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  • DE-76133 Karlsruhe
  • 12/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-302351)

Neubau der Dreifeldsporthalle Moltkestraße in Karlsruhe


  • Anerkennung


    Architekten
    walter huber architekten gmbh, Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Tragwerksplaner: f2k ingenieure, Stuttgart (DE)
    Modellbauer: Architekturmodellbau Michael Lo Chiatto, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    5.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der allseitig freistehende Baukörper ordnet sich in seiner Ausrichtung der bestehenden
    Nachbarbebauung mit der Hebelschule und der Sporthalle der Pädagogischen
    Hochschule unter. Dies führt zu einer ruhigen städtebaulichen Abrundung des Gebietes.
    Daraus ergeben sich aber auch geringe Überschreitungen der Baugrenzen an der Südost
    und Nordwestecke.
    Der öffentliche Zugang von Norden mit dem befestigten Vorplatz zur Knielinger Allee
    wird kritisch bewertet, da er abseits der Hauptzugangsrichtung von der Moltkestraße
    liegt. Dagegen ist der südliche Zugang für die Schüler mit dem großzügigen Vordach
    sinnvoll angeordnet.
    Die Trennung der Bereiche für Zuschauer und Sportler ist gut gelöst. Die Zuordnung der
    verschiedenen Nutzungsbereiche im Gebäude ist schlüssig und ermöglicht einen
    reibungslosen Betrieb der Halle.
    Die Belichtung der Halle erfolgt hauptsächlich über die Westfassade und
    Dachoberlichter. Die aufwändig konstruierten und auch zahlreichen
    Dachoberlichtbänder bieten viel zu wenig Ertragspotential für eine PV Anlage. Die
    Flachdachflächen müssen hierzu intensiver genutzt werden. Die Verschattung der
    transparenten Fassaden mit der flächenbündigen Pfosten-Riegel-Konstruktion ist nicht
    gelöst und wird kritisch bewertet. Die vorgeschlagene Art der Fassadenbegrünung mit
    dem an der Fassade angehängten Pflanztrog ist wenig überzeugend, wobei die
    zusammenhängende begrünte Fläche ein ruhiges Fassadenbild erzeugt.
    Die Dimensionierung der Technikbereiche mit der Lüftungszentrale im Obergeschoss des
    östlichen Funktionsriegels erscheint ausreichend und verspricht eine wirtschaftliche
    Anbindung des Hallenbereiches. Das Lüftungskonzept konnte nachvollzogen werden.
    Die Vorgaben zur Heizung mittels Fernwärme als Wärmeerzeuger und den
    Deckenstrahlplatten als Verbraucher wurden umgesetzt. Das Konzept ist schlüssig.
    Das Rettungswegekonzept ist in der dargestellten Form nachvollziehbar.
    Das einfache und klare Tragwerk besteht im EG aus Holz und erfüllt die
    Brandschutzanforderung F30. Im Bereich der Funktionsräume kommt eine
    Holzverbunddecke zum Einsatz, im UG wird für Massivbauteile RC-Beton verwendet,
    dessen durchgängiger Einsatz zu prüfen ist. Die Wirtschaftlichkeit des Tragwerks ist in
    einem guten Bereich zu erwarten.
    Die Arbeit überzeugt durch den klar strukturierten gut gegliederten Baukörper und
    passt sich unaufgeregt in die Umgebung ein. Dies spiegelt sich auch in der angenehm
    reduzierten Fassadengestaltung wieder.