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  • DE-04275 Leipzig
  • 08/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-303625)

Studienpreis „Konrad Wachsmann 2018“


  • ein 1. Preis

    Perpektive, © Alexa Linde

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    Projekt
    CBD 2.0 – Bildungszentrum in Downtown Johannesburg

    Studenten (allgemein)
    Alexa Linde

    In Zusammenarbeit mit:
    Universitäten / Hochschulen: Bauhaus-Universität Weimar, Weimar (DE)

    Preisgeld
    500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Wahl sich bei der Masterthesis mit der Reaktivierung urbaner Räume zu beschäftigen und dadurch einen positiven Impuls und eine Aufwertung öffentlichen Lebens auszulösen ist gut, da es sich um eines der relevantesten Themen in der aktuellen Architektur- und Städtebaudebatte handelt. Kontext und Ort bilden für die Auseinandersetzung auf der Ebene des Städtebaus und der Architektur einen idealen Ausgangspunkt. Die gewählte Strategie die drei leergewohnten Bestandsgebäude zu belassen und durch einen intelligenten Eingriff so neu zusammensetzen, dass ein Komplex mit einem gewandelten Gesicht entsteht, wird als positiv gewertet. Dabei nur dem lückenfüllenden Neubau eine konkrete Nutzung zuzuweisen und die existierenden Baukörper informellen Besetzungen zu überlassen spricht von einer sehr guten Beobachtung und tiefen Kenntnis der Strukturen. Der bestehenden Stadt, der Nutzungen fehlen, öffentliche Funktionen anzubieten, die als Initialzündung zur Aufwertung des Quartiers und weiterer Entwicklungen werden, scheint der Jury als Thema sehr schlüssig. Banale Bauten erhalten dabei durch die gekonnte Vernähung und Ausgestaltung des Zwischenraums neues Leben. Die Verfasserin konzentriert sich auf die Gestaltung des Zwischenraums. Die angrenzenden Etagen des Bestandes werden zu Decks, die flexibel genutzt werden und sich so verschiedenen Situationen anpassen können. Jedes Geschoss erhält durch diese klug gesetzte Maßnahme nicht nur einen halböffentlichen Außenraum, der Komplex wird von der Horizontalität befreit und auf allen Ebenen verwoben. Die Darstellungsqualität in der Einfarbigkeit und Plansprache ist faszinierend. Die formulierte Antwort auf die dichte Stadt und das Angebot der kollektiv genutzten Zwischenräume ist glaubwürdig. Das gut durchgearbeitete Konzept der Aktivierung des Zwischenraums macht das Angebot der Räume im Bestand überhaupt möglich und bringt eine Qualität, die der Altbau alleine nicht bieten kann.


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