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  • DE-10707 Berlin, DE-14163 Berlin
  • 06/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-292761)

Neubau Institutsgebäude für Lebensmittelsicherheit und –hygiene der Freien Universität Berlin


  • Anerkennung

    © AFF architekten

    Architekten
    AFF Architekten, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Stefan Bernard Landschaftsarchitekten, Berlin (DE)
    Tragwerksplaner: Arup Deutschland GmbH, Berlin (DE), Düsseldorf (DE), Frankfurt am Main (DE)
    Bauphysiker, TGA-Fachplaner: BBS Ingenieurbüro Gronau + Partner, Weimar (DE)

    Preisgeld
    8.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit weist eine mehrschiffige, in 5 Teile gegliederte Gebäudestruktur auf, die sich auf zwei Geschossen ineinander verzahnt und mit ihren Pultdächern eine charaktervolle Dachlandschaft formt.

    Städtebaulich bezieht sie sich in ihrer Körperhaftigkeit mit der treppenartigen Baustruktur auf die giebelständige Umgebung. Die Überschreitung der planungsrechtlich zugelassenen Höhe wird kritisch gesehen. Die Adressbildung ist klar formuliert – im Vorbereich zum Eingang entsteht ein Platzraum, der eine angenehme und einladende Geste artikuliert, die Anlieferung dagegen wird durch ein Tor aus der Wahrnehmung des öffentlichen Raumes genommen.

    Die flexible Struktur mit einer Stahlbetonskelettkonstruktion erlaubt es, auch perspektivisch neuen Bedürfnissen gerecht zu werden. Die Zuordnung der einzelnen Bereiche wie Demonstrationshalle mit Technikum und Kursraum, den dienenden Räumen und der Anlieferung ist plausibel und sinnfällig, die Schleusensituation gut gelöst.

    Als besonderes Merkmal weist der Entwurf einen zentralen Kommunikationsraum auf, der von oben belichtet ist und als Forum mit Sitzstufen eine vielfältige Bespielung zulässt und damit auch ein soziales Zentrum sein kann. Zusätzlich existiert im Obergeschoss ein Ruhe- und Aufenthaltsraum. Beide Geschosse weisen für die Arbeitsgruppen Lebensmittelsicherheit und Fleischhygiene sowohl Labore als auch Büros auf, wobei die Raumtiefe der Büros kritisch gesehen wird.

    Das starke Auftreten des Gebäudes wird vor allem durch seine rötlichbraune Fassade mit Aluminiumpaneelen unterstrichen, die sich kontextuell auf den Backstein des baulichen Umfelds bezieht. Diese Präsenz im Landschaftsraum wird kontrovers diskutiert und von den Preisrichtern unterschiedlich bewertet.

    Der Energiebedarf sollte durch eine thermisch hochwertigere Fassade reduziert werden.