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  • DE-60318 Frankfurt am Main, DE-99096 Erfurt
  • 09/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-316219)

Wohnbebauung Braugoldareal in Erfurt


  • 2. Preis

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    Freiraum Rabsilber+Heckmann Landschaftsarchitekten, Wiesbaden (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: grabowski.spork GmbH, Wiesbaden (DE)
    Landschaftsarchitekten: GDLA I GORNIK DENKEL landschaftsarchitektur partg mbb, Heidelberg (DE)
    Stadtplaner: bueroKleinekort architecture | urbanism | research, Düsseldorf (DE)

    Preisgeld
    51.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser legen einen ausdifferenzierten städtebaulichen Entwurf vor, der zwischen geschlossener und offener Bauweise changiert. Der südliche Blockrand spiegelt die kleinteilige Bestandssituation der Umgebungsbebauung adäquat wieder. Der Blockinnenbereich wird mit individuellen Neu- bzw. Ergänzungsbauten und durch die wiederhergestellte denkmalgeschützte Bausubstanz qualitätsvoll ergänzt. Die Stärken des städtebaulichen Entwurfs – auch im Vergleich zu den übrigen Wettbewerbsarbeiten – liegt in der ausgeprägten Quartiers- bzw. Adressbildung sowie in einer identitätsbildenden Herausarbeitung der Plateaukante.

    Das Quartier wird in Nord-Süd-Richtung über eine repräsentative Platzfolge auf drei Ebenen erschlossen. Den Auftakt an der Schillerstraße bildet ein Zeilenbau, der einerseits die Straßenflucht ergänzt und sich gleichzeitig - durch eine Abknickgeste - zum neuen Braugoldplateau öffnet und so die Schwankhalle und das Gärhaus gelungen präsentiert.
    Ein positiver Aspekt der neugeschaffenen Ebenen ist, dass das Baufeld differenzierte Wohnlagen und Adressen erhält. Positiv zu bewerten ist ebenfalls die Unterbringung des ruhenden Verkehrs in mehreren Tiefgaragen, die kleinteilig baufeld- bzw. gebäudebezogen geplant sind.

    Die Wohnungstypologien sind vielfältig und nachvollziehbar dargestellt. Gewerbliche Nutzungen sind ebenso plausibel in der Schwankhalle mit kleinflächigem Einzelhandel und Gastronomie vorgesehen. Eine Stadtteilbibliothek soll den neuen Braugoldhof auf dem Plateau beleben. Kritisch zu bewerten ist die von Süd-West nach Nord-Ost verlaufende Fußwegeverbindung mit aufwändig gestalteten Treppenanlagen, die das Konzept privat nutzbarer Außenanlagen z.T. konterkarieren.

    Insgesamt stellt dieser gelungene Wettbewerbsbeitrag einen wegweisenden und zudem recht flexiblen Ansatz für die Weiterentwicklung und Neubebauung des Braugoldareals dar.