landschaft und den Bauwerken hergestellt. Es entsteht eine besondere Beziehung zwischen Innen und Außen. Abends leuchten die eingelassenen Bauwerke. Die verborgenen Räume strahlen in den Stadtraum. Es wird empfohlen über die ehemaligen Bunkerzugänge zum Wupperufer ebenfalls Lichtsignale in den Wupperraum zu senden. Die unterirdische Lokation pulsiert so in das Zentrum. An dieser Stelle soll sich die Wupperlandschaft nicht in die Dunkelheit der Nacht verabschieden.

    Über die so entstandenen zerklüfteten Bauwerke schmiegt sich der Wupperpark wie ein aufgelegtes begrüntes Gewand. Auf diese Weise entstehen im Park gewölbte beziehungsweise gefaltete Flächen, die den Bürgern unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten bieten. Erhöhte Beete bieten Sitz- und Liegebereiche. Teilweise begehbare Dachflächen werden zu Aussichtsplateaus. An einigen Stellen entstehen
    an den Verfaltungskanten Einschnitte, über die die „verhüllten“ Bauwerke in Interaktion mit der oberirdischen Stadtlandschaft treten können. Das Verknüpfen beziehungsweise Verschmelzen von Parklandschaft und „verhüllten“ Nutzflächen schafft eine besondere Symbiose von zwei Funktionsebenen, welche zwar nur in gestapelter Weise organisiert werden können, jedoch nicht getrennt voneinander erlebbar gemacht werden sollen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.