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  • DE-10707 Berlin
  • 11/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-303644)

Entwurf einer modularen Grundschule (4-zügig) mit modularer Sporthalle


  • 2. Preis

    Standort Karowerstraße, © Ackermann+Raff/ faktorgruen

    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Martin Schedlbauer

    Mitarbeit
    Ricardo Patings, Danilo Meixner, Michał Herl

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Ackermann+Raff, Tübingen (DE), Stuttgart (DE)
    TGA-Fachplaner, Tragwerksplaner: CSZ Ingenieurconsult GmbH, Darmstadt (DE), Berlin (DE), Dresden (DE)
    Visualisierer: moka-studio GbR, Hamburg (DE)
    Modellbauer: Studio LTA studio für temporäre architektur, Stuttgart (DE)
    Bauingenieure: CSZ Ingenieurconsult GmbH, Darmstadt (DE), Berlin (DE), Dresden (DE)

    Preisgeld
    170.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Konzept überzeugt mit einem kompakten Schulbaukörper.

    Durch eine einfache Verschiebung des Baukörpers in der Mitte entsteht eine räumliche Gliederung, die flexibel auf die städtebaulichen Gegebenheiten reagieren kann.

    Das modulare System setzt sich schlüssig aus fünf Bausteinen zusammen:
    - dem öffentlichen Bereich mit Mehrzweckbereich und Fachräumen,
    - dem Eingang und überdachter Pausenbereich,
    - den Compartments,
    - der Sporthalle,
    die sich horizontal überlagern und so ein überzeugendes und flächensparendes Raummodell anbieten.

    Die horizontale Dreiteilung spiegelt sich in der Fassade wieder:

    Im Erdgeschoss in Varianten beplankt (Riemchen und Fliesen), im Bereich Compartments unterschiedlich eingefärbte Sandwichelemente und im Sportmodulaufsatz eine vorgefertigte Holzkonstruktion mit gelochter Trapezblechhülle.

    Die Anordnung der Räume überzeugt auch im Erdgeschossbereich mit dem großzügigen Foyer und der Mensa, die gut verbunden werden können und so eine hohe Nutzungsflexibilität bieten.

    Die Compartments sind in ihrer gespiegelten Anordnung schlüssig organisiert. Ruhe-, Pflege- und Sanitärräume sind allerdings innenliegend ange¬ordnet und daher nicht ausreichend natürlich belichtet.

    Die großzügigen Foren bieten über Lernterrassen einen direkten Zugang zum Außenraum. Allerdings wird die natürliche Belichtung der Foren vom Preisgericht kritisch beurteilt.

    Im Bereich der Compartments sind Bypässe vorhanden, die nicht über¬zeugen, auf die aber verzichtet werden kann.

    Als gelungene Antwort auf die Flächenkonkurrenzen in der immer kompakter werdenden Stadt wird von der Jury die Anordnung der Sporthalle im 3. und 4. Obergeschoss gewertet.

    Der eigenständige Zugang zur Sporthalle ist über die abzutrennenden Treppenhäuser in die einzelnen Hallenbereiche möglich. Zu lösen wären allerdings die Überschneidungszeiten von Schul- und Vereinssportnutzung.

    So gelingt es, kompakt zu bauen und den Schulbereich trotzdem nur auf drei Ebenen organisieren zu müssen.

    Aufgrund der kompakten Bauweise überzeugt die Arbeit städtebaulich vor allem auf den beengten innerstädtischen Grundstücken. An allen Standorten bleibt genügend Raum für qualitätsvolle und gut nutzbare Außen¬räume und Schulfreiflächen.