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  • AT Traun
  • 03/2003
  • Ergebnis
  • (ID 2-8869)

Neubau des Bezirksgerichtes Traun


  • 1. Preis


    Architekten
    Poos Isensee Architekten, Hannover (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Dipl. Ing. Mónica Llobell Dipl. Ing. Joachim Plate

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: nsp christoph schonhoff landschaftsarchitekten stadtplaner, Hannover (DE)
    Tragwerksplaner: Burmester + Sellmann Ingenieurgesellschaft mbH, Garbsen (DE)
    Bauingenieure: Planungsgruppe VA GmbH, Hannover (DE), Bad Vilbel (DE), Magdeburg (DE), Nürnberg (DE)

    Preisgeld
    10.000 EUR

    Erläuterungstext
    An der östlichen Grundstücksseite gibt der langgestreckte 4 Geschosser dem Baublock als Rückgrat zwischen Christlgasse und Johann- Roithner- Straße Halt.
    Der abgespreizte 3 Geschosser steht im Park und vermittelt zwischen den Baukörpern des Arbeitsamtes, der Raika und den niedrigen Wohnhäusern an der Badergasse. Zum Blockinnenbereich bilden die Gebäude die Kulisse und Begrenzung des Parks, der durch die Anlage einer Retentionsfläche mit Wegen und Brückenstegen gestaltet ist. Unter Ausnutzung der vorhandenen Geländemulde gelingt es, an der östlichen Grundfläche teils unter, teils neben dem Gebäuderiegel, entlang einer leicht abgesenkten Stichstraße, den ruhenden Verkehr unterzubringen.
    Von der Johann- Roithner- Straße steigt der Vorplatz sanft zum Eingang in die glasüberdeckte Eingangshalle an. Der Außenraum setzt sich fort im Innenraum. Über drei Kaskaden erreicht die Treppenanlage die Flurgalerien, Brücken und Wartezonen vor den publikumsintensiven Bürozonen. Im Erdgeschoss der Halle sind die Verhandlungssäle dem Park zugewandt während die eher internen Sonderbereiche in dem vorspringenden Riegel angeordnet sind, der mit Flurkanten und der offenen Arkade den Vorplatz begrenzt.
    Erschlossen wird der einhüftige Riegel übrigens durch eine ebenfalls kaskadenartige Treppenanlage entlang der östlichen Fassade. Im Vergleich zur offenen Treppe in der Halle hat sie eher intimen Charakter wie die Stiege am Ende des Riegels gegenüber dem Arbeitsamt. Beide sind als notwendiges Stiegenhaus zur Aufrechterhaltung des feuerpolizeilichen Rettungsweges ausgebildet und Teil des kompensatorischen Brandschutzkonzeptes (RWA in der Dachfläche, Zuluftöffnungen im unteren Bereich der Fassaden) zur Rauchfreihaltung des ersten Rettungsweges bei offenen Geschoßverbindungen in der Halle.
    Der Sockel des Gebäudes ist den dienenden Funktionen zugeteilt: Aktenlager, Gebäude- Technik, PKW- Plätze in seitlich offener Aufstellung. Eine Tiefgarage ist nicht erforderlich.

    Durch die Gunst der Topographie und Wasserfläche der Parkanlage sind die Erdgeschossbereiche dem direkten Eingriff von außen entzogen, der Eingangsbereich der Halle wird von der Sicherheitszentrale kontrolliert.
    Das Bezirksgericht definiert ein städtisches Carrée, das Raum für einen städtischen Park bildet und sich zum Vorplatz öffnet. Die Wegeführung leitet vielfältig in die Grüne Mitte der öffentlichen Bauten zur Nutzung aller Anrainer, die Wasserfläche wahrt Distanz und Würde des Gerichts.

    So entsteht an der Johann- Roithner- Straße eine schlanke, aufrechte Gebäude-konfiguration, die sich kleinteilig in die übrige Bebauung einfügt, dennoch mit den weit auskragenden Dachformen imposant in Erscheinung tritt.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.