loading
  • ein 1. Preis

    Perspektive, © Christian Bischoff

    Anzeige


    Projekt
    Southampton City Center

    Studenten der Architektur
    Christian Bischoff

    Erläuterungstext
    „Der Mensch konsumiert, also ist er Mensch“
    Das Konsumieren von Nahrung, Dienstleistungen und Sachgegenständen ist schon immer ein wesentlicher Bestandteil einer Stadt gewesen.
    Durch die Industrialisierung und Globalisierung hat sich der Konsum stark verändert und führte zu einem neuen Gesellschaftsbild. Dieser Wandel beeinflusste das Stadtbild und neue Typologien des Einzelhandels sind entstanden.
    Techniken wie die Klimaanlage, die Rolltreppe und die künstliche Belichtung machten es möglich den Einzelhandel in eine große Gebäudestruktur zusammenzufassen und das Shopping an einem Ort zu bündeln.
    In vielen Innenstädten entstanden ab den 50er Jahren Einkaufszentren, die eine Alternative zu dem „Freiluft-Shopping“ darstellten und einen neuen Anziehungspunkt für die Stadt bilden.
    Southampton stellt für Großbritannien einen wichtigen Knotenpunkt für Handel und Industrie dar und bildet den größten Kreuzfahrthafen Europas, da eine Million Touristen die Stadt jährlich besuchen. Auch für den Einzelhandel ist Southampton für die Region ein zentraler Standort, weshalb seit den 70er Jahren vier Einkaufszentren errichtet wurden, wovon heute lediglich das Größte und Neuste noch geöffnet ist.
    Die Situation in Southampton ist ein Beispiel für viele weitere Einkaufszentren in europäischen Städten. Die Typologie einer Mall isoliert sich vom Stadtraum und entwickelt keinen Austausch zwischen Innen- und Außenraum. Durch das homogene Programm wirkt das Umfeld einer Mall stumpf und nur zu bestimmten Zeiten belebt.
    In Southampton liegt an der Rückseite der WestQuayMall weiterer Einzelhandel in größeren Hallen, sowie ein Ikea. Der Zwischenraum dieser 'BigBoxen' wird nur für die Anlieferung und das Parken genutzt, weshalb große Flächen nur temporär genutzt werden und keine Programme räumlich ineinander greifen.
    Dieser Raum bietet allerdings durch den Überschuss an freien Flächen das Potenzial zur Verdichtung und programmatischen Ergänzung, sodass der Isolation des gesamten Gebietes entgegengewirkt werden kann.
    Der Entwurf schlägt eine Bebauung vor, die sich an den Bestand anpasst und die Infrastruktur der Anlieferung mit nutzt. Die Programme sind so gewählt, dass eine Programmüberlagerung von Einzelhandel, Anlieferung, Produktion und Wohnen besteht und somit der ‚Nichtort‘ zu einem heterogenen, multifunktionalen Raum wird.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 27.08.2018, 11:19
Zuletzt aktualisiert 07.09.2018, 12:25
Beitrags-ID 4-161572
Seitenaufrufe 205

Anzeige







Anzeige