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  • DE-98574 Schmalkalden, DE-98574 Schmalkalden
  • 08/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-300420)

Freizeit- Sport- und Kommunikationszentrum Schmalkalden


  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
    Architekten, Landschaftsarchitekten
    KohlmayerOberst Architekten, Stuttgart (DE) Büroprofil

    Preisgeld
    4.680 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Leitidee der „Landschaftsterrassen“ wird als für den Ort angemessen bewertet und in ihrer architektonischfreiraumplanerischen Ausformulierung begrüßt. Der Gedanke der Integration der Gebäude in die Topographie wird vor allem am Modell besonders deutlich. Die Idee, den überregionalen Radweg auf einer Terrasse zwischen dem Baukörper des Freizeit- und Kommunikationszentrums und dem Sport- und Wettkampfbereich zu führen stellt einen originellen Beitrag mit großem Alleinstellungsmerkmal dar. Im nördlichen Bereich verliert die Weiterführung der Idee etwas an Charme, da ein relativ großer Parkplatz mit der erforderlichen Zufahrt in Hanglage unmittelbar an die Vorplätze des Gebäudes grenzt.
    Für die Realisierung ist ein starker Eingriff in die vorhandene Hangsituation notwendig. Dieser bedingt eine komplette Rodung der Bestandsgehölze in nördlicher Richtung. Die Idee der Terrassen erfordert den Bau langer und massiver Stützmauern.
    Die Schließung des Sportbereichs an der vom Radweg hinunter führenden Treppe bedarf einer gestalterischen und funktionalen Detaillierung. Hier bestehen Bedenken hinsichtlich einer wirksamen möglichen Absperrung der das gesamte Spielfeld begleitenden öffentlichen Terrassenebene bei kostenpflichtigen Sportveranstaltungen.
    Die Ausformulierung des Freibereichs nördlich des Kommunikationszentrums folgt konsequent der Leitidee der Terrassen. Allerdings auch hier mit der Notwendigkeit des Baus umfangreicher Stützmauern z.B. zur Realisierung des Parkplatzes an der gewählten Stelle. Unter Beachtung der Topographie und des Baumbestandes wäre hier vielleicht eine Reduzierung der Nutzung nur auf einen Quartiersplatz sinnvoller gewesen, um die Höhenproblematik besser in den Griff zu bekommen, mehr Bäume zu erhalten und Fahrverkehr und Fußgänger wirksamer zu trennen. Die Detaillierung hinsichtlich der Realisierbarkeit der gewählten Lösung lässt in Bezug auf die Topographie und Funktion generell Fragen offen.
    Es ist zu vermuten, dass die konsequente Realisierung des Gesamtentwurfs mit allen Details über dem zur Verfügung stehenden Budget im Bereich Architektur und Freiraum liegt.