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  • DE-71638 Ludwigsburg, DE-71634 Ludwigsburg
  • 07/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-293983)

Walckerpark Ludwigsburg


  • 3. Preis

    © TH/ Meinhard Kuntz (Modellbau)

    Landschaftsarchitekten
    Treibhaus Landschaftsarchitektur Berlin/Hamburg, Berlin (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Gerko Schröder

    Mitarbeit
    Julia Gäckle, Sebastian Sowa, Gianluca Torini

    In Zusammenarbeit mit:
    Verkehrsplaner: ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung, Hamburg (DE)
    Architekten: TELEINTERNETCAFE Architektur und Urbanismus, Berlin (DE)
    Modellbauer: Meinhard Kuntz

    Preisgeld
    8.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Gekonnt entwerfen die Verfasser einen ruhigen, gut nutzbaren Stadtpark durch wenige aber deutliche Setzungen: die moderat differenzierte Hangkante längs zur Heilbronner Straße, das mit dem „Rücken“ angelehnte und zum Park hin orientierte Parkierungsbauwerk mit Nutzungen wie Café, Toiletten usw., sowie vor allem auch dem vorhandenen und ergänzten Baumbestand.

    Der insgesamt zurückhaltende Entwurfsansatz wird gestärkt durch differenzierte Heckenelemente, die den gesamten Park wie ein großes Zimmer sehr schön umlaufen und einfassen. Diese sind höhenmäßig fast skulptural gestaltet und integrieren ansprechend die Lärmschutzanlagen oder auch die Parkzugänge an der Unteren Kasernenstraße.

    Die leichte Verschiebung der Bietigheimer Straße nach Westen ist nachvollziehbar, sie schafft „Luft“ und vergrößert die Parkfläche sinnvoll, um notwendige Infrastruktur besser unterzubringen. Die Parkierung ist grundsätzlich gelöst und lässt eine funktionsgerechte Durcharbeitung erwarten. Der Vorschlag eines Aussichtsbauwerks auf dem Parkierungsbauwerk wird dabei als Chiffre verstanden, die sich noch entwickeln lässt.

    Die Wegeführung mag durch einen gewissen „Retrolook“ zwar zunächst irritieren, ist aber nachvollziehbar, weil sie sich bei näherer Betrachtung recht konsequent am Baumbestand orientiert. Zudem ist sie für den Gesamtraum stimmig. Kritisch hinterfragt wird allerdings die angebotene Wegeführung, losgelöst und ohne funktionalen und gestalterischen Bezug zu der besonderen topografischen Situation am Nordrand des Parks.

    Ebenfalls kritisch wird die sehr gebaute Ausformung der Wege durch stufenartige, flächige Betonelemente als Wegeeinfassung gesehen, wenngleich andererseits die Berollbarkeit der wassergebundenen Wege gewährleistet wird und auch Sicherheitsbelangen gerecht zu werden vermag.

    Die Arbeit bietet auch etwas Prozesshaftes in dem Vieles bewusst noch nicht im Einzelnen festgelegt und verortet wird, sondern weitere Entwicklungen und Erkenntnisse, insbesondere auch unter Einbeziehung der Anwohner und Betroffenen möglich gemacht werden.

    Einfachheit und Ruhe, Deutlichkeit und Klarheit einerseits, gewisse Offenheiten andererseits bieten eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung dieses wirtschaftlichen Vorschlages.

    Insgesamt bieten die Verfasser ein ausgewogenes Parkkonzept mit gut platzierten Nutzungsbausteinen und vielschichtigen Nutzungsqualitäten, deren gestalterische Ausformung im Detail allerdings nur bedingt überzeugen kann.