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  • DE-24103 Kiel
  • 07/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-283577)

Überplanung ZIP-Campus Kiel


  • ein 1. Preis 1. Rang nach Überarbeitung


    Landschaftsarchitekten
    ANDRESEN LANDSCHAFTSARCHITEKTEN, Lübeck (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: tsj tönies + schroeter + jansen freie architekten gmbh, Lübeck (DE), Hannover (DE)
    Visualisierer: Loomn Architekturvisualisierung, Gütersloh (DE)
    Stadtplaner: Dietmar Kirschner Architekt und Stadtplaner, Lübeck (DE)
    Modellbauer: Modellbau Denninghoff & Co. GmbH, Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die städtebauliche Gliederung der Baumassen im Kontext und hinsichtlich des Maß-stabs des Bestandes wird positiv beurteilt. Die asymmetrische Gestaltung der Baukörper fügt sich gut in die Topografie des Ortes ein. Die Integration von Terrassen und Freiflächen im Baukörper wird begrüßt
    Die landschaftsarchitektonische Gestaltung der Freiflächen wird ebenfalls positiv be-wertet. Für den zentralen Hof würde man sich allerdings wünschen, dass mehr Rücksicht auf den denkmalgeschützten Bestand genommen wird.
    Die Aufteilung der Eingangssituation in zwei Eingangsbereiche ist überraschend, wird aber aus Nutzersicht begrüßt.
    Funktionale Aspekte
    Die Funktionscluster sollten wie im Leistungsbild nachgewiesen werden. Aufspaltungen der Cluster sind zu vermeiden. Dies gilt insbesondere für den Bereich der Ergotherapie. Ebenfalls ist das Notaufnahmegeschehen für Erwachsene und Kinder detaillierter auf-zuzeigen. Dies ist bisher noch nicht abgebildet, speziell was die Beobachtung von Krisenpatienten angeht. Idealerweise sollten die Notaufnahmestationen getrennt nach Kinder- und Erwachsenenaufnahme ebenerdig liegen.
    Die Funktionsbelegung im historischen Haus 1 ist genauer auszuweisen. Die Schulungsräume sollten nicht im Bestandsgebäude sondern in die KJP integriert werden.
    Grundsätzlich ist die flexible Einteilbarkeit der Stationen vorteilhaft, jedoch ist die Über-sichtlichkeit der Stationen hinsichtlich einer Einsehbarkeit aus den Stationsstützpunkten zu verbessern.
    Das Layout der Krankenzimmer wird sehr positiv gesehen und als ideale Lösung begrüßt.
    Die Lichthöfe sind in Ihrer Dimensionierung hinsichtlich einer wirksamen Belichtung in den unteren Geschossen zu überprüfen. Das Leitbild einer Meanderform sollte hier nicht zu plakativ verwendet werden und damit einer sinnvollen und funktionalen Grundrisslösung im Wege stehen.
    Die Gliederung der Baukörper in Sockel- und Obergeschossen, im Material differenziert gestaltet, wird positiv bewertet. Kontrovers wird die beabsichtigte Verwendung von Textilbeton im Preisgericht diskutiert.

    Beurteilung der Überarbeitung durch das Preisgericht
    Die Entwurfsverfasser haben die Kritikpunke aus dem ersten Verfahrensrundgang aufgegriffen und eine deutlich positive Überarbeitung vorgelegt. Die beanstandeten funktionalen Mängel werden im Wesentlichen eliminiert. Die Lage der Stationsaufsicht befindet sich nunmehr größtenteils in logistisch richtiger Lage. Die konsequente Zweigliederung der Eingangsbereiche wird begrüßt; in diesem Zusammenhang wird der als dritte Option vorgeschlagene Eingang in das historische Gebäude als entbehrlich angesehen. Die Aufwertung der innenliegenden Lichthöfe durch die gestaffelte Höhenentwicklung überzeugt. Auch die vertikale Erschließung ist durch geschickte Anordnung der Aufzüge an den Nahtstellen zwischen Alt- und Neubauten gut gelöst.
    Maßstäblich und farblich fügt sich das neue Ensemble durch die vielfach gegliederte Baumasse gut in den Bestand ein. Jedoch wirft die Materialität und Detailgestaltung der Fassade noch Fragen auf: Hier ist eine weitere Überarbeitung und Ausformulierung im Detail erforderlich, die die gewünschte architektonische Qualität auch in dieser Hinsicht nachweist.