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  • DE-97342 Obernbreit
  • 11/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-303537)

Umbau und Erweiterung Kita Obernbreit


  • Anerkennung

    Modell - modellwerk weimar

    Modellbauer
    modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, Frässervice, Laserservice, Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: hjp architekten PGmbB _ Prof. Jürgen Hauck, Herbert Osel, Würzburg (DE), Gießen (DE)
    Landschaftsarchitekten: Dietz und Partner Landschaftsarchitekten BDLA, Elfershausen (DE), Würzburg (DE)

    Preisgeld
    5.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen eine zweigeschossige Erweiterung in westliche Richtung vor. Durch die schlanke Baukörperform wird den Gruppenräumen ein positiver Freibereich zugeordnet. Der Charakter des Bestandes wird respektiert, die Erweiterung wird geschickt über eine bauliche Fuge angeschlossen. Die Erweiterung spricht eine zeitgemäße Sprache und schafft zugleich eine Verwandtschaft zum in den 80er bzw. 90er Jahren entstandenen Gebäude. Die
    Fassadengestaltung zum Garten mit einer Absturzsicherung durch ein Netz wird kontrovers diskutiert.
    Die Fuge markiert die zentralgelegene Eingangssituation und generiert räumliche und atmosphärische Qualitäten durch Sitzstufen und Begegnungsflächen. Der Foyerbereich ist zweigeschossig, der Luftraum wird über die vertikale Erschließung positiv erlebt. Durch die versetzte Anordnung der Flure wird eine „Schlauchwirkung“ ausgeschlossen. Die innere Erschließung wird durch seitliche Belichtung, Fluraufweitungen und mögliche Mehrfachnutzung spannend erlebt.
    Durch Schliessen der alten Treppenöffnung wird ein Versammlungsraum mit Erweiterungsmöglichkeit in die Turnhalle erzeugt. Der Versammlungsraum kann durch ein Faltelement abgekoppelt werden. Bei den Funktionseinheiten der Kinderkrippe müssen gewisse Funktionen verschoben werden. Der Wickelraum muss zwischen Gruppenraum und
    Ruheraum liegen. Auf Schallschutz bezüglich der räumlichen Nähe zum Eingang ist zu achten. Ansonsten sind die funktionalen Zusammenhänge gut gelöst. In westliche Richtung besteht Erweiterungspotential.
    Baukonstruktiv sollte anstelle der Flachdachlösung über eine flachgeneigte Dachkonstruktion nachgedacht werden. Es ist eine wirtschaftliche und nachhaltige Ausführung zu erwarten. Im 1. Bauabschnitt ist ein mit Einschränkungen verbundener Betrieb weiter möglich. Die geplante Fichtenbrettschalung sollte durch Lärchenholz ersetzt werden. Die Ausrichtung des Baukörpers ermöglicht eine durchgehend bespielbare Freianlage mit direkten Bezügen der Gruppenräume zum Außenraum. Der Hauptzugang orientiert sich nach Süden hin. Die gesamte zur Verfügung stehende Freifläche wird als Außenspielfläche der Kita genutzt. Die Kitaleitung bedauert, dass die Räume etwas kleiner als der Durchschnitt der anderen Entwürfe geplant sind. Wünschenswert wären direkt an die Gruppenräume angeschlossene kleine Materialräume.Ungünstig wäre, wenn, wie augenscheinlich dargestellt, die Wickelbereiche nur durch die Ruheräume zu erreichen sind. In den Sanitäranlagen des U3-Bereichs muss an kleine Toiletten gedacht werden.Die dezentrale Anordnung der Turnhalle erwirkt, dass sie die großen Kinder während der Freispielzeit nicht mehr ohne erwachsene Begleitung nutzen können. Die mögliche Kombination von Speiseraum, Flur und Turnhalle als großer Mehrzweckraum ist sehr praktisch. Positiv ist, dass der Eltern-Warte-Bereich für die Kinder nicht einsehbar ist. Im Untergeschoss wird eine Teeküche sowie ein Außen-WC gewünscht.
    Die Größe und Aufteilung der Außenanlagen wird positiv gesehen. Erfreulicherweise bleiben die Freianlagen weitestgehend erhalten und werden offen gestaltet. Nur in Teilbereichen zonieren Hecken den Freiraum. Der vorhandene Schuppen wird in die Planung integriert und dient der Unterbringung von Spielgeräten.