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  • DE-47443 Meerbeck (Moers), DE-47441 Moers
  • 07/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-290904)

Grüner Kern - Volkspark Neu Meerbeck


  • 3. Preis

    © hermanns landschaftsarchitektur

    Landschaftsarchitekten
    hermanns landschaftsarchitektur umweltplanung, Schwalmtal (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Alfred Ulenberg ● Markus Illgas Landschaftsarchitekten, Straelen (DE)

    Preisgeld
    25.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit 1065 ist getragen von der Leitidee, einen modernen Volkspark – als „Jedermann-Park“ zu entwickeln.
    Durch die Anordnung der beiden großen Sportfelder hintereinander, gewinnen die Verfasser eine freie Mitte – die Volkparkwiese - im Zentrum des Parks. Damit werden organisierter Vereinssport und informelle Bewegungsmöglichkeiten geschickt im Raum angeordnet. Leider schwächen die Verfasser diesen konsequenten Gestaltungsansatz durch die Anordnung von kleineren Sportangeboten innerhalb der neuen Volkswiese; dadurch wird der eigentliche Entwurfsgedanke konterkariert.
    Ob die Lage der Sportfelder aus Gründen des Lärmschutzes überhaupt möglich ist, wird bezweifelt. Vermutlich werden sich Nutzungsbeschränkungen aus der Lage ergeben oder es werden aktive Lärmschutzmaßnahmen erforderlich.

    Insgesamt wirkt die zurückhaltende Gestaltung und einfache Gliederung aber angenehm und dem Ort angemessen. Das Konzept bietet viele Möglichkeiten zur Selbstaneignung.

    Auch der neue Parkeingang von der Bismarckstraße ist großzügig gestaltet und definiert unterschiedliche Aufenthaltsbereiche und schafft ein selbstverständliches Entrée für die neuen Freianlagen im Inneren. Der Ansatz, die Parkplätze in diesem Bereich zentral anzuordnen wird sehr kritisch gesehen und schwächt den eigentlichen Gedanken eines großzügigen Zugangs.

    Der Erhalt der Bäume vor der Barbaraschule und die zurückhaltende Gestaltung des Vorplatzes werden sehr positiv gesehen. Dadurch entsteht in diesem Bereich eine wohltuende Zonierung. Durch das Zurücksetzen des Invalidenwäldchens wird ein angenehmer Übergang zur Bismarckstraße hergestellt, in dem die Bergbaurelikte einen würdevollen Auftritt finden.

    Die einheitlich gestalteten Zugangsplätze Saarplatz und Johann-Esser-Platz bilden selbstverständliche und gut ablesbare Adressen für den Park.

    Die Arbeit ist im Budget realisierbar; durch die Gestaltung großer zusammenhängender Flächen ist mit einem geringeren Pflegeaufwand zu rechnen.

    Insgesamt bietet die Arbeit durch ihre klare Struktur ein robustes Konzept auch für spätere Entwicklungen im Park.