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  • DE-01326 Dresden
  • 07/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-9098)

Schlossvorplatz Dresden - Pillnitz 2007


  • 1. Preis

    Ansicht und Lageplan Schlossvorplatz

    Landschaftsarchitekten
    r+b landschaft s architektur, Dresden (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Dipl.-Ing. Jens Rossa Freier Landschaftsarchitekt Dipl.-Ing. Sonja Rossa-Banthien Freie Garten- und Landschaftsarchitektin Dipl. Ing. Anne Oberritter Cand. Arch. Lola Marlhoux

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: KNERER UND LANG, Dresden (DE), München (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    In formaler Verwandtschaft von ruhiger Freiraumgestaltung und kontrastreicher architektonischer Intervention in der Scheune entsteht ein spannungsvoller Eingangsbereich zu Schloss und Park Pillnitz, der den Charakter des Ortes respektiert. Auf dem Platz dient der Verzicht auf die neugepflanzte Kastanienreihe der Stärkung des prägenden Raumzusammenhangs. Dies gelingt den Verfassern zusätzlich mit der Freistellung von Gebäudefassaden. Durch die Setzung von zwei Hainen mittelgroßer Zieräpfel und winterblühender Zierkirschen, die jahreszeitlich Farbakzente setzen. Der Freiraum wird so gegliedert, dass Blickbeziehungen zum Schloss und den Gebäudeeingängen erhalten bleiben. Gleichzeitig entstehen dort Aufenthaltsbereiche für Besucher mit Sitzgelegenheiten im lichten Schatten. Die einheitliche Granitpflasterfläche schafft einen klaren Zusammenhang auf dem Schlossvorplatz. Unterschiedliche Höhenlagen und Anschlüsse an Gebäude sind durch Faltungen und Rampen überzeugend bewältigt. Vor der Giebelwand der Schlossscheune schaffen die Verfasser mit einem Foyer einen formal eigenständigen und markanten Auftakt als unverwechselbare Adresse. Von dort aus durchdringt eine mehrgeschossige prismatisch gefaltete Raumfolge den historischen Bau. Diese „begehbare Landschaft“ ist funktionsabhängig dimensioniert und erlaubt Durchblicke auf die bauliche Hülle. Im Kassen-, Info- und Gastronomiebereich öffnet sich der Raum bis in den Dachstuhl und durch Tore zum Platz. Das Eingangsbauwerk am Giebel grenzt sich aber nicht überzeugend genug ab zur Bausubstanz der Scheune. Die Heranführung der Besucher und die Anordnung der Parkplätze im Bereich der LfL ist klar, wirkt aber einfallslos. Auf dem Platz sind Busverkehr und Fußgänger weitgehend getrennt und eine gute Orientierung ist möglich. Die Busaufstellung ist grundsätzlich problematisch (rückwärts ausparken vor dem LfL-Eingang, Fahrradstellplatz als Barriere, Orientierung und Sicherheit der Aussteigenden). Behindertenstellplätze sind nicht nachgewiesen. Parkplätze von Schlossbetrieb und Hotel liegen in problematischer Entfernung hinter der LfL. Das geforderte Raumprogramm wird bei Gastronomie und Besucherzentrum deutlich übererfüllt. Dies geht im Wesentlichen auf den Foyerneubau zurück. Das gewählte Granitpflaster im Freiraum ist dauerhaft und wirtschaftlich. Baumhaine und ortsfeste Möblierung aus Naturstein sind relativ pflegeleicht. Die Erweiterungen im Untergeschoss der Scheune sind angemessen dimensioniert und bieten von außen barrierefrei zugängliche öffentliche WC-Anlagen. Lagerräume im Westteil der Scheune können unbeheizt bleiben. Eine Temperierung des bis in den Dachstuhl offenen Kassen- und Gastronomiebereichs erscheint allerdings sehr aufwendig.