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  • DE Köln
  • 12/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-8742)

:rhein - Wohnen am Strom


  • 1. Preis Langeler Damm

    Lageplan

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    Architekten
    Peter Böhm Architekten, Köln (DE)

    Mitarbeit
    Andreas Statz Maike Malinka

    Erläuterungstext
    Städtebau und Gebäudetypen

    Der reizvoll und prägnant im Ortsbild hervortretende Bautyp des landwirtschaftlichen Hofes wird aufgegriffen und in moderner Form neu interpretiert.

    Ein winkelförmiger, 2 – 3 geschossiger Bau mit gegenüberliegendem Punkthaus und Umfassungsmauer bilden den neuen Hof, welcher sich zum Rhein hinwendet. Sein öffentlicher Innenhof bereichert als kleine Piazza das räumliche Gefüge des Ortes. Sehr schön wäre es, wenn auf der Ecke im Erdgeschoss ein kleines Café eingerichtet werden könnte, auch als Zielpunkt für den Freizeitverkehr an der Rheinpromenade.
    Von der Rheinpromenade aus ordnen sich die Baukörper in die Nachbarschaft ein, die große Baumasse tritt in den Hintergrund, der östliche Querriegel nimmt zum angrenzenden Scheunenbau Bezug und das Punkthaus im Westen auf die anschließende Einzelhausbebauung.

    Wohnungstypen

    Die U-förmige Grundform ermöglicht von allen Wohnungen aus einen Rheinblick.
    Die Häuser sind mit einem Achsabstand von 4,80 m geplant. Beim dreigeschossigen Teil lässt sich das Erdgeschoss flexibel separieren, entweder als getrennte Wohnung oder als Arbeitsfläche. Die EG-Wohnungen sind behindertengerecht geplant.

    Das Hauptgeschoss mit dem Wohnzimmer ist ins 1. OG gelegt worden, so dass von hier der schöne Blick zum Rhein frei bleibt und gleichzeitig das Sonnenlicht im Süden genutzt wird. Eine separate Treppe führt von hier in den Garten.
    Bei Bedarf wird für die EG-Wohnung ein kleiner Gartenstreifen abgetrennt.

    So können je nach Nutzerstruktur sehr unterschiedliche Grundrisse eingerichtet werden:

    a) 5-Zimmer-Wohnungen über 3 Geschosse

    b) als komfortablere Variante 4-Zimmer, wenn die Küche ins Erdgeschoss gelegt wird
    c) als 3-Zimmer-Wohnungen im 1. und 2. OG mit einer 1,5-Zimmerwohung im EG.

    Auch nachträglich kann das EG abgetrennt werden z. B. wenn die Kinder aus dem Haus sind oder die Großeltern wieder selbständig im Haus wohnen möchten.
    Jeder Wohnung lässt sich ein Dachgarten zuordnen, welcher über ein motorisch zu öffnendes Oberlicht erschlossen wird.

    Im Erdgeschoss des Punkthauses ist ein kleines Café geplant, alternativ könnte sich dort auch eine Sozialstation (Betreuung älterer Menschen) oder eine 2 Zimmerwohnung befinden.

    Bauweise

    Mittels Betonschotten und Betondecken werden die Häuser kostengünstig errichtet (geringe Spannweiten). Die Außenwände bestehen aus zweischaligen Mauerwerk mit Kerndämmung, die Fassaden aus ortstypischen Ziegel mit Holzfenstern.
    Die neuen Gebäude liegen ca. 70cm über dem heutigen Geländeniveau (Aufschüttung). Nur das Punkthaus ist mit einer weißen Wanne hochwassergeschützt unterkellert, die angrenzende Tiefgarage ist bei Bedarf flutbar.

    Ökologie

    Durch die kompakte Bauweise ergibt sich ein günstiges A/V Verhältnis. Die großflächige Südwestverglasung nutzt passiv die Sonnenenergie in den Wintermonaten.
    Windfang, kontrollierte Lüftung (Lüftungsanlage) mit Wärmerückgewinnung und Wärmetauscher reduzieren weiter Wärmeverluste. Die notwendige Heizenergie und Warmwasser soll je nach Standortanalyse effizient und möglichst umweltverträglich bereitgestellt werden. Denkbar sind Konzepte wie Fernwärmenutzung, Blockheizkraftwerk, Wärmepumpe, Solarthermie und Photovoltaik. Letztere könnten problemlos auf den Dächern installiert werden

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am
Zuletzt aktualisiert 20.06.2010, 11:47
Beitrags-ID 4-15911
Seitenaufrufe 419

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