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  • DE-23570 Lübeck
  • 08/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-322501)

Neue Teutendorfer Siedlung in Lübeck-Travemünde


  • 2. Preis

    ppp architekten + stadtplaner | 2. Preis, © ppp architekten + stadtplaner

    Architekten
    ppp architekten + stadtplaner, Lübeck (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    An der Südflanke einer eiszeitlich geprägten, topografisch sehr bewegten Landzunge zwischen Lübecker Bucht und Trave Mündung liegt das Siedlungsgebiet auf einem nach Südosten zur Trave abfallenden Hang, der in eine Höhenkuppe im Osten, eine prägnante Senke im Zentrum und ein Mulde im Westen gegliedert ist.
    In dieses idealtypische Landschaftsbild wollen wir die Siedlungsstruktur harmonisch einbetten, um möglichst alle landschaftlichen Besonderheiten zu erhalten und für die neuen Bewohner erlebbar zu machen.
    In diesem Sinne versteht sich unser Entwurf als vernetztes Implantat in den Landschaftsraum mit maximalen Wechselwirkungen zu vorfindlichen Elementen der Topografie, der Wasserführungen, der Durchlüftung, aber auch zu angrenzenden Wald- und Wiesenflächen sowie den benachbarten Wohnsiedlungen.
    Landschaftsarchitekten: arbos Freiraumplanung, Hamburg

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit überzeugt durch eine einfache, aber sehr eingängige und überzeugende städtebauliche Struktur auf Basis der vorhandenen Topographie. Der weiter entwickelte nördliche Rücken mit kleineren Quartiersplätzen und die dargestellten Siedlungsfinger in nord-südlicher Richtung erscheinen auch durch ihren Umgang mit den topographischen Gegebenheiten differenziert und auch hinsichtlich der Identitätsausbildung überzeugend. Ebenso werden die nachvollziehbare Gliederung des Entwurfes in öffentliche und private Bereiche sowie die Konzeption der öffentlichen Grünflächen als besonders gelungen hervorgehoben. Als kritischer Punkt wird jedoch wie auch bereits im Zwischenkolloquium die Umsetzbarkeit des vorgeschlagenen Erschließungskonzepts bewertet. Der nun vorgeschlagene nördliche Anschluss bezieht Flächen ein, die nicht zur Verfügung stehen. Die Variante einer südlichen Anbindung bedeutet eine Durchleitung aller Verkehre durch den ersten Siedlungsbereich und steht im Widerspruch zu der vorgeschlagenen und auch wünschenswerten städtebaulichen Anmutung als Wohnweg. Teile der Jury sehen hierin einen wichtigen Vorbehalt gegenüber diesem Vorschlag. Gleichzeitig setzt sich der Entwurf durch sein Aufbrechen des umlaufenden Grünzuges an der nördlichen Plangebietsgrenze sowie in der Verortung der primären Erschließungsvariante über zentrale und begründete Vorgaben der Auslobung hinweg. Der angestrebte Rundweg um die Siedlung entfällt und die Bebauung ist auch zu nah an die nördlichen und südlichen Grundstücksgrenzen gerückt. Der Abstand zur Moorbekniederung ist zu gering. Die vorliegende Struktur bietet in dieser Hinsicht zu wenig Spielräume, um für diese und weitere Abweichungen des Konzeptes im Nachgang geeignete Optimierungsansätze zu erarbeiten. Im Ergebnis wird die Klarheit des vorliegenden Entwurfs ausdrücklich gewürdigt, im Interesse einer zügigen Fortführung des Verfahrens wird der Entwurf jedoch nicht zur Realisierung ausgewählt.


INFO-BOX

Angelegt am 03.12.2018, 13:26
Zuletzt aktualisiert 03.12.2018, 15:13
Beitrags-ID 4-166023
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