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  • DE-80999 München, DE-80802 München
  • 03/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-307917)

Baugebiet MI auf dem Diamalt-Gelände in München


  • 2. Preis

    © HinnenthalSchaar Landschaftsarchitekten GmbH

    Landschaftsarchitekten
    HinnenthalSchaar Landschaftsarchitekten GmbH, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: KNERER UND LANG, Dresden (DE), München (DE)

    Preisgeld
    18.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf erzeugt im Dialog zwischen den Bestandsgebäuden und den hinzugefügten Neubauten eine identitätsstiftende Mitte im Ensemble.
    Durch die Nutzung des Werkstattgebäudes für Gastronomie und den Nachbarschaftstreff zur Platzseite, erschlossen durch ein gemeinsames Foyer, wird die nördliche Platzseite aktiviert.
    Beim geplanten Umbau wird diebasilikale Innenraumform leider durch den Einbau einer Galerie eingeschränkt.
    Die Mauer mit Sichtbezug zum Kindergarten bildet die räumlich passende Ergänzung. Der fußläufige Zugang zur Kita von der Mitte des Platzes entlang der Freiräume aktiviert zudem die Mitte des Ensembles und ist getrennt von der TG-Einfahrt und dem Autoverkehr im Norden.
    Im EG der Suppenwürze sind Büroräume, sodass die Platzfläche ungestört bis an die Fassade der Denkmäler heranrücktund eine klare Adressbildung ermöglicht.
    Die Wohnungen über der Kita bilden inFortführung der nördlich anschließenden Gebäuderiegelklassische Laubengangwohnungen aus. Die Fassadengestaltung mit den Balkonen stört die Einbindung ins Ensemble und scheint an dieser Stelle nicht zielführend.
    Die Wohnnutzung (als 2-Spänner) in den Obergeschossen der Suppenwürze wird durch zwei getrennte Treppenhauskerne sehr aufwendig erschlossen. Die innenliegenden Loggien als private Freiflächen sind attraktiv und aus denkmalpflegerischer Sicht richtig, da der Gebäudecharakter trotz neuer Nutzung grundsätzlich erhalten wird. Die Loggien sollten aber für alle Wohnungen angeboten werden.
    Die formale Ausbildung des obersten Geschosses im Westteil wird dagegen problematisch gesehen.
    Hier finden die gewählt Form der Belichtung und die Motivik der Giebelseiten keine positive Resonanz.
    Das Absenken der obersten Decke im Ostteil ermöglicht eine gute Belichtung ohne in den
    Dachbereich eingreifen zu müssen. Die formale Trennung des westlichen Bauteils des Werkstattgebäudes als eigenständiges Bauteil mit „Schmetterlingsdach“ verunklart die Struktur des Gesamtgebäudes.
    Dieser Ansatz wird aus denkmalpflegerischer Sicht kritisch gesehen.
    Die Herstellung der Stellplätze über Parksysteme (Duplex) erscheint nicht wirtschaftlich.
    Trotz einiger Vorbehalte im Detail überzeugtdie sorgfältig ausgearbeitete Umbau- und Ergänzungsstrategie im Großen und Ganzen. Das Preisgericht würdigt eine mit Augenmaß vorgetragene Lösung mit Potential.