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  • DE-49716 Meppen, DE-49751 Sögel
  • 06/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-283470)

Neubau eines Besucherzentrums auf Schloss Clemenswerth in Sögel


  • Engere Wahl

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    Landschaftsarchitekten
    Schüller Landschaftsarchitekten, München (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Ritter Jockisch Architektur Innenarchitektur, München (DE)
    sonstige Fachplaner: Prof. Feix Ingenieure GmbH, München (DE)
    sonstige Fachplaner: Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart (DE), München (DE), New York, NY (US), Paris (FR)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Entwurfs-Verfasserin beschreibt ihr Gebäude als Filter zwischen der Außenwelt und dem kontemplativen Freibereich der Schlossanlage.

    Die Besucher, die die Anlage mit PKW und Bussen erreichen, gelangen von der Werlter Strasse auf eine große PKW- und Bus-Stellplatzanlage. Diese ist sehr funktional angelegt, dem Ort und der Aufgabe aber leider wenig angemessen gestaltet. Die unmittelbare Nähe der Stellplätze zum Baukörper und daraus resultierend die hohe Präsenz der Fahrzeuge zu dem Gebäude, stellen einen Schwachpunkt der Arbeit dar.

    Die grundsätzliche Positionierung des Baukörpers an der Allee, wird durch die Jury positiv bewertet. Die Lage im Detail, also das Eindringen in die Linie der Seiten-Allee und damit das Verstellen dieser Blickachse, wird kontrovers diskutiert.

    Die Nutzung des Alleeraumes für Aktivitäten stellt einen guten Vorschlag dar. Hier sieht die Jury aber eher temporäre Veranstaltungen, als die dauerhafte Okkupierung des Raumes mit Sonnenschirmen, wie es der Lageplan vermuten lässt.

    Überzeugend ist die Organisation der Grundrisse, mit der offenen Eingangshalle mit dem Kassenbereich, dem Museumsshop, dem Café und dem Versammlungsraum. Hier entsteht ein vielversprechender und lebendiger öffentlicher Bereich. Ein überdeckter Gang umschließt das Gebäude und lädt zum Verweilen ein. In Teilen ist dieser Bereich durch eine selbsttragende gelochte Filterwand aus gebrannten hellem Ziegel umschlossen. Die Jury würdigt diese Materialwahl und Übersetzung in die heutige Zeit, auch wenn sich dieser „Lichtfilter“ in Bezug zu den inneren Funktionen und angedeuteten Blickbeziehungen nicht in Gänze erschließt. Auch die dargestellte Qualität des Übergangs des Filterbereichs zur geschlossenen Attika kann noch nicht vollständig überzeugen.

    Die Arbeit stellt einen, in Bezug zu seinen Flächenkennwerten, wirtschaftlichen Beitrag dar. Für die vorgeschlagene Ziegelfassade als Lichtfilter und zweite Fassadenschicht ist sicherlich mit einem erhöhten Aufwand zu rechnen.

    Die Arbeit überzeugt vor allem durch ihre gute innere Organisation und hohe Raumqualität. Die Einfügung in den Kontext stellt einen interessanten Beitrag dar, die Qualität der dargestellten Freianlagen kann leider nicht in gleicher Weise überzeugen.


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