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  • DE-85049 Ingolstadt
  • 12/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-307253)

Neubau von Kammerspielen und Theaterwerkstätten in Ingolstadt


  • 3. Preis

    © Atelier Loidl Landschaftsarchitekten Berlin GmbH/ Staab Architekten

    Architekten
    Staab Architekten, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Atelier LOIDL, Berlin (DE)
    TGA-Fachplaner: Winkels + Pudlik, Bingen (DE), Münster (DE)

    Preisgeld
    22.000 EUR

    Erläuterungstext
    In dem Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Ideenwettbewerb wurden zunächst die Erweiterung des benachbarten Stadttheaters und der Standort und die Grundkonzeption des Neubaus geklärt.
    Unser Konzept sieht vor, das Stadtheater rückwärtig um einen flachen Anbau zu ergänzen, der die Geometrie des Bestandsbaus fortschreibt und eine neue Dachterrasse mit Blick zur Donau ausbildet.
    Die neuen Kammerspiele sind als Solitär konzipiert, dessen polygonale Kanten die Freiflächen an der Donau und der Altstadt in Bezug setzen und mit dem Bestandsbau einen Theaterplatz ausformulieren. Sein Innenraum ist von einer flexibel nutzbaren Saalspange geprägt, der zum Stadttheater hin ein großzügiges Foyer mit Freitreppen vorgelagert ist.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Projekt sieht vor, mit einem solitären polygonalen Gebäude, das die Kammerspielsäle beinhaltet, den südöstlichen Bereich des Wettbewerbsgeländes zu besetzen und im Nordosten die Werkstätten über einen schmalen Innenhof an den bestehenden Bau anzufügen. Dadurch gelingt es, einen gut gefassten Theaterplatz zu schaffen und den städtischen Freiraum über eine spannungsreiche räumliche Verengung in den von Bäumen dominierten Donauplatz und weiter über eine Stufenanlage bis zur Donau weiterzuführen. Die beibehaltene Führung der Schutterstraße stört allerdings die Homogenität dieses Raumflusses, kritisch wird der Rückbau der bestehenden Fußgängerunterführung zur Donau gesehen.
    Die polygonale Formensprache ist eigenständig und korrespondiert auf gelungene Weise mit dem Bestandsbau. Die Maßstäblichkeit insgesamt und die geringe Gebäudehöhe des Werkstattgebäudes nehmen sich gegenüber dem Bestandsgebäude angenehm zurück,auch die Fassadengestaltung erscheint im Zusammenhang mit der Umgebung gelungen.Die Anlieferzonen sind bis auf jene des Festsaals gut gelöst.
    Die Funktionen der Kammerspiele sind gut geordnet; durch die Trennung des Saalgebäudes vom Werkstättenbau ist eine Realisierung unproblematisch und gut organisierbar. Auch die Ausformung der Säle wird positiv beurteilt, das sehr großzügige Volumen lässt Spielräume offen.
    Negativ unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wird der Eingriff der Baumaßnahme in die bestehende TG West beurteilt, ebenso die Kollision mit den Kanälen.
    Insgesamt liegt ein Projekt vor, das sowohl in städtebaulicher als auch in funktionaler Hinsicht einen sehr guten Beitrag zu der schwierigen Aufgabenstellung darstellt.