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  • Sieger

    Blick vom Park auf das neue USZ-Gebäude, © Ponnie Images

    Architekten
    sander.hofrichter architekten GmbH, Ludwigshafen (DE), Aalen (DE), Düsseldorf (DE), Frankfurt am Main (DE), Hannover (DE), Karlsruhe (DE), Kulmbach (DE), München (DE), Nienburg/Weser (DE), Zürich (CH) Büroprofil

    Mitarbeit
    Prof. Linus Hofrichter, Peter Kuhl, Daniel Klein, Michael Matthes, Gözde Gürsoy, Oleg Kauz, Tobias Engelhardt

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Christ & Gantenbein, Basel (CH)
    Projektsteuerer: b+p baurealisation ag, Zürich (CH), Bern (CH)
    Visualisierer: PONNIE Images, Aachen (DE)
    Bauingenieure: Schnetzer Puskas Ingenieure, Zürich (CH), Basel (CH), Bern (CH)
    Bauingenieure: Dr. Eicher + Pauli AG, Liestal (CH)
    Landschaftsarchitekten: Balliana Schubert Landschaftsarchitekten AG, Zürich (CH)
    Bauingenieure: IBG B. Graf AG Engineering, Baar (CH), Winterthur (CH)
    Brandschutzplaner, TGA-Fachplaner: AFC Air Flow Consulting AG, Zürich (CH)
    Bauingenieure: Axet GmbH, Embrach (CH)
    Bauingenieure: Ingenieurbüro Aegerter + Bosshardt, Basel (CH)
    sonstige Fachplaner: PPEngineering GmbH, Basel (CH)
    sonstige Fachplaner: EBP Schweiz AG, Zürich (CH)

    Erläuterungstext
    UniversitätsSpital Zürich Erneuerung und Erweiterung
    Eine einmalige historische Chance, das Verhältnis von Stadt, Spital und Hochschulen grundlegend neu zu gestalten

    Das Generationenprojekt Hochschulgebiet Zürich Zentrum (HGZZ)
    Im Herzen der Stadt Zürich befindet sich das Hochschulgebiet mit dem Wissens- und Gesundheitscluster des UniversitätsSpitals Zürich (USZ), der Universität Zürich (UZH) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. Die räumliche Nähe der drei Institutionen bietet einmalige Chancen für eine intensive Zusammenarbeit, welche Innovationen in Forschung, Lehre und medizinischer Versorgung hervorbringt.
    Zahlreiche Gebäude im Hochschulgebiet Zürich Zentrum erfüllen allerdings die Anforderungen an den modernen Spital-, Forschungs- und Lehrbetrieb nicht mehr.
    Die Infrastruktur hat ihre Kapazitätsgrenzen erreicht.
    Mit dem Generationenprojekt Hochschulgebiet Zürich Zentrum (HGZZ) wird die Infrastruktur von USZ, UZH und ETH Zürich verbessert und dadurch die führende Position der Institutionen gesichert und ihre hervorragenden Leistungen für die Stadt, den Kanton und die Schweiz gestärkt. Attraktive Grünanlagen und öffentliche Räume laden künftig zum Verweilen ein und tragen so zur Aufwertung des gesamten Quartiers bei. Auch die Erschließung mit dem öffentlichen Verkehr, zu Fuß und mit dem Velo wird verbessert.

    Teil dieses Generationenprojekts Hochschulgebiet Zürich Zentrum ist der Studienauftrag USZ Kernareal. Der Neubau für die erste große Etappe der Gesamterneuerung des Universitätsspitals besteht aus zwei Gebäuden die zusammen mit den historischen Bauten ein stimmiges Ensemble bilden.

    Das neue UniversitätsSpital Zürich als urbaner Ort.
    Verflechtung von Spital und Stadtraum
    Die Architektur des Spitals folgt einem klaren System. Die zu erhaltenden Bauten von Haefeli Moser Steiger werden mit fünf neuen Häusern ergänzt und bilden zusammen eine Gruppe von selbstbewussten, städtischen Bauten. Die Typologie, die Proportion und der architektonische Ausdruck der neuen Gebäude sind mit den charakteristischen Solitärbauten wie dem ETH-Hauptgebäude von Semper und Gull und der Universität von Curjel und Moser verwandt. Dank dieser prägnanten Bauten erhält das Universitätsspital eine ganz neue architektonische Identität und Präsenz in der Stadt Zürich. Die im Hochschulgebiet vorgefundenen sowie die im Weissbuch definierten Stadtraumtypologien werden sorgfältig aufgenommen und weiterentwickelt.

    Maximalvolumen deutlich unterschritten
    Die Masse der Baukörper unterschreitet den Rahmen des Gestaltungsplans deutlich. Das Volumen ist angemessen im Verhältnis zu den historischen Häusern und zu den angrenzenden Nachbarsbauten. Durch die ähnliche Gebäudehöhe erzeugt das zum Spitalgarten vorgerückte Kopfgebäude an der Gloriastrasse ein sinnvolles Gegenüber zum bestehenden Bettenhaus.
    Neue Freiräume folgen der Topografie, ermöglichen einer breiten Öffentlichkeit die Durchquerung und die Nutzung des Areals und schaffen eine ganz neue Verbindung zu den Institutionen. Das UniversitätsSpital Zürich entwickelt sich in einer ersten Etappe mit zwei neuen Volumen weiter. Für die folgenden Etappen lassen die individuellen Gebäudekörper einen maximalen Spielraum offen, um auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren zu können.

    Öffentliche Freiräume
    Bestehende und neue Baukörper bilden verschiedene Situationen: Gärten, Höfe, Terrassen, Verbindungen. Der Gloriapark, die Neue Sternwartstrasse und die Parkschale weisen dabei den höchsten Grad an Öffentlichkeit auf. Die unterschiedlichen Freiräume mit den quartiertypischen Elementen wie Treppen, Rampen und Stützmauern binden alt und neu räumlich, funktional und atmosphärisch zusammen.

    Ein Sockelbau, fünf Häuser und drei Pavillons
    Die Gebäude sind grosse Häuser in der Typologie eines Palazzo, verwandt mit den stolzen Hofgebäuden und Solitärbauten an der Rämistrasse. Sie suchen den Dialog zum Quartier, zu den Hochschulbauten, zum Zürichberg und ganz explizit zu den Bauten von Haefeli Moser Steiger. Der Sockel bildet das Eingangsgeschoss mit der Magistrale, einer zentralen Halle entlang dem Farben- und Baumgarten, die als zentraler Erschliessungs- und Aufenthaltsraum die Häuser miteinander verbindet.

    Feingliedrige Fassaden
    Die architektonische Erscheinung der Neubauten ist wesentlich geprägt durch die hierarchische Gliederung der Geschosse und die Freistellung der tragenden Stützen, welche den Neubauten eine Filigranität und räumliche Tiefe in den Fassaden verleihen. Diese Fassadengestaltung versteht sich als Antwort auf die bestehenden Bauten von Haefeli Moser Steiger, indem historische Bauten und Neubauten im Dialog zueinander stehen, in ihrem architektonischen Ausdruck aber eigenständig bleiben.

    High-Tech und natürliche Materialien
    Das neue Spital ist ein High-Tech-Bau mit viel Glas und einer Betonstruktur. Als spannungsvollen Kontrast dazu enthält er auch viel natürliche Materialien. Sie schaffen Wärme und Geborgenheit. Zudem wird mit einem Materialreichtum von Holz bis Naturstein die Beziehung zu den historischen Bauten gestärkt. Die rustikal anmutenden Materialien geben den Neubauten und ihren Innenräumen eine angenehme Atmosphäre, in der sich die Menschen wohl und gesund fühlen können. In den Operationssälen prägen die Aussicht, die Stützen und das von Norden einfallende Tageslicht die Atmosphäre. Die Pflegezimmer erzeugen durch ihre holzverkleideten Wände eine behagliche Stimmung. Das Holz, leicht dunkler als eine weisse Wand, ist durch seine natürliche Lebendigkeit angenehm für die Augen, dämpft das Licht im Raum ganz leicht ab und macht die Aussicht auf die Stadt und den See umso präsenter.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 11.01.2019, 12:42
Zuletzt aktualisiert 29.01.2019, 12:56
Beitrags-ID 4-167944
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