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  • DE-80539 München, DE-60325 Frankfurt am Main
  • 10/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-298017)

Neubau des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik (EMAE) in Frankfurt am Main


  • 1. Preis

    Visualisierung, © Fritsch+Tschaidse Architekten GmbH

    Architekten
    Fritsch + Tschaidse Architekten GmbH, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Visualisierer: Jens Gehrcken - visualisierung+architekturfotografie, Berlin (DE)

    Preisgeld
    40.000 EUR

    Erläuterungstext
    Das Entwurfskonzept für den Neubau des Max-Planck-Instituts für Empirische Ästhetik wird geprägt von dem Gedanken, Altbau und Neubau als „eine“ neue Baukörperform zu entwickeln, die den ,,Kulturcampus Frankfurt" mit einem weiteren „Solitärbaukörper“ ergänzt. Die neue Baukörperform ergibt sich aus der äußeren Geometrie des bestehenden Druckereigebäudes und einer Abschrägung parallel zur Sophienstraße. Das 5-geschossige Bestandsgebäude wird in seiner Grundsubstanz erhalten, für die Institutsnutzung baulich angepasst und mit einem 5-geschossigen U-förmigen Neubau ergänzt. Der Neubau treppt sich zum Innenhof terrassenartig ab und öffnet den Hofraum schräg nach oben zum Licht. Im Erdgeschoss springt der Baukörper zurück um die Eingangssituation räumlich zu artikulieren und mit der abgerundeten Gebäudeecke zu akzentuieren.

    Das zweigeschossige Eingangsfoyer des Instituts verbindet den Straßenraum mit der Campusmitte, es ist das Zentrum des Instituts, Verteilerebene für alle Nutzungen, Entree für den Versammlungsraum ARTLAB und Erschließung für alle gemeinsamen und öffentlichen Funktionen im Erdgeschoss, wie Mensa, Cafeteria, und Bibliothek.

    Die Grundrissstruktur des Neubaus zeigt eine ringförmige Anordnung und Zonierung von Büros und Laboren um einen Innenhof. Die Büros der Forschungsabteilungen sind im Bestandsgebäude auf vier Geschosse verteilt und unmittelbar mit den Laborzonen und zentralwissenschaftlichen Einrichtungen im Neubau verbunden. Die kurzen Wegebeziehungen sind abwechslungsreich und kommunikativ für einen informellen Austausch zwischen den Forschergruppen.

    Die Leitidee, Bestand und Neubau als „einen Baukörper“ zu formulieren, zeigt sich besonders in der Verwendung des Materials Ziegel in der Fassade, es werden Themen des alten Druckereigebäudes neu interpretiert und in der Fassadengestaltung des Neubaus ästhetisch variiert und weiterentwickelt.

    An der Nahtstelle zwischen Bestand und Neubau bilden Treppenräume eine gläserne Zäsur in der Gebäudehülle, die das Zusammenspiel von „Alt und Neu“ ähnlich thematisieren, wie die mit Glasplatten verkleidete Innenhoffassade, in der sich die alte Ziegelfassade wiederspiegelt. Es entsteht ein subtiler Dialog von Alt und Neu in der Fassadengeometrie, Detailgestaltung und Materialität. Das Max-Planck-Institut setzt mit dem neuen Institutsbau ein markantes Zeichen im Gesamtareal des „Kulturcampus“. Die spannungsvolle Vereinigung von Alt und Neu wird ästhetische Fragestellungen aufwerfen, Forschungsinhalte und Interdisziplinarität des Instituts reflektieren.

    Das stadträumlich attraktive Zusammenspiel des Instituts mit dem renovierten Backsteinbau des Bockenheimer Depots wird die Campusmitte beleben.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.