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  • DE-47803 Krefeld
  • 10/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-8956)

Außenanlagen Berufskolleg Kaufmannsschule


  • 2. Preis

    Lageplan

    Landschaftsarchitekten
    Lohaus · Carl · Köhlmos PartGmbB Landschaftsarchitekten · Stadtplaner, Hannover (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Erläuterung

    Eingangsplatz
    An der Kreuzung Westparkstraße – Neuer Weg entsteht ein großzügiger öffentlicher Platz. Besucher des KMS Krefeld werden hier künftig durch einen markanten, lichten und luftigen Baumhain aus Zierkirschen empfangen. Eine mediale Infostele verweist bereits an der Kreuzung auf die Aktivitäten des Berufskollegs.
    Die Cafeteria ist Teil des öffentlichen Platzes. Sie wird in ihrer exponierten Lage im Haupteingangsbereich gestärkt und zur kommunikativen Schnittstelle zwischen dem öffentlichen und dem abgegrenzten Teil des Schulgrundstücks. SchülerInnen, LehrerInnen (Raucher und Nichtraucher) und die interessierte Öffentlichkeit treffen sich hier gleichermaßen zum informellen Austausch.
    Neben großzügigen Außensitzbereichen an der Cafeteria werden Rundbänke als Aufenthaltsmöglichkeiten unter den lichten Bäumen des Hains angeboten.


    Schulhof als zentraler Platz
    Der öffentliche Eingangsplatz und der eigentliche Schulhof sind durch den Baukörper der Cafeteria und einen Baumrahmen, der sich aus dem Baumhain entwickelt, räumlich miteinander verschränkt. Diese Verschränkung wird auch durch die Materialwahl des Bodenbelags unterstützt: Der zentrale, offene Platz ist bis an den „Neuen Weg“ asphaltiert, während der baumbegleitete Rahmen analog zum Baumhain aus farblich changierenden Betonplatten unterschiedlicher Formate besteht. Die Einfriedung bindet an den zum Schulhof ausgerichteten Eingang des E-Traktes an. Der transparente Zaun, lässt sich großzügig zum Eingangsplatz öffnen.

    Der Baumrahmen unterstreicht den Charakter des Schulhofes als quasi zentraler Platz in der Mitte einer Stadt. Er stärkt die Raumkanten und bietet gleichzeitig attraktive Aufenthaltsorte mit Blick auf das Geschehen auf dem Schulhof.
    An zentraler Stelle des Platzes ist ein Seerosentisch als kommunikativer Ort und als Lernort vorgesehen. Der Wasserspiegel des mit Seerosen bepflanzten Wasserbeckens liegt exakt auf der Höhe seiner tresenartigen Einfassung. Sitzhocker bieten kleinen und großen Gruppen einen ungewöhnlichen Aufenthaltsort in den Pausen bzw. Lernort während des Unterrichts. Der Tresen kann mit Strom-, schulinternen Netzwerk- und Internetanschlüssen bestückt sein.


    Atrium B-Trakt
    Im Übergang zum Atrium im B-Trakt ist der Baumrahmen unterbrochen. Eine großzügige Treppe schafft hier einen deutlich auffindbaren Weg zur Sporthalle.
    Das Atrium wird mit lichten Bäumen und einer Unterpflanzung aus Farnen und Gräsern im Sinne einer waldartigen Wildnis neu gestaltet. Von Zeit zu Zeit tauchen feine Wasserdüsen die Szenerie in einen mystischen Nebel und sorgen insbesondere in den Sommermonaten für einen angenehm kühlenden Effekt.
    Die großzügige Treppe zum Schulhof ist zwischen den Verbindungsgängen mit Sitzstufen ausgestattet und kann mit Blick auf die Atriumwildnis auch als Lernort genutzt werden.


    Eingangsbereich Breuningstraße
    Im Eingangsbereich Breuningstraße leitet ein breiter Pflasterteppich, der gleichzeitig Platz für das Abstellen der Zweiräder bietet, zum Eingang. Der Teppich wird beidseitig von Hortensienbändern begleitet, die locker mit vorhandenen bzw. ergänzten Bäumen überstanden sind.
    Der Pflasterteppich wird durch den vorhandenen Verbindungsgang zwischen Trakt A und B geführt. Wünschenswert wäre eine weitere Türöffnung, um direkt auf den Schulhof zu gelangen.


    Gestaltung der Ränder
    Die Ränder sind mit Ausnahme des Haupteingangs mit einer geschnittenen Hecke in Zaunhöhe gefasst. Teilweise können vorhandene Sträucher in diesen Heckenkörper integriert werden. Höhere nicht mehr schnittfähige Sträucher werden zu Gunsten von Blickbeziehungen auf die Baukörper entnommen. Vorhandene und erhaltene Bäume werden grundsätzlich auf eine Höhe von 3 bis 4 Metern aufgeastet, um Durchblicke auf die Gebäude zu ermöglichen und ihre Präsenz im Stadtraum zu erhöhen.
    Die Räume zwischen der Einfassungshecke und den Baukörpern werden als Wiesenfläche gestaltet, die z.T. locker mit hochstämmigen Bäumen bestanden sind. Im Übergang zur Breuningstraße bietet ein langer Tisch einen Lernort im Grünen. Auch die übrigen Wiesenflächen können informell als Lernorte genutzt werden.


    Gestaltung Atrium im Trakt A
    Die Gestaltung des Hofes aus den 60er Jahren hat einen hohen gartenkünstlerischen Wert und wird daher im Grundsatz erhalten und wiederhergestellt. Ein textiler Wetterschutz auch zur Verbesserung der Akustik bei Veranstaltungen wird vorgeschlagen.

    Beleuchtungskonzept
    Lichtlinien bestehend aus Lichtmasten führen in die Tiefe des Schulhofes und über den Pflasterteppich zum Eingang beim Trakt A.
    Das vorh. Wetterdach im Süden des Schulhofes wird über Deckenleuchten ebenfalls zu einer Lichtlinie entwickelt.
    Der Baumplatz an der Kreuzung erhält Lichtstelen zur Akzentuierung. Neben der Ausleuchtung der Platzfläche werden auch einzelne Baumkronen ausgeleuchtet. Die beiden Innenhöfe erhalten eine Effektbeleuchtung, die zum einen den Laufsteg hervorhebt und zum anderen die mystische Stimmung der „Wildnis“ durch Streiflichter betont.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.