loading
  • DE-31832 Springe, DE-31832 Springe
  • 08/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-293601)

Erweiterungsbau des Rathauses in Springe


  • 4. Preis

    © puppendahlarchitektur

    Architekten
    puppendahlarchitektur, Olfen (DE), Aachen (DE) Büroprofil

    Preisgeld
    2.400 EUR

    Erläuterungstext
    ERLÄUTERUNGSTEXT ARCHITEKTUR

    Städtebauliche Einbindung
    Der Neubau des Rathauses ist an der Nordostseite der vorhandenen Freifläche bildet mit dem Bestand aus Museumsbau, historischer Mauer und Domänengebäude einen neuen städtischen Platz. Die klare Geometrie des Neubaus ergänzt das vorhandene Ensemble und definiert eine eindeutige Adressbildung und Eingangssituation. Ein behutsam in die vorhandene Topografie eingepasster Verbindungsbau zum alten Rathaus gewährleistet direkte Erreichbarkeit von gemeinsam zu nutzenden Einrichtungen. Der Altbau wird um einen Treppenhausturm an der Nordseite ergänzt.
    Zugänglichkeit
    Der Haupteingang befindet sich am neuen Rathausplatz. Die Eingänge des Altbaus sind untergeordnet. Die Anlieferung erfolgt zwischen den beiden Gebäuden mit direkter Anbindung an das neue Treppenhaus des Altbaus.
    Innenräumliche Organisation
    Das verglaste Erdgeschoss ist als öffentlich genutzte Zone konzipiert mit dem Bürgerbüro, der Information und dem Wartebereich. Das Kernstück ist die lichtdurchflutete Eingangshalle, die vom neuen Rathausplatz erschlossen wird und Zugang über Freitreppen zu allen Ebenen des Gebäudes erlaubt. Die innenräumliche Anordnung der Funktionen trägt der Leitidee an ein modernes, offenes und besucherfreundliches Rathaus Rechnung. Die öffentlichen Bereiche erschließen sich dem Besucher direkt beim Betreten des Rathauses und befinden sich im Erdgeschoss und auf hellen, offenen Galerien. Die Büros ohne oder mit nur geringem Besucherfrequenz sind zur Fassade orientiert. Die Kantine und der Sitzungssaal schließen direkt an die Halle an: Sie öffnen sich nach Süden und lassen sich separat und in Kombination nutzen.

    Landschaftsplanung
    Durch die Gliederung des Baukörpers und die Kombination mit dem abgesenkten Verbindungsbau entsteht eine für die Nutzer und den Ort angemessene Maßstäblichkeit. Neben der repräsentativen Platzseite nach Westen wird das Gebäude nach Südosten von Grün eingebunden. Der wertvolle Baumbestand bleibt dabei in vollem Umfang erhalten. Die äußeren Abmessungen des Neubaus sind so gehalten, dass der Eingriff in die Umgebung möglichst minimiert wird.

    Material, Konstruktion und Nachhaltigkeit
    Um das Gebäude harmonisch in das Ensemble einzufügen, sind die geschlossenen Flächen der Fassaden mit einem hellen Klinker verkleidet, der sich farblich an der historischen Bestandswand und den Gebäudesockel aus Wesersandstein orientiert. Damit wird ein dauerhaftes und wartungsarmes Material verwendet. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit besteht das Tragwerk des Gebäudes aus Stahlbeton. Kerne und Decken werden dabei als passive Speichermassen im Sinne des Energiekonzepts genutzt. Die Dachflächen erhalten die Möglichkeit zur Wasserretention und Grauwassernutzung eine extensive Begrünung und werden mit Photovoltaik ergänzt. Die Nutzung regenerativer Energien und die hochwärmegedämmte, luftdichte Gebäudehülle reduzieren den Energieverbrauch. Eine DGNB-Zertifizierung Silber oder besser ist angestrebt. Im Außenraum wird der Anteil der versiegelten Flächen möglichst geringgehalten. Der Platz wird mit einem wasserdurchlässigen sandfarbenen Rasenklinker befestigt.







    Natürliche Belichtung: Büro- und Erschließungsflächen
    Durch die offenen Halle werden alle Erschließungsflächen grundsätzlich natürlich belichtet und lassen sich daher als helle Kommunikations- und Kundenbereiche nutzen. Über die Galerien hinweg sind diese Bereiche sichtbar und über kurze Wege zu erreichen und bieten eine klare Orientierung. Die Gestaltung der Fassaden mit einem Achsrater von 1,35 m sorgt für eine natürliche Belichtung und erlaubt die flexible Nutzung aller Räume.

    Barrierefreiheit
    Das gesamte Gebäudeensemble ist barrierefrei erschlossen. Für die Bewegung zwischen den einzelnen Ebenen ist ein Lift vorgesehen. Der Zugang zum Foyer ist für Besucher barrierefrei.
    2. Bauabschnitt
    Der 2. Bauabschnitt soll in dem aktuell nicht genutzten Domänengebäude realisiert werden. Die Positionierung direkt am Platz in unmittelbarer Nähe zu dem Rathaus ist ideal. Eine konstruktive Umsetzung ist zu prüfen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.