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  • CH-8047 Zürich, CH-8810 Horgen
  • 05/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-310520)

Neubau Zentrum Tödi in Horgen


  • 5. Preis

    © Dachtler Partner AG, vetschpartner Landschaftsarchitekten AG

    Projekt
    La Ruelle

    Landschaftsarchitekten
    vetschpartner Landschaftsarchitekten AG, Zürich (CH) Büroprofil

    Mitarbeit
    Nils Lüpke, Carina Habelt

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Dachtler Partner AG l Architekten, Zürich (CH)
    Bauingenieure: SJB Kempter Fitze, Frauenfeld (CH)
    TGA-Fachplaner: Wirkungsgrad Ingenieure GmbH, Rapperswil-Jona (CH)

    Preisgeld
    30.000 CHF

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebau / Umgebungsgestaltung
    Mit der vorgeschlagenen ortsbaulichen Setzung nehmen die Projektverfasser Bezug auf die vorhandene Bebauungsstruktur der südöstlich gelegenen Industriebauten. Ein Ensemble aus unterschiedlich ausformulierten Gebäudetypen formt einen inneren Erschliessungs- und Aufenthaltsbereich. Eine spannungsvolle Abfolge von offenen und gerichteten Räumen und ein interessanter Kontrast zwischen urbaner Dichte und freier Landschaft am Ortsrand prägen den gewählten Entwurfsansatz. Entsprechend der ortsbaulichen Setzung werden die gemeinschaftlichen Einrichtungen entlang der inneren Begegnungsachse angelagert, was eine lebendige, stimmungsvolle Atmosphäre verheisst. Aufgrund der Orientierung der Anlage und der relativ engen Platzverhältnisse wird allerdings eine angemessene Besonnung und damit verbunden die Aufenthaltsqualität dieses introvertierten Siedlungsraumes in Frage gestellt. Kritisch beurteilt wird auch der lange Weg zum peripher gelegenen Pflegezentrum und die versteckte Anordnung des öffentlichen Restaurants. Mit der Setzung zweier, zueinander abgewinkelten Gebäude auf der unteren Parzelle, generieren die Projektverfasser interessante Nachbarschaften. Die Volumen sind gut proportioniert und fügen sich harmonisch in den Kontext ein. Nicht zu überzeugen vermag der Zugang zur unteren Einheit direkt gegenüber der Tiefgaragenzufahrt. Den Freiräumen fehlt es insgesamt an spezifischen Nutzungsangeboten und Rückzugsmöglichkeiten, der Demenzgarten ist zu klein und wenig gebrauchstauglich.

    Wohnungen
    Die Projektverfasser schlagen ein vielfältiges Angebot an Wohnungstypen vor, welche je nach Lage in der Siedlung spezifische Qualitäten aufweisen. Insbesondere die Maisonettewohnungen in den unteren Geschossen der Längsbauten verdeutlichen diese Absicht. Allen Wohnungen gemein ist ein durchdachtes Layout, welches trotz grosser Flächeneffizienz spannungsvolle Raumbezüge und eine gute Möblierbarkeit zu gewähren vermag.

    Pflegezentrum / Clusterwohnungen
    Positiv beurteilt wird das Erdgeschoss mit den öffentlichen Nutzungen beim Eingang, mit Aussicht auf den kleinen Siedlungsplatz. Die Anlieferung und die Taxivorfahrt genügen den Anforderungen des Betreibers nicht. Aufgrund der grossen Gebäudetiefe, ohne natürliche Belichtung, entstehen komplizierte, unübersichtliche Korridorsituationen, mit geringer Aufenthaltsqualität. Der zweigeschossige Essraum in der Dementenabteilung vermag aufgrund der Einsichtsproblematik nicht zu überzeugen.

    Gestalterischer Ausdruck / Konstruktion
    Das äussere Erscheinungsbild wird von der mit Faserzementplatten strukturierten Fassade und den vorspringenden Balkonelementen geprägt. Die hellen Farbtöne verleihen der Fassade einen freundlichen und stimmungsvollen Charakter. Die Gebäude sind einfach strukturiert und schaffen eine gute Voraussetzung für die Umsetzung als Holzbau. Seite 31 Fazit Der vorgeschlagene Entwurf bietet einen interessanten ortsbaulichen Ansatz, welcher sich aber aufgrund der beengten Platzverhältnisse und der Orientierung als zu wenig tragfähig erweist. Das Wohnungsangebot ist vielfältig und die einzelnen Grundrisse sind von hoher Qualität. Das Pflegezentrum ist nur schlecht an die Tödistrasse angebunden und weist betriebliche Mängel auf.