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  • DE-55116 Mainz, DE-55131 Mainz
  • 08/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-296194)

Erweiterung Gymnasium Mainz-Oberstadt


  • Anerkennung

    Lageplan 1 : 500, © faktorgruen

    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Martin Schedlbauer

    Mitarbeit
    Ricardo Patings, Michał Herl, Danilo Meixner

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: STUDIO SF Simon Fischer & Architekten GmbH, Mannheim (DE)
    Architekten: FAERBER ARCHITEKTEN, Mainz (DE)

    Erläuterungstext
    Klare städtebauliche Zuordnung und Freiraumplanung

    Die geschickte Anordnung der Gebäude ermöglicht die Ausbildung einzelner versetzter Räume mit vielfältigen Aufenthaltsqualitäten und Aktivitätsmöglichkeiten. Es entstehen grüne Zonen mit unterschiedlichen Nutzungen und Angeboten, von Bewegung bis Ruhe, von Begegnung bis Rückzug.

    In Zuordnung zum Haupteingang entsteht ein großzügiger Entréeplatz der als Schulhof dient und dem Gymnasium einen Vorplatz bietet. Gleichzeitig verbindet der Entréeplatz die Elly-Beinhorn-Straße mit der Hechtsheimer Straße und ermöglicht dadurch einen direkten Zugang von beiden Seiten.

    Unmittelbar vor der Mensa befindet sich ein großzügiger Außenbereich, sowie eine überdachte Terrasse zum Essen. Der Freiraum zwischen den beiden östlichen Gebäudeflügeln wird als grüngeprägter Raum konzipiert. Zur Essensausgabe orientiert könnten optional auch Kräuter- und Gemüsebeete angelegt werden, damit frische Produkte direkt aus dem eigenen Hof geerntet werden können.

    Attraktive Ausstattung der Freianlagen

    Für das gesamte Areal des Gymnasiums wird eine einheitliche Ausstattung vorgeschlagen , wie beispielsweise das Verlegen von Betonpflastern auf allen Schulhofflächen. Die bereits gestalteten Freiräume des Gymnasiums können zum Großteil erhalten bleiben und dienen als Grundlage für die Weiterentwicklung des Areals. Bauminseln mit einer wassergebundenen Wegedecke oder mit Gräser- und Staudenpflanzungen schaffen ruhige Teilräume und begrünen das Areal. Bestandsbäume, sowie vorhandene Ausstattungselemente können in diesen Bauminseln integriert werden, zusätzliche Neupflanzungen können ebenso in die Bauminseln integriert werden.

    Um ein attraktives Gesamtbild zu erzeugen, wird eine neue Ausstattungsfamilie entwickelt. Die hierzu neu entwickelten Sitzbänke und Holzpodeste schaffen Aufenthaltsqualität und Angebotsvielfalt. Darüber hinaus wird so dem Areal ein eigener Charakter verliehen. Die bereits vom Gymnasium Oberstadt verwendete Grünfarbe wird dadurch in das Konzept der Schulerweiterung eingebettet. Nicht nur die Flächen der Schulerweiterung, sondern auch die bereits bestehenden Schulhofflächen können mit diesen neuen Ausstattungselementen geschmückt werden um ein stimmiges Gesamtbild zu erzeugen.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit überzeugt durch die städtebauliche Komponente einer zentralen Erschließung in Form einer überdachten 2-geschossigen Verbindung zwischen dem bestehenden B2 und den Neu- bzw. Erweiterungsgebäuden im Norden. Unter diesem Dach sind der Mehrzweckraum und die Pausenhalle wunschgemäß untergebracht. Vorteilhaft und gut gelöst sind in den beiden, an die zentrale Erschließungsachse angeschlossenen Baukörpern im Erdgeschoss die Räume der Naturwissenschaften und der Musik und deren zugehörige Sammlungsräume. Die Lage und Gestaltung der vertikalen Erschließungen der oberen Geschosse entsprechen nicht dem Nutzungsumfang und einer optisch wünschenswerten Wahrnehmung.

    Die Gliederung des gesamten Raumprogramms in Form von 3 Baukörpern entspricht der städtebaulichen Struktur der bisherigen Bestandsgebäude aus Sicht der Hechtsheimer Straße und fügt sich ansprechend in das bauliche Umfeld ein. Die verbleibenden Frei- und Pausenflächen lassen sich den jeweiligen Baukörpern zuordnen, was zu einer erschwerten Pausenaufsicht im Schulalltag führen wird. Vorteilhaft ist die fensterlose Anordnung der Unterrichtsräume in Richtung Hechtsheimer Straße in Bezug auf den störenden Verkehrslärm.

    Angenehm und vorteilhaft für die Kommunikation der Schüler/innen und Lehrkräfte sind die Flurbreiten in den neuen Gebäuden, die allerdings im Sinne der Wirtschaftlichkeit die in den Schulbaurichtlinien geforderten Vorgaben nicht erfüllen und damit die förderrechtliche Genehmigungsfähigkeit in Frage stellen könnten.