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  • 2. Preis

    Landesgartenschau Konzept m 1:2500

    Landschaftsarchitekten
    Atelier LOIDL, Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Leonhard Grosch, Bernd Joosten, Lorenz Kehl, Eva Maria Mühlbauer, Margit Mühler, Sebastian Schwinge

    Preisgeld
    14.000 EUR

    Erläuterungstext
    Der Entwurf für die Landesgartenschau konzentriert sich auf drei Kernbereiche: Im Kurpark, der das verbindende Element zwischen Kernstadt, Kuranlagen und Bahnhof darstellt, werden die historischen Spuren herausgearbeitet. Die Achse "Kurpark - Bahnhof" wird konsequent weiterentwickelt bis in das neue Quartier "Am Goldstein", mit einem spannungsreichen Weg und einem kraftvollen Ende, dem Goldsteinplatz. Der Goldsteinpark bildet mittels stimmungsvoller Waldbilder den Übergang zur Landschaft.

    Beurteilung durch das Preisgericht



    Die Herausarbeitung der Achse zwischen Parkrondell und Goldsteinplatz hinter den Technischen Werken stellt die Leitidee der Arbeit dar, und umfasst damit nur einen Teilbereich der LGS-Fläche.

    Das Preisgericht ist der Auffassung, dass der Verfasser einen behutsamen Umgang mit dem Kurpark bei überwiegender Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Belange gefunden hat. Dies insbesondere dadurch, dass sämtliche Neuerungen in den Randbereichen und teilweise temporär angesiedelt wurden. Die Stärkung der Achse zwischen Kurterrassen und Großem Teich (Teichhaus) wird positiv bewertet. Die temporären Gärten an der Parkpromenade könnten in modifizierter Form auch langfristig den Übergang zwischen Parkstraße und Kurpark aufwerten.

    Die Auflösung der Wegebeziehung zwischen Kastanienrondell und Kurterrassen und Großem Teich wird kritisch beurteilt. Die Behandlung des Uferbereichs der Usa wird positiv gewürdigt.

    Die Verbindung zwischen Stadt und Goldstein wird unter Benutzung beider bestehender Unterführungen hergestellt. Das Preisgericht ist der Meinung, dass die Entscheidung für eine Lösung besser wäre, zumal die nördliche Tunnelverlängerung aufgrund ihrer Länge problematisch ist.

    Das Wegesystem im Goldsteinpark erscheint sehr kostenintensiv und z.T. wenig motiviert. Das Gesamtkonzept „Goldsteinpark" ist nicht überzeugend, die Eignung für die Gartenschau und die Nachnutzung wird im Preisgericht kontrovers diskutiert.

    Die positiv bewertete Zurückhaltung im Kurpark wird begrüßt, das Konzept im Goldsteinpark hätte intensiver und attraktiver ausfallen können.