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  • DE-33378 Rheda-Wiedenbrück
  • 12/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-9113)

Neubau der Stadthalle Reethus


  • 5. Preis


    Architekten
    HWR Architekten Gunnar Ramsfjell Dipl.-Ing. Architekt BDA, Dortmund (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschafts- / Umweltplaner: B.S.L. Landschaftsarchitekten, Soest (DE)

    Erläuterungstext
    Städtebau

    Das schöne Bild, der Park, bleibt ungestört. Die Lage und Form des schlichten Baukörpers bilden den beruhigenden Hintergrund für die Aktionsmulde und den Kletterzirkus im Vordergrund an der Mittelhegge. Den Ankommenden, von Südwesten über einen deutlich gestalten Weg zum Gebäude herangeführt, bietet das Reethus auf den ersten Blick all seine Angebote wie ein Straßenmarkt. Unter dem großen schützenden Dach, in einer Folge der Eingang zur Verwaltung mit Information, der große Saal, der Haupteingang und das Restaurant. Die expressive Formensprache der Spielzone und die kräftige Horizontale der neuen Stadthalle führen zu einem gestalterischen Gleichgewicht. Das weitere Zusammenwachsen der Grünzone wird begünstigt.

    Funktionen

    Die große einheitliche Raumfolge Saal, Foyer und Restaurant, nach Süden und Osten in einer durchgängigen Ebene mit den Außenflächen zusammenfügt, hält unvorhergesehene Möglichkeiten, Perspektiven, zukünftige Anpassungen und Veränderungen offen. Der strukturelle Ansatz des Bereiches Foyer/Restaurant mit Galerien und oberer Ebene, lässt eine vielfältige Nutzung ohne aufwändigen technischen Aufwand zu. Die Nebenraumspangen im Westen und Norden bilden zusammen mit dem Bühnenbereich die eher unveränderlichen, starren Funktionsteile. Die nördliche Nachbarbebauung bleibt unangetastet. Die Anlieferungszone bleibt hier geräumig nutzbar und ist überwiegend abgeschirmt.

    Realisierung

    Die beabsichtigte Tragekonstruktion aus Ortbeton, Sichtbeton-Rundstützen, Filigran-Dachträger, begrüntes Flachdach und das wechselhafte Spiel der Sonnenschutz-Lamellen auf den Leichtmetall-Aussenfassaden, horizontal gegliedert, soll im Gesamtausdruck zurückhaltend, nur Struktur, keine ästhetische Vorprägung sein. Diese Grundhaltung ermöglicht in vielen Bereichen die Kompatibilität zu sehr wirtschaftlichen Materialien. Die Teilunterkellerung begünstigt den Terminablauf. Erst nach Fertigstellung des Untergeschoss ist der weitere Ablauf wetterunabhängig, damit kalkulierbar, zu gestalten. Bis zu diesem Zeitpunkt kann die alte Stadthalle im Betrieb bleiben. Die geschlossen Fassaden im Norden und Westen sind lediglich auf die Grundhaltung Fläche und Öffnung festgelegt.

    Außenanlagen

    Das Gebäude ist extrem nur durch die Proportionen Länge und Höhe definiert. Diese architektonische Zurückhaltung ist die Voraussetzung für die Dominanz des umgebenden Baumbewuchses. Die neue Wegebeziehung vom Parkplatz zum Reethus wird artifiziell, mit Rollschichten und kristallinen Richtungswechseln verdeutlicht. Diese Referenz an die Besucher, assoziiert den roten Teppich. Geradwüchsige Birken, in verschieden lange Reihen parallel gesetzt, punktieren mit ihren weißen Stämmen die Atmosphäre eines besonderen Ortes. Die Parkierungsflächen können aus Schotterrasen bestehen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.