loading
  • DE-80804 München
  • 12/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-309655)

„McGraw-Gelände“ Neugestaltung eines Wohnquartiers in München


  • 1. Preis Städtebauliches Konzept

    © TIC/MLA+/TH

    Landschaftsarchitekten
    Treibhaus Landschaftsarchitektur Berlin/Hamburg, Berlin (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Gerko Schröder

    Mitarbeit
    Bente Rau, Klaus-Peter Lorenz

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: TELEINTERNETCAFE Architektur und Urbanismus, Berlin (DE)
    Architekten: MLA+, Rotterdam (NL), Berlin (DE), St. Petersburg (RU), Moscow (RU), Shanghai (CN), Shenzhen (CN), London (GB), Rio de Janeiro (BR)

    Preisgeld
    10.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der vorgegebene Nutzungsmix und die gewünschte hohe Dichte auf dem Wettbewerbsgelände stellen natürlich eine große Herausforderung an das städtebauliche Konzept dar. Dazu kommen noch erschwerend die immissionsbedingten Vorgaben.

    Die Arbeit 1009 stellt ein schlüssiges städtebauliches und freiraumplanerisches Konzept dar. Auch die stadträumliche Einbindung des Hochpunktes an der Ecke Stadelheimer-/Tegernseer Landstraße in die neue Bebauungsstruktur kann als gelungen bezeichnet werden.

    Das Plangebiet wird in drei hofartige Bausteine gegliedert, die aber nicht gänzlich geschlossen sind. Wobei das Wohnheim an der Stadelheimer durch einen Hof und einen nach Norden offenen Bereich charakterisiert ist. Die bestehenden Wegeverbindungen (Warthof- und Anliegerstraße) werden durch drei Querwege ergänzt. An Kreuzungspunkten werden konsequenter Weise ebenfalls drei kleine Plätze angeordnet. Auch die Anordnung der Freibereiche für Kitas liegen in diesen Zonen.

    Der Bereich der Anliegerstraße an der bestehenden Wohnbebauung kann allerdings nicht überzeugen. Auch die Anlieferung für das Einkaufszentrum überzeugt nicht. Positiv wird die Verschiebung des mittleren Wohnhofes nach Westen gesehen, weil dadurch der Abstand zu den Einfamilienhäusern im Osten aufgeweitet wird.

    Die Arbeit bietet trotz der hohen Dichte ein Freiraumsystem mit funktionsfähiger Zonierung zu den privaten, halböffentlichen, bis hin zu öffentlichen Bereichen. Die konsequente Erschließung der Wohnhöfe von außen wird ebenfalls begrüßt. Auch der Verzicht einer Unterbauung der Wohnhöfe für Tiefgaragen mit positiven Auswirkungen auf umweltbezogene Faktoren wird vorteilhaft gesehen.

    Trotz der in der Auslobung geforderten Fixierung auf autarke Einzelzimmer gelingt es den Verfassern, eine gute Mischung aus Privatheit und gemeinschaftlichem Wohnen für das Wohnheim zu erreichen. Der Charakter dieses neuen Wohnviertels ist durch einen hohen Identifikationsgrad gekennzeichnet und verhilft auch der unmittelbaren Umgebung zu einer Aufwertung:


INFO-BOX

Angelegt am 19.12.2018, 11:15
Zuletzt aktualisiert 25.06.2019, 15:20
Beitrags-ID 4-167114
Seitenaufrufe 316