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  • DE-22113 Oststeinbek, DE-22765 Hamburg
  • 09/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-315959)

Neubau Wohn- und Geschäftshaus Barnerstrasse 42 in Hamburg


  • 1. Preis

    Perspektive, © Heyden und Hidde Architekten BDA, Bloomimages

    Architekten
    Heyden und Hidde Architekten BDA, Hamburg (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser gliedern ihren Entwurf in Sockel, Obergeschosse und Dach und nehmen damit deutlich Bezug auf die gegenüberliegende Bebauung an der Barnerstraße. Insbesondere die Gestaltung der Ecke und die Platzierung der Eingänge zur Straße orientiert sich an Ottenser Gründerzeitstrukturen und schafft einen robusten Gebäudekörper, der sich städtebaulich sehr gut in die Umgebung einfügt und eine klare Adressbildung ermöglicht.
    Die Darstellung der Fassade aus Klinker in hausweise unterschiedenen hellen Farbtönen erzeugt einen freundlichen und, in Verbindung mit den unterschiedlichen Fensterformaten und -gliederungen, luftigen Charakter, der die Jury überzeugt. Lediglich für das straßenseitige Erdgeschoss wünscht sich die Jury, dass es in seiner Anmutung noch freundlicher und differenzierter gestaltet werden sollte.
    Durch die richtige Platzierung der Erschließungskerne zur Straße wird es möglich, in den Obergeschossen auch die kleineren Wohnungen und eine Vielzahl der Schlafräume zum Innenhof anzuordnen und die Hauseingänge wie selbstverständlich zur Straße zu orientieren. Die Loggien sind in Hinblick auf Besonnung, aber auch als Lärmschutz gut positioniert. Die sehr hohe Anzahl an förderfähigen Wohnungen überzeugt die Jury, ermöglicht sie doch maximale Flexibilität in der späteren Ausgestaltung des Wohnungsmix.
    Die für die Villa Dunkelbunt vorgesehenen Flächen sind im Hofgebäude separat platziert und geben der kulturellen Nutzung einen besonderen Raum. Sowohl die Wohngemeinschaft mit dem großen Dachgarten als auch die Werkstatt mit der Option, eine weitere Gewerbefläche zu bespielen, werden positiv beurteilt. Die wunschgemäß im Untergeschoss angesiedelte Kulturfläche wird lediglich hinsichtlich der nur umständlich und über die Tiefgarage gegebenen barrierefreien Erreichbarkeit kritisiert. Es sollte geprüft werden, ob eine angemessene barrierefreie Erschließung für die Kulturfläche und die Wohngemeinschaft möglich ist. Im Erdgeschoss werden die bisherigen Mieter Mamma Mia und Sotiris mit neuen Flächen berücksichtigt, die sich von der Straßenseite bis zum Innenhof erstrecken und den Innenhof mit Außengastronomie bespielen können. Weitere Gewerbeflächen sind flexibel und teilbar ausgewiesen und orientieren sich in Richtung Straße und Hof.
    Insgesamt bietet der Entwurf eine robuste Struktur, um die Weiterführung einer vielfältigen Ottenser Nutzungsmischung auch in einem Neubau zu ermöglichen.


INFO-BOX

Angelegt am 27.09.2018, 16:12
Zuletzt aktualisiert 02.10.2018, 14:30
Beitrags-ID 4-163128
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