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  • Anerkennung

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    Bauingenieure
    TragWerk Ingenieure Döking+Purtak GmbH, Dresden (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Atelier . Schmelzer . Weber, Dresden (DE)
    Landschaftsarchitekten: QUERFELD EINS Landschaft | Städtebau | Architektur PartGmbB, Dresden (DE)

    Preisgeld
    8.200 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit überzeugt durch ihre große gestalterische Einheitlichkeit, was - nach Abbruch der Bestandbalkons-durch neue, elegante Fassadenlösungen erreicht wird. Dabei steht eine Konstruktion aus Fertigteilen als eigenständiges Tragwerk vor der Fassade. Alle Gebäude tragen gemeinsam mit ihren dunklen Holzverkleidungen und den genannten Balkonen zum Gesamteindruck bei. Das ergibt eine klare Aussage und ein elegantes Erscheinungsbild. Das Projekt zeigt ein hohes Potential zur Vervielfältigung/Modularität bezüglich der Fassadenertüchtigung und gibt sinnfällige Antworten bezüglich der ökologischen Qualität der neuen Hüllkonstruktionen. Grundsätzlich sind die Maßnahmen zur energetischen Ertüchtigung nachvollziehbar, ebenso ist der Umgang mit den bestehenden Bauteilen im Wesentlichen angemessen.

    Die „flexible Mehrwertplatte“ bildet Maisonette-Wohnungen mit hoher Wohnqualität, aber auch (zu) hohem konstruktivem Aufwand. Behindertengerechtigkeit wird dadurch nicht erreicht.

    Die „optimierte Bestandsplatte“ wird im Erdgeschoss über eine Terrasse barrierefrei erschlossen.

    Der „neue Bestandsblock“ erhält ein neues Treppenhaus mit Aufzug, die Wohnungen entlang des Laubengangs werden durch Zusammenlegung vergrößert.

    Die klare Aussage in den Gebäudekubaturen wird durch einige Ergänzungsbaukörper vervollständigt. So erhält die optimierte Bestandsplatte einen Anbau, dessen Nutzung als Atelierhaus über 5 Etagen etwas beliebig erscheint. Ferner komplettieren Fahrradgarage und Quartiersgewächshaus die Freiräume im Hof. In der Südwestecke ist ein Quartiersplatz angeordnet, der in seiner Lage von der Jury jedoch unterschiedlich bewertet wird. Diese öffentliche Schnittstelle sollte besser einen Beitrag zum öffentlichen Stadtraum, insbesondere
    dem geplanten „Loop", leisten.

    Insgesamt ein sehr gut durchgearbeiteter, gestalterisch überzeugender Entwurf, dessen Eignung für den konkreten Standort und die sozialräumlich differenzierte Programmatik der Auslobung dennoch zweifelhaft bleibt.