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  • DE-48133 Münster, DE-32760 Detmold
  • 11/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-299998)

Neubau Eingangs- und Ausstellungsgebäude inkl. Freianlagen für das LWL-Freilichtmuseum Detmold


  • ein 4. Preis

    Lageplan, © SAL Landschaftsarchitektur / behet bondzio lin architekten

    Architekten
    behet bondzio lin architekten, Münster (DE), Leipzig (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: SAL Landschaftsarchitektur GmbH, Münster (DE)

    Erläuterungstext
    „Auf gut 100 Hektar Museumsgelände zeigen und bewahren wir eine historische Kulturlandschaft mit den wesentlichen Haus- und Siedlungsformen der Region Westfalen...“ (aus: Leitbild Museum)
    Der Neubau des Eingangs- und Ausstellungsgebäudes, in Mitten dieser ausgewählten hochbaulichen Exponate soll sich angemessen und selbstbewusst als zeitgemäße Architektur in diesen baulichen Kontext einfügen ohne diesen zu dominieren.

    Einfügung | Diesem Gedanken folgend zeigen sich den Besucher*innen lediglich einzelne, am Maßstab des baulichen Kontexts orientierte Gebäudeteile, wie der Haupteingang am Parkplatz, das Museumscafé an der historischen Gartenanlage „Friedrichstal“, der Anlieferungspavillon sowie der Eintrittspavillon. Diese „Kleinarchitekturen“ stellen zudem Markierungen entlang des Weges in das Freigelände dar.

    Der Weg | In seiner museumspädagogischen Funktion als Eingangsgebäude definiert der Neubau für die Besucher*innen den Übergang zwischen Alltagserfahrung und Ausstellungserlebnis, bei dem sie den Gegenwartskontext verlassen und in verschiedene historische Kontexte geleitet werden. Dem Weg und seiner Inszenierung kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Der Eintritt in den Berg mit den Ausstellungsräumen und das Durchschreiten des skulpturalen, mit zenitalem Tageslicht konturierten Treppenraums, während dessen jeglicher konkreter Kontext ausgeblendet wird, symbolisieren dabei den Übergang aus dem hektischen Alltag in die Welt des Freilichtmuseums.

    Freiraum | Der Idee folgend das neue Gebäude in die vorhandene, bewaldete Topographie der bestehenden Hangkante zu schieben, wird, mit Ausnahme der gläsernen Front des Eingangsgebäudes und eines Lichtbandes im Obergeschoss, die ganze Gebäudehülle an der Eingangsseite mit Erdreich überdeckt. In ähnlicher Hangneigung wie die angrenzenden Bestandshänge modelliert, entsteht so eine topographisch nahtlos in die Umgebung eingefügte Hangkante, die mit Nadel- und Laubbaumarten des umgebenden Waldes aufgeforstet wird. So wächst hier in einigen Jahren eine bewaldete Hangkante, die keinen Unterschied zu den angrenzenden, natürlichen Waldhängen erkennen lässt. Das äußere Entree des neuen Eingangs- und Ausstellungsgebäudes ist ein vom Eingangsbereich in Richtung L937 leicht abfallender Platz aus Asphalt mit kunstharzgebundener Feinsplittbeschichtung. In dieser homogenen, barrierearmen Fläche sind bestehende Einzelbäume ergänzt durch eine lichte Baumhainpflanzung aus Bergahorn, ein im angrenzenden Buchen-Mischwald typischer Laubbaum, welcher insbesondere durch seine silbrig-graue Schuppenborke sowie prächtige, gold-gelbe Herbstblatt-färbung auffällt. Dieser Baum ist auch auf der oberen Gebäudeebene (Niveau der Gartenanlage Friedrichsthal) entlang der nördlichen Kante (Wettbewerbsgrenze) zur historischen Gartenanlage zu finden. Hier bildet er in Richtung Osten, in Verlängerung der südexponierten Cafe-Außenterrasse, das Bindeglied zwischen Ausstellungsgebäude, Eintrittspavillon und Freilichtmuseum. Gleichzeitig fungiert der Baum als lichter Raumfilter zwischen historischer Gartenanlage und angrenzendem Waldgebiet. Unterhalb dieser Bergahornbäume bieten in einer geschnittenen Rasenfläche eingelegte große Holzpodeste Aussichtspunkte und Erholungsbereiche für Ausstellungsbesucher und Wanderer, die hier Rast machen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.